Digitale Fotografie - Test & Praxis
Ratgeber

PTLens - Photoshop Plug-in

PTLens kann ohne größeren Schärfeverlust automatisch Verzeichnung korrigieren. Es entfernt kompliziertere Verzeichnungen als Photoshops Korrekturfilter, der nur eine Einstellung bietet, die nicht die Art der Verzeichnung berücksichtigt. Bei der Vignettierung muss man selbst eingreifen, unter Umständen kann PTLens das Rauschen in den Bildecken verstärken. In seltenen Fällen reduziert die Korrektur die Dynamik des Bildes - dies ist aber ein prinzipbedingter Nachteil einer Softwarelösung für solche Probleme. Die Korrektur für sphärische chromatische Aberrationen (Farbsäume) arbeitet präzise, hierbei ist aber die Vorschau nicht sonderlich schnell.

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PTLens - Photoshop Plug-in

Jedes Objektiv ist ein Kompromiss bezüglich Bildqualität, Preis, Gewicht, Größe, Lichtstärke und Zoombereich. Alles zugleich kann kein Optikrechner realisieren. Abbildungsfehler sind in der Digitalfotografie jedoch ein geringeres Problem als in der konventionellen - viele lassen sich am Rechner gut korrigieren, wenn man die richtigen Werkzeuge hat. Die Korrekturfilter diverser Bildbearbeitungsprogramme arbeiten jedoch nicht sehr präzise. Zugleich sind die meisten speziellen Softwarepakete teuer und unübersichtlich. Für viele Anwender dürfte eine einfache Lösung völlig ausreichen wie das hier vorgestellte Programm PTLens.

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Die Oberfläche von PTLens wirkt auf den ersten Blick etwas unaufgeräumt, ist aber brauchbar.

Es basiert auf den mächtigen, aber unkomfortablen Panoramatools und stellt zur Korrektur von Abbildungsfehlern eine einfache grafische Oberfläche mit Voreinstellungen für viele Objektive zur Verfügung. Neben der Standalone-Version gibt es ein Photoshop-Plugin, das auch 16-Bit-Bilder bearbeitet. Die Korrektur von Verzeichnungen erfolgt automatisch, sofern EXIF-Informationen im Bild enthalten sind, ansonsten muss man Kamera und Objektiv aus einer Liste auswählen. In jedem Fall nutzt PTLens eine umfangreiche Datenbank und verknüpft die Objektiveigenschaften mit denen des eingesetzten Sensors. Vignettierungen und Farbsäume müssen hingegen manuell korrigiert werden. Die Größe der Objektivdatenbank ist für den Preis beachtlich, gerade wenn man bedenkt, dass man bei der Konkurrenz teilweise für verschiedene Kameras oder gar jedes Objektiv extra bezahlen soll.

Grundsätzlich kann man der Datenbank weitere Objektive hinzufügen. Allerdings ist es nicht ganz einfach, die für die Korrektur notwendigen Parameter mittels Testbild zu ermitteln.Durch die EXIF-Informationen und die Datenbank ist eine Stapelverarbeitung vieler Bilder möglich. Die Resultate stehen denen von vergleichbarer Software in nichts nach oder fallen durch die soliden Interpolationsalgorithmen der Panoramatools besser aus. Die Oberfläche könnte klarer strukturiert sein, ist jedoch zweckmäßig. Für die meisten Bilder genügen nach kurzer Eingewöhnung einige wenige Handgriffe, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

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Photoshop CS2 kann die Verzeichnung in Teilen des Bildes korrigieren, sie in anderen aber unter Umständen verschlimmern, da die Verzeichnungskorrektur im Gegensatz zu PTLens nicht objektivspezifisch arbeitet.

Wenn es dann zum fertigen Bild geht, zeigt sich eine Schwachstelle: PTLens ist nicht gerade schnell. Insgesamt ist dies wenig überraschend, wenn man bedenkt das es auf Panoramatools basiert. Allerdings lässt sich auch mit großen Dateien noch halbwegs flüssig arbeiten, auf das korrigierte Bild muss man allerdings auf langsameren Rechnern länger warten. Die Monitorauflösung sollte mindestens 1024*768 betragen.

Darüber hinaus gibt es kleine Macken, die auf die "Freeware-Vergangenheit" des Programms hindeuten: So wird die Vorschau für die Korrektur von Farbsäumen offensichtlich nur für den kleinen vergrößerten Ausschnitt berechnet; bei starken Verschiebungen können dann Kanten erscheinen. Ärgerlich ist ferner, dass die Korrekturparameter für Farbsäume und Vignettierung nicht in der Datenbank hinterlegt werden. PTLens kostet 10 US-Dollar, und alle zukünftigen Updates sollen in diesem Preis enthalten sein.

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Original: An einem gleichmäßigen Muster zeigen sich Verzeichnung und Vignettierung auch bei besserem Objektiv oft deutlicher.

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PTLens: Im Testbild sichtbare Fehler sind gut korrigiert, auch Farbsäume sind im Vergleich zum Original gemildert.

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Photoshop CS2: Auch Photoshop liefert ein brauchbares Ergebnis, das aber in allen Belangen etwas schlechter ist als bei PTLens.

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