Eigenbau

PC-Konfigurationen: Einsteiger, Mittelklasse und Gaming

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Kompakter Einsteiger-PC

Für die Steuererklärung oder als kleiner Server kann auch ein Mini-PC ausreichen, der wenig Platz verbraucht. Nahezu betriebsfertige Komplettsysteme wie Intels Mini-PCs aus der NUC-Serie verkaufen sich wie warme Semmeln. Hier müssen Sie nur noch Arbeitsspeicher und Laufwerk einbauen, was schnell geht und sehr einfach ist. Allerdings sind sie teurer und die CPU lässt sich nachträglich nicht mehr tauschen.

Insofern hat unser eigener Mini-PC für knapp über 300 Euro seine Existenzberechtigung. Dank des zugrundeliegenden Mini-STX-Standards können Sie einzelne Komponenten modernisieren, andere wie zum Beispiel das Gehäuse aber weiterverwenden. Die Montage ist aufgrund des begrenzten Platzangebots etwas fummelig, aber an die Innereien des Mini-PCs müssen Sie ja nur selten heran.

Als Grundlage haben wir uns für ASRocks DeskMini 310 Series entschieden. Hier erhalten Sie ein 15 x 15 x 8 cm großes Gehäuse, in dem bereits eine Hauptplatine von ASRock steckt, die H310M-STX. Sie basiert auf dem Intel-Chipsatz H310 und unterstützt aktuelle Intel Core-Prozessoren der achten Generation. Dank HDMI- und DisplayPort-Anschluss können Sie sogar zwei Displays anschließen und selbst ein SD-Karten-Leser hat seinen Platz gefunden.

Mager ist nur die Zahl der USB-Anschlüsse an der Rückseite (1 x USB 2.0 Typ-A, 1 x USB 3.1 Gen1 Typ-A). Dafür spart der DeskMini Geld, denn er verdaut Intels Standard-CPU-Lüfter, den Intel mit den Boxed CPUS ausliefert. Als CPU empfehlen wir Intels Pentium Gold G5400 (Dual-Core mit 3,7 GHz). Das Modell ist zwar schon im Frühjahr 2018 in den Handel gekommen, reicht für Büroarbeit und Internet aber immer noch völlig aus und ist zum Kampfpreis von 60 Euro erhältlich. Ein paar Euro sparen können Sie mit dem Griff zum schwächeren Intel Celeron G4930.

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Desktop-Prozessoren

Welche Desktop-CPU erfüllt Ihre Anforderungen ideal? Antworten liefert unsere CPU-Kaufberatung 2020 in allen wichtigen Preis- und Leistungskategorien.

Allrounder

Mit unserem Allround-PC für ab 650 Euro können Sie mehr als nur die übliche Büroarbeit erledigen. Vier Gigabyte Arbeitsspeicher gelten als das Minimum für Windows 10. Wir haben dem Allround-PC 16 Gigabyte spendiert. So kommt er auch mit stärkeren Belastungen, zum Beispiel bei der Bearbeitung von RAW-Digitalfotos klar und hält genügend Reserven für die nächsten Jahre bereit.

Das selbe gilt auch für die CPU AMD Ryzen 5 3400G. Wer rund 50 Euro sparen möchte, der greift zum circa zehn Prozent langsameren AMD Ryzen 3 3200G. Beim Mainboard haben wir einen Ausflug in die untere Oberklasse unternommen. Das MSI MPG X570 Gaming Plus basiert auf AMDs neuem HighEnd-Chipsatz X570. Das bringt Ihnen heute jede Menge schnelle USB-Anschlüsse (1x HDMI 1.4, 1x USB-C 3.1, 1x USB-A 3.1, 4x USB-A 3.0, 2x USB-A 2.0, 1x Gb LAN).

Dank PCIe 4.0 und drei Jahren Garantie ist das Board auch zukunftssicher. Mit seinem Preis von rund 165 Euro gehört das MSI MPG X570 Gaming Edge WiFi derzeit zu den billigeren Boards mit X570-Chipsatz. Zweifelsohne gibt es günstigere Ryzen-Mainboards auf Basis älterer Chipsätze, doch der Preisvorteil schmilzt.

Als Kühler verwenden wir einen Alpenföhn Ben Nevis. Das ist ein besonders beliebter, weil gleichermaßen günstiger wie ruhiger Kühler. Das Betriebssystem und Programme speichern Sie auf einer flotten SSD von Samsung. Sie überzeugt durch Preis, Leistung und bietet mit 1.000 Gigabyte viel Speicherplatz für Bilder, Musik und andere große Datensammlungen.​

  • Tipp: Stecken Sie eine Grafikkarte wie die AMD Radeon RX 580/590 oder NVIDIA GTX 1660 in den PC, dann liefert er auch bei Spielen eine gute Leistung ab.

