Rettung vom Stick

Datenrettung und Backup

27.10.2011 von Jan Kaden

ca. 4:05 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Bootfähige USB-Sticks mit Rettungs-Tools bestücken
  2. Datenrettung und Backup
  3. Windows-PE-USB-Stick

Datenrettung mit Photorec

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Über dieses Menü können Sie eigene Dateien und eigene Programme in das spätere Windows-PE-System integrieren.
© Hersteller/Archiv

Als zweites Beispiel retten wir versehentlich gelöschte Daten mit PhotoRec, ebenfalls von der Ultimate Boot CD. Im Startmenü der Ultimate Boot CD gehen Sie zunächst zum Menü HDD/Data Recovery und wählen hier den Punkt PhotoRec V6.12. Sie sehen das Konfigurationsmenü von PartedMagic, eine Distribution, die unter anderem PhotoRec enthält.

Wenn Sie mehr als 312 MByte Systemspeicher (RAM) haben, wählen Sie den zweiten Menüpunkt von oben (Language) mit Eingabe und setzen die Sprache auf German.

Nach dem Start von PartedMagic öffnen Sie mit Strg-Esc oder mit der Maus das Startmenü und wählen System Tools/PhotoRec. Als nächstes sehen Sie ein Menü, mit dem Sie die Festplatte wählen, auf der die gelöschten Daten liegen. Das System ist hier dasselbe wie bei Offline NT Password & Registry Editor. Im Zweifel können Sie die richtige Partition an der Größe erkennen.

Im nächsten Schritt sagen Sie PhotoRec, von welchem Typ die Partitionstabelle Ihres Rechners ist. Wählen Sie hier im Zweifel Intel. Das sollte in den meisten Fällen richtig sein. Als nächstes bestimmen Sie die Partition für die Datenrettung.

Wenn Sie genau wissen, welche Datei Sie retten wollen, navigieren Sie den Cursor auf FileOpt und wählen den Punkt mit Eingabe. Löschen Sie hier mit s alle gewählten Dateitypen und markieren Sie mit Hilfe der Leertaste nur die Typen, die Sie retten wollen. Bestätigen Sie mit b und drücken Sie danach so oft Eingabe bis Sie wieder bei der Partitionsauswahl sind.

Mit Search starten Sie jetzt die Dateiwiederherstellung. Dafür geben Sie im nächsten Menü das verwendete Dateisystem an. Im Fall von Windows 7 ist das Other, also NTFS. Im folgenden Menü wählen Sie Whole, um die gesamte Partition auf gelöschte Dateien zu untersuchen. Jetzt geben Sie lediglich noch ein Verzeichnis an, in das die gefundenen Dateien kopiert werden.

Haben Sie das Verzeichnis mit C bestätigt, startet der Suchvorgang. Wenn PhotoRec die Suche abgeschlossen hat, wählen Sie solange Quit, bis das Programm geschlossen wird.

Mit dem File Manager auf dem Desktop von Parted Magic suchen Sie jetzt das Verzeichnis, in das Sie die gefundenen Dateien kopiert haben und verschieben diese Dateien auf ein Rettungsmedium oder in einen Ordner Ihres Windows-Betriebssystems.

System sichern und wiederherstellen

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Clonezilla ist ein kostenloses Programm, mit dem Sie Abbilder (Images) von ganzen Festplatten oder einzelnen Partitionen herstellen und im Notfall zurückkopieren.
© Hersteller/Archiv

Mit Clonezilla legen wir ein Abbild einer Systempartition an, das Sie im Notfall wieder zurückkopieren. Damit bekommen Sie auch bei einem Totalausfall immer ein funktionierendes System zurück.

Das Clonezilla-Image kopieren Sie auf ein externes Speichermedium, je nach Größe auf eine externe Festplatte oder, falls Sie noch Platz haben, auf Ihren USB-Stick. Verbinden Sie dieses Speichermedium mit dem PC, bevor Sie Clonezilla starten.

