Smart-Home-Lampen auf einen Blick

Philips Hue: Kaufberatung für die smarten Leuchten

8.11.2021 von Tim Kaufmann

Philips Hue bietet vielfältige Leuchten und Leuchtmittel, um Ihr Zuhause in ein modernes Smart Home zu verwandeln. Wir geben einen Überblick über Lösungen zum Einbauen und Nachrüsten.

ca. 5:05 Min
Ratgeber
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  1. Philips Hue: Kaufberatung für die smarten Leuchten
  2. Philips Hue für Gaming, Heimkino, Musik und Co.
Mann und Frau sitzen bei Philips Hue Beleuchtung gemeinsam auf der Couch
Philips Hue ist zwar vor allem für farbenfrohe Beleuchtung bekannt, doch auch dezente Lichteffekte und weißes Licht in verschiedenen Farbtemperaturen sind damit möglich.
© Signify

Philips Hue ist der Markenname für die von der Firma Signify hergestellten smarten Leuchten, Lampen und Zubehör. Bekannt sind die Geräte vor allem für ihre farbenprächtige Beleuchtung und dafür, dass sich das Licht vom Handy aus steuern lässt. Die zugehörige App ist für Android und für iOS kostenlos erhältlich.

Auf den Markt gekommen ist Hue bereits 2012. Über die Jahre hat Signify das Produktangebot immer weiter ausgebaut. Es umfasst heute nicht nur Leuchtmittel, sondern auch komplette Leuchten sowie Funkschalter, Bewegungssensoren und schaltbare Steckdosen. Ganz neu im Programm sind die Geräte mit dem Begriff "Gradient" im Produktnamen. Sie sind nicht mehr auf eine einzige Lichtfarbe beschränkt, sondern können sogar Farbverläufe darstellen. Vor allem bei Lichtschläuchen und -röhren, d.h. länglichen Leuchten, ist das interessant.

Philips Hue - So hell sind die smarten Leuchten

Immer weiter gesteigert hat Signify die maximale Helligkeit der Geräte. Dadurch ist aus der früheren "Ambientebeleuchtung" ein System gewachsen, mit dem Sie von der Arbeitsfläche bis zur Ecke hinter dem Ofen alles beleuchten können, das Licht bedarf.

Angegeben wird die maximale Helligkeit in Lumen (kurz "lm"). Aktuelle Leuchtmittel spezifiziert Signify mit 800, 1.100 und 1.600 lm. Das entspricht grob klassischen Glühbirnen mit 60, 75 beziehungsweise 100 Watt. Der Verbrauch liegt mit 6,5, 11 beziehungsweise 15 Watt Strom aber deutlich darunter. Beachten Sie, dass die Hues die maximale Helligkeit nicht konstant abrufen. Stellen Sie zum Beispiel einen warmweißen Lichtton von 2700 Kelvin ein, dann sinkt die maximale Helligkeit um 25 Prozent. Deshalb empfehlen wir im Zweifelsfall immer den Griff zum leistungsfähigeren Modell.

Zum Verständnis: Leuchten, Leuchtmittel und Lampen

Umgangssprachlich bezeichnen Lampen und Leuchten dasselbe, nämlich ein Gerät das Licht abgibt. Wir wollen das hier etwas präziser angehen:

  • Die "Leuchte" ist das komplette Gerät.
  • Als "Leuchtmittel" oder "Lampe" bezeichnen wir das Bauteil der Leuchte, welches das Licht abgibt.
 Produktfoto der Philips Hue Bridge
Mit Hilfe der Hue Bridge steuern und automatisieren Sie Ihre Hue-Installation.
© Signify

Philips Hue - Steuerung per Bridge oder Bluetooth

Steuerung mit Bridge

Klassischerweise steuert man die Hue Lampen über die zugehörige Bridge. Sie erhält die Befehle vom Smartphone per WLAN und gibt sie über das Zigbee-Funkprotokoll an die Hues weiter. Dabei fungiert jede Lampe/Leuchte als Verstärker, der das Signal an andere Geräte weitergibt. So erreicht es auch entlegene Ecken des Gebäudes, die das WLAN vielleicht nicht abdeckt.

Eine Bridge versorgt bis zu 50 Hue-Geräte. In der Bridge können Sie auch Routinen speichern, die das Gerät selbstständig ausführt. Dann schaltet die Bridge zum Beispiel das Hue-Außenlicht automatisch an, wenn der Hue-Bewegungssensor Bewegung und der Hue-Helligkeitssensor Dunkelheit meldet. Die Bridge ist auch die Voraussetzung für die Integration von Philips Hue in die weit verbreiteten Smarthome-Systeme von Amazon (Alexa), Apple (Homekit) und Google (Home).

 Produktfoto des Philips Hue Starter Sets
In Form von Starter Sets erhalten Sie Hue-Produkte zu einem günstigeren Preis.
© Signify

Steuerung mit Bluetooth

In der jüngeren Vergangenheit hat Signify Hue-Geräte auf den Markt gebracht, die Sie nicht nur per Bridge, sondern auch per Bluetooth steuern können. Dieses Funkprotokoll unterstützt jedes Handy - die Bridge kann dadurch theoretisch entfallen.

