Intelligentes Zuhaus

Smart Home Guide: So einfach ist der Einstieg

Amazon Echo Alexa

© Amazon

Steuer-Alternativen zum Smartphone: Sprachlautsprecher Amazon Echo und die Devolo Home Control Fernbedienung.

Bedienmöglichkeiten

Es muss nicht das Smartphone sein, um das Smart Home zu steuern.

Alternativen zum Smartphone

Grundsätzlich sollte man Smartphone und Tablet als ergänzende Steuermöglichkeiten sehen. Denn es geht immer noch schneller, einen Schalter an der Wand zu betätigen, als das Smartphone aus der Tasche zu holen, es zu entsperren, vielleicht noch die App zu öffnen und das Licht einzuschalten. Außer Schaltern existieren ebenfalls Fernbedienungen, die es auch im Mini-Format für den Schlüsselbund gibt. 

Immer beliebter wird die Sprachsteuerung, vor allem über Sprachlautsprecher wie Amazon Echo oder Google Home. Die Sprachlautsprecher können selbst vom anderen Ende eines Raums Befehle entgegennehmen. Schon jetzt unterstützen viele Smart-Home-Systeme Amazons Sprachassistenen, Google hat noch Aufholbedarf.

Unabhängig von einem Hersteller

Anders ist es bei offenen Standards: Hier lassen sich in der Regel Produkte verschiedener Hersteller in einem Smart-Home-System kombinieren. Dafür ist nicht immer gewährleistet, dass alle Produkte problemlos miteinander funktionieren. 

Im Funk-Bereich sind Standards wie Z-Wave, Zigbee, EnOcean, Bluetooth und DECT ULE beliebt, im Kabel-Bereich ist es vor allem der Standard KNX. WLAN zur Übertragung von Informationen zwischen Aktoren und Sensoren wird relativ selten verwendet – vor allem wenn die Komponenten mit Batterien arbeiten. 

Lesetipp: Smart-Home-Lösungen: Tipps für mehr Sicherheit

WLAN-Chips brauchen relativ viel Strom, weshalb die Batterien nicht lange durchhalten würden. Bei Funkprotokollen wie Z-Wave oder Homematic IP überdauern die Batterien häufig ein bis zwei Jahre. 

Viele der Smart-Home-Protokolle funken im Frequenzbereich um 868 MHz. Diese relativ geringe Sendefrequenz erlaubt größere Reichweiten, als sie etwa mit WLAN oder Bluetooth möglich sind. Dennoch kann es in größeren Häusern zu Empfangsproblemen kommen.

Devolo Home Control

© Devolo

Szenen definieren, um Geräte über einen Fingertipp gemeinsam zu steuern: Über die Benutzeroberfläche von Devolo Home Control wählen Sie die Geräte und bestimmen, wie Sie beim Aktivieren der Szenen reagieren sollen.

 In diesem Fall helfen Funk-Repeater weiter, die für viele Smart-Home-Systeme existieren. Standards wie Z-Wave oder Zigbee bauen sogar ein vermaschtes Netz auf, in dem die mit dem Stromnetz verbundenen Komponenten (z.B. Schaltsteckdosen) die Signale weiterleiten und verstärken. 

Um sich vor Hackerangriffen zu schützen, werden bei neueren Funk-Smart-Home- Systemen die Daten so gut wie immer verschlüsselt übertragen. Zusätzlich zu Sensoren und Aktoren gibt es in den meisten Smart Homes eine Zentrale, die sich mit den Komponenten verbindet, oft auch Hub, Gateway, Bridge oder Access Point genannt. 

Universal-Zentralen wie Homee, Qivicon Home Base (Telekom Magenta SmartHome) oder WiButler Pro verstehen dabei gleich mehrere Funk-Protokolle. Das erhöht die Produktauswahl enorm. Die Zentrale stellt auch die Verbindung zum Internet-Router per WLAN oder Netzwerk-Kabel her. 

So wird das Zuhause per App oder Web-Browser auf Smartphones, Tablets und Computern von zu Hause und unterwegs steuerbar. Wer sein Smart Home nicht mit dem Internet verbinden will, sollte sich im Vorhinein informieren, ob das überhaupt möglich ist. 

Denn bei manchen Smart Homes sind nur alle Funktionen verfügbar, wenn eine Verbindung zum Internet besteht. Eine Ausnahme ist Devolo Home Control: Hier steht es dem Nutzer frei, ob sich das System mit dem Internet verbinden soll, um es auch von unterwegs zu steuern oder eben nicht. 

Extra Komfort über Automationen 

Was der Nutzer über einen Fingertipp auf das Smartphone auslöst, kann er selbst bestimmen. Die einfachste Möglichkeit ist, ein einzelnes Gerät zu steuern: etwa eine Schaltsteckdose, eine LED-Lampe wie Philips Hue oder ein Heizkörperthermostat. Um mehrere Geräte gleichzeitig zu steuern, lassen sich häufig Szenen anlegen. 

Eine Szene für abends kann zum Beispiel bewirken, dass alle Rollos nach unten fahren und das Licht im Wohnzimmer angeht. Eine andere Szene bietet sich für die Zeit an, in der niemand zu Hause ist. Sie schaltet zum Beispiel alle Lichter und Geräte aus und schickt die Heizung in den Sparmodus. Wer dafür nicht jedes Mal sein Smartphone zücken will, kann Szenen auch über Wandtaster oder eine Fernbedienung auslösen. 

Lesetipp: NAS fürs Smart-Home: Western Digital oder Qnap?

Besonders komfortabel wird das Smart Home, wenn Vorgänge selbständig ablaufen. Damit sich zum Beispiel die Szenen Abends und Abwesend selbständig aktivieren. So könnten Sie beispielsweise festlegen, dass Abends zu einem festen Zeitpunkt startet. 

Oder das Smart Home reagiert flexibel: Die Szene Abends wird aktiviert, wenn ein Helligkeitssensor bemerkt, dass es dunkel wird oder das Smart Home diese Information aus dem Internet erhält. 

Für das automatische Aktivieren der Szene Abwesend ist es praktisch, wenn das System die Standort-Informationen der Mobilgeräte der Bewohner auswertet. Befindet sich kein Smartphone in der Wohnung, wird sie auf Abwesend geschaltet. 

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