Tipp: Sollte das auf Linux basierende Clonezilla Live diverse Probleme bei der Hardwareerkennung haben, probieren Sie einfach das Clonezilla aus, das mit Parted Magic mitgeliefert wird - PartedMagic verwendet einen anderen Linux-Kern und kann unter Umständen dadurch kompatibler als das "Original" sein.

Nach dem Start wählen Sie die Standardoption Clonezilla Live (Default Settings, VGA 800x600). Jetzt bootet Linux und nach einiger Zeit werden Sie nach der Tastatur gefragt, die Sie verwenden wollen. Wählen Sie zunächst en_US.UTF-8 English, dann Select keyboard from arch list/qwertz/German/Standard/latin1-no dead keys.

Jetzt ist Clonezilla bereit zu arbeiten und im nächsten Menü können Sie Start Clonezilla wählen. Da wir keine ganzen Festplatten, sondern nur eine einzige Partition sichern, wählen sie danach device image work with disks or partitions ... Unsere Sicherung wird auf einem externen Speichermedium landen, weshalb Sie im nächsten Menü die Option local_dev ... benutzen.

Jetzt ist die letzte Chance, das externe Speichermedium anzuschließen. Da wir das schon erledigt haben, drücken wir einfach die Eingabe-Taste.

Prompt zeigt Ihnen Clonezilla eine Auswahlliste mit möglichen Geräten, auf die man das Image sichern kann. Hier wählen Sie Ihr Speichermedium. Als Verzeichnis nehmen Sie einfach das von der Software vorgeschlagene Top_directory. Wir fahren danach mit dem Expert mode fort, da er einige wichtige Optionen liefert. Zunächst verzweigen wir zur Option saveparts, denn wir sichern nur eine einzelne Partition.

Tippen Sie im nächsten Dialog den gewünschten Namen der Sicherung ein. Dann zeigt Ihnen Clonezilla alle möglichen Partitionen an - Sie wählen die Windows-Systempartition.

Wenn Sie Ihr Windows auf einer NTFS-Partition installiert haben, ist im nächsten Schritt -q Priority: ntfsclone... die richtige Wahl. Sonst nehmen Sie Priority: partimage. Im folgenden Menü reichen die Standardvorgaben.

Steuern Sie nur den Cursor mit den Pfeiltasten auf den Punkt Remove page and hibernation files ... und aktivieren Sie ihn mit der Leertaste. Jetzt geben Sie das Format an, in dem Ihr Image gespeichert sein soll. Wenn Speicherplatz kein Problem ist, nehmen Sie -z0 No compression..., sonst -z1 gzip compression.

Aus Kompatibilitätsgründen begrenzen wir die Größe der einzelnen Image-Teile auf 2 GByte und übernehmen im nächsten Menü die Vorgabe von 2000.

Die weiteren Optionen sind Yes, check the saved image/-p poweroff ...

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Wählen Sie diese Option, um das fertige Windows-PE-System auf einen USB-Stick zu verpflanzen. Bei der Formatierung und Installation des Bootmanagers hilft Winbuilder.
© Hersteller/Archiv

Zum Zurückkopieren des Images gehen Sie genauso vor, nur dass Sie statt saveparts restoreparts wählen. Nun bestimmen Sie das wiederherzustellende Image und die Zielpartition. Bei den Optionen übernehmen Sie die Vorgaben und deaktivieren nur für alle Fälle Reinstall Grub in Client Disk MBR ...

Wichtig! Im nächsten Menü benutzen Sie die Option -k Do NOT create a partition table on the target disk.

Eine Partitionstabelle müssen Sie nur anlegen, wenn sich noch gar keine Daten, sondern nur leere Partitionen auf der Zielfestplatte befinden. Als letztes wählen Sie erneut -p poweroff ... und Ihr Image wird zurückkopiert.

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