Das Gehäuse be quiet! Pure Base 500 ist in vielen Varianten erhältlich, nämlich in schwarz, grau und weiß sowie jeweils mit und ohne Sichtfenster. Im Vergleich zu anderen Midi Towers fällt es mit einem Volumen von knapp 50 Litern kompakt aus. Das Gehäuse bringt Platz für bis zu fünf SSDs und zwei Festplatten mit. Auch eine große Grafikkarte passt bei Bedarf hinein. Zur Ausstattung gehören außerdem Dämmmatten und das Kabelmanagement.

Generell bietet das Gehäuse viel Raum für zukünftige Erweiterungen. Ein ab Werk bestückter Lüfterplatz wird von fünf weiteren, noch freien Plätzen begleitet. Sie haben außerdem genug Raum, um eine bis zu 325 Millimeter lange Grafikkarte zu verbauen, sollte sich der Bedarf dafür ergeben. Auch ein großer Kühlturm passt bei Bedarf auf die CPU. Dank vier USB-Ports (2x USB 3.0, 2x USB 2.0) und einem Headset-Anschluss an der Oberseite des Gehäuses greifen Sie auf wichtige Funktionen zu, ohne unter den Schreibtisch zu krabbeln.

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Gaming

​Bei unserem Gaming-PC ab knapp 1.300 Euro legen wir größten Wert auf ein leistungsfähiges Gespann von CPU, Arbeitsspeicher und GPU. Mit der Gigabyte Radeon RX 5700 XT OC steckt eine der günstigsten Grafikkarten mit AMDs RX 5700 Chip und RGB-Beleuchtung darin. Sie bietet genügend Leistung, um aktuelle Titel mit maximalen Einstellungen bei WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) spielen. Dank Zero-Fan-Modus schaltet sie die Lüfter bei geringer Last ab und ist dann komplett lautlos. In Kombination mit AMDs Ryzen 5 3600 wird die Radeon RX 5700 weitgehend ausgereizt. Mi genügend Budget werden auch die aktuellen/kommenden Nvidia-Grafikkarten (RTX 3070 vorrangig) für Sie interessant.

Die 6-Kern-CPU ist mit 3,6 GHz getaktet und springt bei Bedarf auf bis zu 4,2 GHz. Sie ist kompatibel zu schnellem DDR4-3200-RAM. Vor diesem Hintergrund haben wir auch das RAM ausgewählt und uns für zweimal acht Gigabyte G.Skill Flare X DDR4-3200 entschieden. Es lässt sich häufig auch bei 3600 MHz stabil betreiben und beschleunigt so die CPU noch einmal ein bisschen. Generell genießt das RAM von G.Skill den Ruf guter AMD-Kompatibilität.

Beim Motherboard haben wir eine Platine auf Basis von AMDs Oberklasse-Chipsatz X570 gewählt. Das garantiert Kompatibilität zum aktuellen Ryzen-Prozessor, bietet Leistung satt und ist zukunftssicher. Konkret fiel die Wahl auf das Gigabyte X570 Aorus Master. Es bringt 2,5 Gigabit LAN sowie einen zusätzlichen Gigabit Ethernet Anschluss, WiFi 802.11ax und sechs SATA-Anschlüsse mit. Gleich drei individuell gekühlte PCIe 4.0 M.2 Slots lassen Luft für den späteren Sprung zur NVMe-SSD.

In der USB-Abteilung finden Sie einen USB 3.1 Gen 2 Typ C Anschluss, dreimal USB 3.1 Gen 2 Typ A sowie vier USB 2.0 Anschlüsse. Bluetooth 5.0 sowie eine großzügige Audio-Abteilung auf Basis von Realteks ALC1220-VB HD runden das Angebot ab. Dass das Board vom selben Hersteller wie die Grafikkarte stammt, dürfte der Kompatibilität außerdem nicht schaden. ​

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High-End-GPUs mit Echtzeit-Raytracing

Im September 2020 "starteten" Nvidias RTX-3000-Grafikkarten. AMD folgt später mit Big Navi. Update: korrigierte technische Daten zu Big Navi 21 XT.

Sharkoons TG6 RGB ist ein echter Preis-/Leistungstipp unter den Gehäusen. Es bietet ausgesprochen viel Platz: Grafikkarten passen bis zu einer Länge von 400 Millimeter hinein, der CPU-Kühler darf bis zu 167 Millimeter hoch sein. Große Seitenfenster erlauben einen großzügigen Blick auf das Innenleben des PCs. Mit der mitgelieferten RGB-Beleuchtung können Sie diese in spektakuläres Licht tauchen, wahlweise gesteuert über den mitgelieferten Motherboard-Anschluss oder manuell. Das Netzteil von be Quiet, bei dem Sie nicht notwendige Kabel einfach abziehen können, sorgt im Zusammenspiel mit dem Kabelmanagement des Gehäuses für einen aufgeräumten Eindruck.

Hinweis: Die neue Intel-Generation findet in unserem aktuellen Update (noch) keine Beachtung. Sie sind derzeit noch teurer als die Vorgänger, ohne spürbare Zuwächse zu bringen. AMD​ punktet weiterhin mit Preis/Leistung und moderner Zen-2-Basis im sparsamen und zeitgemäßen 7-Nanometer-Verfahren.

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