Rasen ohne Reue

Project Torque

Project Torque

Spoilerverzierte Großserienwagen und eine Tuning-Szene samt Lack, Leder und flotten Mädchen. Kein anderes Rennspiel-Szenario schwang sich in den letzten Jahren zu einer dermaßenen Popularität auf wie das sogenannte Street Racing. Auch das reine Multiplayer-Online-Rennspiel Project Torque bewegt sich zumindest teilweise in diesem Milieu. Allerdings blüht es seit seinem Launch vor einigen Monaten eher im Verborgenen, der bekanntheitsgrad hält sich in Grenzen. Dabei steht hinter dem Arcaderacer ein professioneller Entwickler: Das ungarische Team Invictus Games ist ein echter Rennspielspezialist und konnte bislang vor allem mit Insane von sich reden machen.

© Aeria Games

Wir rasen durch die liebliche englische Pampa - bei der Grafik kann es Project Torque mit Vollpreis-Titeln aufnehmen.

Das konservative Grundkonzept kippt einen zunächst nicht aus den Latschen: Mit einem bescheidenen Kompaktwagen, der gerade mal so 190 Sachen schafft, stürzen Sie sich in Online-Rennen gegen bis zu sieben menschliche Konkurrenten. Das passiert anfangs vor allem im "Versus Amateur"-Modus - herkömmliche Rundenrennen, bei denen Sie noch nicht mit den Gegnern kollidieren können. Für herausgefahrene Platzierungen, aber auch Durchhaltewillen (ungeduldige Rennabbrecher gehen leer aus) und saubere Fahrweise kassieren Sie Punkte. Die haben - erfahrene Rennspieler ahnen es bereits - hauptsächlich zweierlei Nutzen: Zum einen kaufen Sie damit Upgrades und Tuningteile für Ihre lahme Kiste oder individualisieren sie mit allerlei Plastikanbauzierrat und dicken "Boah ey!"-Felgen. Zum anderen klettern Sie dadurch langsam ein umfangreiches Levelsystem hoch. Das dient nicht nur der Einschätzung anderer Fahrer, sondern schaltet auch nach und nach zusätzliche Inhalte wie Strecken, Fahrzeugteile und Spielmodi frei.

© Aeria Games

Im Shop werden die eingefahrenen Punkte in Leistungsteile und schicke Styling-Accessoires investiert.

Auch wenn Project Torque in vielen Bereichen nicht ganz mit aktueller Vollpreis-Titeln mithalten kann: Für Freeware sind sowohl Qualität als auch Quantität auf einem verblüffend hohen Niveau. Dementsprechend gut gefüllt sind auch die Server. Das größte Manko ist der insgesamt zähe Ablauf. Bis man in einem vernünftigen Rennen landet, vergeht so seine Zeit, bis alles fertig geladen ist, noch viel mehr. Und auch für das langwierig ausgelegte Punktesammeln ist ordentlich Sitzfleisch angesagt. Das war aber wohl ein Kalkül der Entwickler, denn Ungeduldige können sich für echtes Geld eine zweite Sorte an Credits kaufen, die deutlich mehr wert ist als die mühsam in den Rennen zusammengeklaubten.

Insgesamt ist Project Torque dennoch sehr empfehlenswert. Durch die Kostenfreiheit entfällt vor allem der oft nervige Zwang, seinen Bezahlaccount unbedingt nutzen zu müssen. Hier spielen Sie einfach nur dann, wenn Sie auch wirklich Lust dazu haben.

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