Empfehlen können wir das nicht: Die Schaltzeiten per Bluetooth sind nach unserer Erfahrung deutlich länger als per Zigbee, die Reichweite beschränkt sich auf den Raum, in dem Sie sich gerade aufhalten und die Zahl der steuerbaren Geräte sinkt von 50 auf 10. Außerdem können Sie Ihre Hues nicht von unterwegs schalten und Funktionen wie die Routinen entfallen ebenfalls. Aus unserer Sicht eignet sich die Bluetooth-Steuerung nur für Tests.

Besser Sie kaufen eines der in vielen Varianten erhältlichen Starter Sets. Das sind Produktpakete aus Bridge und anderen Hue-Geräten, die Signify vergünstigt anbietet.

Hinweis: Auf dem Gebrauchtmarkt finden Sie Hue Bridges nicht so häufig und wenn, dann handelt es sich häufig um veraltete Hardware. Achten Sie darauf, dass Sie ein Gerät mindestens der Version 2.0 oder 2.1 erwerben, falls Sie sich für diesen Weg entscheiden.

Alte Leuchten smart nachrüsten mit Philips Hue

Mit den Leuchtmitteln aus der Philips Hue Serie machen Sie aus jeder Leuchte im Handumdrehen eine smarte Leuchte. So können Sie aber nicht nur vorhandene Geräte nachrüsten. Sie sind auch viel flexibler beim Umdekorieren der Wohnung, weil Ihnen neben den Hue-Leuchten auch viele andere Leuchten zur Auswahl stehen.

Die einzige Einschränkung: Ihre neue Leuchte muss einen der drei Sockel E14, E27 oder GU10 unterstützen, denn nur für diese sind bislang Hues erhältlich.

 Philips Hue Produkte mit verschiedenen Sockeln
Die Philips Leuchtmittel erhalten Sie mit den Sockeln E14, E27 und GU10, in unterschiedlichen Formen, mit verschiedenen Weißtönen und Farben.
© Signify

Philips Hue: Produktserien im Vergleich

Signify hat ihr Leuchtmittelangebot in drei Serien unterteilt. Nur die Lampen der teuersten Serie bieten auch das Farbspiel, mit dem Hue bekannt geworden ist:

  • Philips Hue White: Diese Lampen geben ausschließlich warmweißes Licht ab (Farbtemperatur: 2.700 Kelvin). Sie lassen sich vom Handy aus ein- und ausschalten. Auch dimmbar sind die Lampen, aber nach unserem Eindruck leuchten sie auch auf der untersten Helligkeitsstufe stärker als die Leuchtmittel der beiden nachfolgend beschriebenen Serien. Dafür entschädigen sie ein Stück weit mit ihrem niedrigen Preis.
  • Philips Hue White Ambiance: Bei diesen mittelpreisigen Leuchtmitteln können Sie die Farbtemperatur im Bereich von 2.200 Kelvin bis 6.500 Kelvin einstellen. So können Sie wählen zwischen stark bläulichem, erfrischendem Licht für den Tag und gemütlichem, warmem Licht am Abend. Die änderbaren Farbtemperaturen können Sie auch nutzen, um am Morgen einen Sonnenaufgang im Schlafzimmer zu simulieren. Dabei senkt die Hue Bridge die Farbtemperatur automatisch mit fortschreitender Zeit. Natürlich funktioniert das auch Abends in die Gegenrichtung.
  • Philips Hue White and Color Ambiance: Das ist die teuerste der drei Serien. Die zugehörigen Lampen bieten dieselbe Auswahl an Weißtönen wie Hue White Ambiance und stellen zusätzlich noch 16 Millionen Farben zur Auswahl. Klar dass White and Color Ambiance die Voraussetzung ist, wenn Sie nach Lampen suchen, die ihre Farben im Takt der Musik ändern oder passend zum Film, der gerade auf dem Display läuft.

Philips Hue Leuchtmittel kaufen bei Amazon:

Philips Hue: Stromverbrauch im Standby hält sich in Grenzen

Einen großen Unterschied gibt es beim Schalten einer Leuchte mit konventionellem Leuchtmittel und Philips Hue. Die smarte Leuchte benötigt Dauerstrom, damit sie sich per Smartphone schalten lässt. Wirklich "aus" sind die Leuchten nie. Sie wechseln zwischen "An" und "Standby". Ein eventuell zur Leuchte gehörender Wandschalter bleibt deshalb nach dem Wechsel zur smarten Beleuchtung immer in der "Ein"-Stellung.

Überlegen Sie, den Schalter zu überkleben oder ihn mit einer Blindabdeckung zu überbauen. Dann gewöhnt man sich selbst (und auch die Mitbewohner) schneller um. Ansonsten ist der Ärger groß, wenn man sich gerade gemütlich auf der Couch niedergelassen hat und feststellt, dass man noch mal aufstehen muss, weil wieder jemand die Hue-Lampe per Lichtschalter außer Gefecht gesetzt hat.

Hinsichtlich ihres Standby-Verbrauchts sind die Hue-Lampen erträglich. Nach unseren Messungen liegt er bei etwa 0,5 Watt. Das entspricht gut 4 kWh pro Jahr und damit Stromkosten von etwa 1,20 €.

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