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Ryzen™ 5000 und Radeon™ RX 6000: Kein Vorbeikommen an AMD

17.12.2020 von The-Khoa Nguyen

Vor dem Start von Ryzen 5000 und Radeon RX 6000 versprach AMD eine neue Gaming-Ära – und hielt Wort. Intel und Nvidia müssen Federn lassen.

ca. 5:20 Min
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Ryzen 5000 und Radeon RX 6000: Die Erscheinungstermine
Ryzen 5000 und Radeon RX 6000 lehren die AMD-Konkurrenz seit November das Fürchten.
© AMD / Youtube

Der Herbst 2020 markierte den ersten Schritt in die oft zitierte „Next-Gen“ - die nächste Generation auf dem Hardware- und Spielemarkt. Während Intel mit seinen aktuellen CPUs den veralteten Skylake-Fertigungsprozess schon seit Jahresmitte 2020 abermals weiter reitet, kam Nvidia im September und präsentierte mit RTX30 endlich High-End-Hardware, die das Prädikat „Next-Gen“ deutlich eher verdient.

Der Konkurrent AMD legte nach und sorgte mehrfach für Überraschungen! AMD hat mit Ryzen 5000 nicht nur Intel alt, sondern mit der Radeon RX 6000 (Big Navi) auch Nvidia vor allem teuer aussehen lassen. Mit ebenbürtiger Spieleleistung in Kerndisziplinen, modernen Technologien, weniger Stromverbauch und dazu günstigeren Preisen scheint für PC-Käufer vorerst kein Weg an AMD vorbeizuführen.

Warum bei CPU, Mainboard und GPU auf AMD stürzen?

AMD hat mit der Zen-Architektur in mittlerweile dritter Generation nicht nur ausgereifte und in Gaming- und Workstations längst etablierte Rechenwerke auf den Markt gebracht. Die seit 2017 in aller Munde befindlichen Ryzen-Chips haben schon lange Kinderkrankheiten abgeschüttelt und aktuelle wie kommende Schnittstellen und Standards bereits integriert. AMD kombiniert dies mit eigenen Technologien - insbesondere im Zusammenspiel mit seinen Big-Navi-GPUs, die bei weniger Produktionsaufwand etwa für Grafikspeicher mehr Power rausholen und so ein rundes, effizientes Gesamtpaket ermöglichen.

Sowohl Intel als auch Nvidia müssen auf Features wie Smart Access Memory oder die Implementierung von PCI-Express 4.0 reagieren. Die bereits erschienenen Konsolen Playstation 5 und Xbox Series X/S machen die Notwendigkeit zwecks schnellerer Ladezeiten und performantem Spielerlebnis deutlich - die neuen Konsolen setzen übrigens auf AMD Zen 2 (Ryzen 3000) und haben RDNA2 (Radeon DNA, 2. Generation) schon an Bord.

Das weiterhin noch nicht flächendeckend etablierte Echtzeit-Raytracing wird seit langer Zeit zwar als Zukunft der Gaming-Grafik angesehen – sowohl die Konsolen als auch AMD-PCs zogen mit RDNA 2 nach. Neuheiten wie Cyberpunk 2077 zeigen für manche Spielerinnen und Spieler auf maximalen Einstellungen aber, dass sich die teils atemberaubende Technik gerne noch die eine oder andere Generation Zeit lassen könnte: Auf 4K-Auflösung ohne KI-Upscaling DLSS zeigt der fps-Zähler selbst mit einer RTX 3090 gerne Werte deutlich unter 20 Bildern pro Sekunde an – auch mit High-End-CPUs.

Dabei gilt Cyberpunk 2077 gerade einmal als das erste „Next-Gen“-Spiel – sichtbar an der enttäuschenden Performance auf PS4 und Xbox One, die schon 2013 erschienen sind. Dass Nicht-mit-Raytracing-berechnete Beleuchtung und Schatten auf maximalen Einstellungen und insbesondere mit Grafik-Mods oft gar nicht viel schlechter aussehen, wollen wir hier nicht weiter vertiefen.

Das macht Ryzen 5000 und die Radeon RX 6000 so gut!

Durchgehende 7-Nanometer-Fertigung aus einer Hand, ineinandergreifende Hardware-Features ohne nachträgliche Dritthersteller-Hürden sowie ein schon seit Zen 2 und RDNA zukunftsorientierter Fokus mit PCI-Express 4.0: Das Feature-Set von Ryzen 5000, den zugehörigen Chipsätzen und den passenden GPUs in Verbindung mit günstigen und beliebten Lösungen wie AMD FreeSync stricken ein tolles Gesamtpaket. FreeSync-Monitore sorgen für ruhigere Bilder, weniger Tearing und somit für ein flüssigeres Spielerlebnis, ohne Geräte-Preise wie bei der Konkurrenz steigen zu lassen.

Anstatt dass Nutzerinnern und Nutzer – wie bislang oft üblich - zu fragmentierten PC-Zusammenstellungen von unterschiedlichen Hardware-Firmen greifen, bekommen sie bei AMD nun aufeinander abgestimmte Kernkomponenten, die sowohl Anwendenden als auch Software-EntwicklerInnen potenziell weniger Ärger und Herstellern eine einheitliche Basis ermöglichen. Das bedeutet, dass die Konkurrenz weitere Gründe erhält, nicht schlafen zu dürfen. Nebenbei erlaubt dies auch Spekulationen mit Blick auf den Konsolenmarkt, bei dem einheitliche Hardware oft deutlich besser optimierte Software hervorbringen kann.

Ryzen 5000, 500er-Chipsatz und Radeon RX 6000.
Kombis aus Ryzen 5000, 500er-Chipsatz und Radeon RX 6000 ermöglichen AMD-PCs einen bislang nie dagewesenen Leistungssprung.
© AMD

Was bringen AMD Smart Access Memory, Fidelity FX und PCI-Express 4.0?

