Anleitung zur richtigen Retusche

Größere Objekte entfernen

27.3.2017 von Heico Neumeyer

ca. 1:25 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Photoshop: So entfernen Sie störende Objekte aus Fotos
  2. Retusche-Werkzeuge richtig nutzen
  3. Sensorflecken und Co. entfernen
  4. Größere Objekte entfernen
  5. Retusche mit Ebenen
  6. Automatische Retusche mit "Fläche füllen"
  7. Objektivfehler korrigieren

Sind in Ihrer Aufnahme größere und längliche Störungen wie ein Hund am Strand oder ein Strommast sichtbar? Dann zeigen Sie dem Programm gezielt an, welche Bildstreifen Sie über den Fehler kopieren wollen, und der Reparatur-Pinsel erledigt den Rest. Harte Übergänge zwischen Retusche und Originalaufnahme gleichen Photoshop & Co. automatisch aus. So geht's in den verschiedenen Photoshop-Ausgaben:

1. Klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste einmal in eine Bildstelle, die den Fehler überdecken soll. Damit definieren Sie die Kopierquelle. Dabei sehen Sie ein Fadenkreuz.

Größere Fehler
Mit dem Reparatur-Pinsel definieren Sie zunächst den Kopierursprung, dann entfernen Sie die störende Bildstelle.
© Getty / Lucas Klamert / Heico Neumeyer

2. Übermalen Sie die Störung. Das Programm kopiert jetzt Pixel aus dem Bereich über die Störung, den Sie in Schritt 1 bei gedrückter Alt-Taste angeklickt haben. Diese Region wird durch ein Kreuz angezeigt. Erhalten Sie unpassende Ergebnisse, klicken Sie eine andere Stelle bei gedrückter Alt-Taste an. Sehen Sie weitere Fehler oder auffällige Wiederholung, retuschieren Sie dort erneut. Statt dem Reparatur-Pinsel können Sie auch den Bereichsreparatur-Pinsel nehmen. Damit ziehen Sie ohne vorherigen Alt-Klick über den Fehler.

Sie haben allerdings weniger Kontrolle über das Ergebnis, es funktioniert am besten in sehr einheitlichem Umfeld. Ziehen Sie über längliche Störungen wie Strommasten mit einer einzigen Bewegung, ohne die Maustaste zwischendurch loszulassen. Soll eine Stromleitung oder ein Zaunpfahl verschwinden, klicken Sie zuerst auf den Anfang des Objekts und dann bei gedrückter Umschalt-Taste auf das Ende - das Werkzeug zieht eine gerade Spur zwischen den beiden Punkten. Tipp: In sehr unruhigen, detailreichen Bildern versagt die Retusche-Automatik - die Korrektur wirkt zu auffällig.

Dann verwenden Sie statt des Reparatur-Pinsels den Kopierstempel. Sie definieren wieder zuerst einen Ursprung mit gedrückter Alt-Taste und ziehen dann über den Fehler. Der Stempel kopiert die Pixel stets 1:1, nichts wird automatisch angeglichen. So lässt sich die Retusche besser planen, benachbarte Strukturen erscheinen nicht ungewollt über der Störung. Auch unmittelbar am Bildrand oder am Rand von markanten Objekten eignet sich der Kopierstempel am besten.

Lightroom und der Photoshop-RAW-Dialog bieten Vergleichbares: Stellen Sie das Werkzeug Bereichsreparatur von "Reparieren" auf "Kopierstempel" um.

Lesetipp

Photoshop: 10 besten Tutorials

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