Für Intel- und AMD-Systeme

RAM: Geschwindigkeit optimal einstellen mit XMP

Aus Kompatibilitätsgründen läuft DDR3-/DDR4-RAM nicht immer mit optimalen Taktraten und Speichertimings. So schalten Sie das Maximaltempo frei.

© Manuel Masiero / PC Magazin

Aktivieren Sie im BIOS die Option XMP (Extreme Memory Profiles), läuft der Arbeitsspeicher mit maximalem Tempo.

Für den Office-Einsatz spielt eine RAM-Optimierung kaum eine Rolle, kann bei einem Gaming-System aber durchaus einige Prozent Mehrleistung bringen. Mit Intel XMP gibt es eine besonders einfache Methode, um DDR3- und DDR4-RAM leistungsfähiger zu machen. Das erfordert kein umständliches und fehleranfälliges Justieren der Speichereinstellungen im BIOS/UEFI, sondern geschieht bequem durch Auswahl eines Speicherprofils.

RAM-Einstellungen auf Intel-Systemen

So lösen Sie die RAM-Handbremse: Suchen Sie im BIOS in den Speichereinstellungen nach einem Menüpunkt wie Übertakten oder Overclocking, und halten Sie dort Ausschau nach der Option XMP.

Was ist XMP?

XMP (Extreme Memory Profiles) sind von Intel vergebene Zertifizierungen für DDR3/DDR4-Speichermodule. Anders als die JEDEC-Geschwindigkeiten wie etwa DDR3-1600, DDR4-2400 oder DDR4-2666, sind die XMP-Parameter speziell für den jeweiligen Arbeitsspeicher angepasst und erlauben deshalb höhere Speichergeschwindigkeiten.

Lesetipp: CPU-Kaufberatung - AMD vs. Intel

Aktivieren Sie XMP, können Sie bis zu zwei Speicherprofile für Ihre RAM-Riegel wählen. Das läuft anschließend mit den vom Hersteller angegebenen Werten für Taktrate und Speichertimings, also mit der optimalen Leistung.

RAM-Einstellungen auf AMD-Systemen

Bei Systemen mit AMD-Prozessoren ist eine solche Profilauswahl ebenfalls möglich, nur wird das XMP-Äquivalent hier anders genannt. Beispielweise heißt es bei den AMD-Mainboards von MSI X-AMP, bei Asus DOCP (Direct Over Clock Profile) und bei Gigabyte EOCP (Extended Over Clock Profiles).

RAM-Timings überprüfen mit CPU-Z

Tipp: Das Tool CPU-Z zeigt Ihnen, ob Ihr Speicher mit den richtigen Timings läuft. Klicken Sie dazu nach der Installation auf den Reiter Memory. Unter DRAM Frequency sehen Sie dann die aktuelle Taktrate, darunter die Timings. Ist die Taktrate deutlich niedriger angegeben als sie eigentlich sein sollte, muss kein Fehler vorliegen.

© Manuel Masiero / PC Magazin

Taktrate und Speichertimings: Das Gratis-Tool CPU-Z zeigt Ihnen die aktuelle RAM-Konfiguration an.

Verteilt sich Ihr DDR3-/DDR4-Arbeitsspeicher auf mehrere Speicherbänke, läuft er im Dual-Channel-Modus. Die unter DRAM Frequency angezeigte Taktrate müssen Sie dann verdoppeln, um auf den richtigen Wert zu kommen.

Mehr lesen

PC aufrüsten

Für den Arbeitsspeicher gilt: je mehr, desto besser. Worauf Sie beim Kauf von zusätzlichem RAM achten müssen, erklärt unser Ratgeber.

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links -

Neuerscheinungen in der Übersicht -

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights -

Mehr zum Thema

7 Tipps

Was tun, wenn Windows 10 langsam startet? Unsere 7 Tipps für ein schnelleres Booten lassen das System merklich schneller hochfahren.
Unterschiede, Windows-Boot & Co.

Kein PC-Start kommt ohne sie aus: BIOS oder UEFI. Wir zeigen Ihnen, was UEFI besser macht und wie Sie es optimal nutzen.
Datenträgerbereinigung und Co.

Windows entwickelt sich mit der Zeit zu einem immer fetteren Brocken. Wir geben 7 Tipps, wie Sie unter Windows 10 Ihren Speicher bereinigen.
BIOS-Problem gelöst

Sie kommen nicht in das BIOS/UEFI Ihres Rechners? Das ist kein Problem: Mit diesem Trick starten Sie das BIOS direkt aus Windows 10 heraus.
Probleme finden und lösen

Ist mein RAM defekt? Mit der Freeware MemTest86 prüfen Sie Ihren Arbeitsspeicher auf Fehler. Wir erklären, wie Sie vorgehen müssen.