AMD Smart Access Memory (SAM) optimiert den Datenfluss zwischen CPU über den Chipsatz bis hin zum Grafikkartenspeicher und zurück. Verschiedene Stationen, die via PCI-Express-Leitungen auf dem Mainboard angesteuert werden, können für Flaschenhälse sorgen, die Spielenden unnötig Leistung entziehen. Smart Access Memory ermöglicht, die Bandbreite intelligenter und gleichzeitig effektiver zu nutzen. Je nach Spiel und Auflösung kann alleine dieses Bandbreiten-Feature über 10 Prozent mehr Performance rausholen.

Voraussetzung ist ein AMD-Chipsatz der 500er-Serie sowie natürlich Ryzen 5000 und Radeon RX 6000. Das Mainboard-Bios muss „AMD AGESA 1.1.0.0“-kompatibel und der aktuelle Radeon-Treiber natürlich installiert sein. Im Bios prüfen Sie dies mit den Einstellungen „Above 4G Decoding“ und „Re-Size BAR Support“, die natürlich aktiviert sein müssen.

Ryzen 5000
Zen 3 ist die Architektur hinter Ryzen 5000. Die nicht ganz so kleinen Mikroprozessoren bieten dafür die passende High-End-Leistung.
© AMD

Der Übertragungsweg via PCI-Express-Leitungen darf dafür nicht veraltet sein. Schon seit Ryzen 3000 und Radeon RX 5000 setzt AMD auf PCI-Express 4.0. Damit übersteigen SSD-Transferraten deutlich die 4-Gigabyte-pro-Sekunden-Marke auf bis zu 7 GB/s, auch die Zugriffe pro Sekunde lassen sich je nach gewähltem Flash-Speicher auf bis zu 1 Million IOPS (input/output-operations per second) steigern. Der Vorgänger PCI-Express 3.0 hat in der Praxis maximal die halbe Bandbreite. Die Zugriffszahlen mit PCI-Express-3.0-SSDs bewegen sich im „niedrigeren“ Bereich rund um 100.000 IOPS. Die seit fast zehn Jahren überzeugende SSD-Technologie macht auf dem Papier also einen deutlichen Sprung nach vorne. Die Software – natürlich auch Spiele – wird folgen. Eine Vorschau erlauben PS5 und die Xbox Series X/S. Das gibt AMDs Konkurrenz für den PC-Bereich immerhin noch ein bisschen Zeit.

Mit FidelityFX stellt AMD Spieleentwicklern ein Tool-Set (open-source) bereit, das die Features der "Radeon RX 6000"-GPU optimal zur Verbesserung der Bildqualität einsetzt, ohne die GPU merklich zu verlangsamen. Schon seit RDNA der ersten Generation profitieren Bildschärfe, beleuchtete Objekte, Reflexionen, Bildrauschen und das Rendering selbst von dem Set, das die Rechenleistung der GPU geringer belastet als konventionelle Lösungen. Gerade HDR-Inhalte können somit - vor allem mit AMD FreeSync Premium Pro - voll zur Geltung kommen. Zu den Partnern gehören namenhafte Schmieden wie Activision, Blizzard, Codemasters, Quantic Dream oder Ubisoft und Unity.

Radeon RX 6000 oder Geforce RTX 30?

In unabhängigen Tests mit Spielen ohne Echtzeit-Raytracing und DLSS hat AMD mit der RX 6000 seinem Konkurrenten Nvidia einen ernstzunehmenden High-End-Gegner in den Ring gestellt. Nicht zuletzt die enge Verwandtschaft zur aktuellen Konsolen-Hardware verschafft AMD dabei einen Vorteil. Dass beispielsweise statt teurem und aufwändig zu produzierendem GDDR6X-Speicher GDDR6-Chips Verwendung finden, können SAM und reine PCI-Express-4.0-Setups auffangen. Nebeneffekt ist unter anderem, dass die Preisschraube sich nicht unnötig weiterdrehen muss – natürlich aktuell nur im Hinblick auf die UVP-Beträge.

Raddeon RX 6000
Mit der Radeon RX 6000 gibt es eine AMD-High-End-Grafikkarte, die dem Namen gerecht wird.
© AMD

Wer die Architektur seines AMD Ryzen 5000 ausreizen möchte, setzt idealerweise auf die passende, aktuelle GPU des gleichen Herstellers. Auch wenn AMD Echtzeit-Raytracing erstmals integriert hat, ist der Support für Spiele und Anwendungen vollumfänglich vorhanden - an einer DLSS-Alternative wird gearbeitet. Bereits implementierte Features wie Variable Rate Shading, Mesh Shaders sowie AMD-eigene Bildverbesserer wie FidelityFX und der parallel zu SAM greifende Infinity Cache im Grafikchip sorgen für weitere Boosts für die neuen AMD-Grafikkarten.

Fazit

Nutzende sollten überlegen, ob Intel vor der 11. CPU-Generation (voraussichtlich ab Frühjahr 2021) und Nvidias RTX30 mit weiterhin sehr forderndem RTX-Feature und brachliegenden Ryzen-5000-Features das Optimum für sie sind.

AMD hat vor allem mit Ryzen 5000 an der Leistung geschraubt und ermöglicht mit der „Radeon RX 6000“-Serie herstellertypisch günstigere GPU-Preise. Auch der gemessen an der Leistung niedrigere Stromverbrauch ist bemerkenswert - ein Novum bei High-End-Grafikkarten von AMD. Mehr zu den AMD-GPUs und CPUs halten die nachfolgend verlinkten Ratgeber für Sie parat.

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