3D-Berechnungen

Hybrid-Raytracing als Kompromisslösung und nötiges Updates für Windows 10

Kompromisslösung: Hybrid-Rendering 

Mit der Echtzeit-Berechnung kompletter Spielszenen per Raytracing sind jedoch auch die Turing-Grafikchips trotz ihrer speziell dafür vorgesehenen RT-Cores überfordert. Deshalb setzt Nvidia auf ein Hybrid-Rendering aus Raytracing und Rasterisierung, wobei lediglich bestimmte Effekte, wie etwa Schattenwürfe oder die Umgebungsverdeckung (Ambient Occlusion), per Raytracing berechnet werden, um eine realistischere Beleuchtung zu erreichen. Den GeForce-RTX-Grafikkarten kommen dabei ihre Tensor-Cores zugute, die zwei Hauptanwendungen dienen: einmal dem Reduzieren des Bildrauschens, das bei Raytracing dann entstehen kann, wenn zu wenige Lichtstrahlen pro Pixel berechnet werden. Die zweite Tensor-Hauptaufgabe ist das so genannte Deep Learning Super Sampling (DLSS), ein KI-gestütztes Kantenglättungsverfahren.

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Rechner benötigen mindestens das Oktober-Update (1809) für Windows 10, damit Raytracing funktioniert.

Updates für Spiele und Windows 10 

Damit Spiele von DLSS oder dem Echtzeit-Raytracing der Turing-Grafikkarten profitieren, müssen ihre Hersteller mit einem Update reagieren. Eine Auswahl an Titeln, die Raytracing und/oder DLSS unterstützen, haben wir für Sie auf der nächsten Seite zusammengestellt. Windows 10 benötigt die DirectX-12-Raytracing-API DXR, die mit Version 1809 (Oktober-Update) eingeführt wurde.

Nachtrag vom (12. Juni 2019): Sie können Raytracing-Features eingeschränkt auch mit Geforce GTX 1xxx-Karten nutzen. Um das Software-Raytracing zu aktivieren, brauchen Sie mindestens den Nvidia-Treiber 425.31 oder neuer. Weil bei Software-Raytracing die Shader (GTX 10xx aufwärts) statt dedizierten RT- und Tensor-Kerne (Geforce RTX) zu Werke gehen, sollten Sie in Sachen keine Performance keine Wunder erwarten. Nvidias Marketing-Aussagen, die RTX-Karten seien bis zu zehn Mal schneller, treffen hier beim einen oder anderen Spiel durchaus zu.

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