Eigenbau

PC selbst zusammenbauen: Grafikkarte

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Dedizierte Grafikkarten benötigen viel Platz sowie Strom und erzeugen jede Menge Abwärme. Dafür sorgen sie für flüssige Grafik und tolle Effekte selbst bei anspruchsvollen Spielen.

​Kaum eine Komponente hat einen derart großen Einfluss auf den Preis Ihres PCs wie die Grafikkarte. Faustregel: für Büroarbeiten und grafisch weniger anspruchsvolle beziehungsweise ältere Spiele reicht die Onboard-Grafik, die Teil der meisten CPUs ist. Wenn Sie Wert auf tolle Bilder und einen PC legen, der auch bei aktuellen Spielen nicht gleich in die Knie geht, dann bedarf es hingegen einer zusätzlichen („dedizierten“) Grafikkarte.

Den Grafikkarten-Markt dominieren die Hersteller AMD und NVIDIA. Ihre GPUs (Graphic Processing Unit, d.h. zentrale Recheneinheit) stecken auf den meisten Grafikkarten, egal von welchem Hersteller. Grafikkarten mit der selben GPU sind auch immer ähnlich schnell. Die Unterschiede liegen hauptsächlich in Details wie der Speicherausstattung, dem Kühlsystem, dem Design, der Bauhöhe usw. Erst wenn Sie als passionierter Gamer tiefer in die Materie einsteigen spielen die kleinen Leistungsunterschiede, die zum Beispiel durch werkseitiges Übertakten erzielt werden, eine Rolle für die Kaufentscheidung.

Welche konkrete Karte Sie wählen hängt von der Zielsetzung und vom Budget ab. Beim Spielen geht es vorrangig um die Auflösung. Je mehr Pixel die GPU verarbeitet, um so feiner kann das Bild gezeichnet werden. Außerdem spielt die Bildqualität eine große Rolle, die sich zum Beispiel in der Berechnung von Texturen (wichtig für die Darstellung von Flächen, etwa Nebel, Wasser, Textilien) und glatten Kantenverläufen ausdrückt. Bei Actionspielen kommt es schließlich auf die Bildwiederholrate an. Wer mehr Bilder pro Sekunde erhält, der ist dem Gegner vielleicht die entscheidenden Millisekunden voraus. Außerdem ruckelt es weniger.

Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihr Display die von der Grafikkarte angebotene Auflösung auch unterstützt! Anderenfalls ist die Investition in eine besonders leistungsfähige Grafikkarte Geldverschwendung. Die drei Parameter (Auflösung, Qualitätseinstellungen, Bildwiederholrate) sind voneinander abhängig. Mal schraubt man zugunsten der Bildwiederholrate die Auflösung etwas nach unten, ein andermal dreht man die Qualitätseinstellungen hoch und verzichtet dafür auf ein paar Bilder pro Sekunde. Welche Einstellung man wählt hängt vom Spiel und vom Geschmack ab.​

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Oberklasse-Grafikkarten für 2K- und 4K-Gaming

Unter „2K Gaming“ versteht man das Spielen von Games mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln (QHD), üblicherweise mit hohen Qualitätseinstellungen. Dafür sollten Sie zu einer GPU der Oberklasse greifen, die ab circa 350 Euro erhältlich sind. Spätestens wenn Sie die Qualitätseinstellungen ein wenig runterschrauben ist sogar „4K Gaming“ möglich, also die Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixeln (UHD). Niedrigere Auflösungen wie 1.920 x 1.080 Pixel (FullHD) funktionieren selbstverständlich ebenfalls. Unser Favorit ist die AMD Radeon RX 5700, alternativ dazu NVIDIAs teurere GeForce RTX 2060 Super mit geringerer Geräuschentwicklung und niedrigerem Stromverbrauch.

Mittelklasse-Grafikkarten für 1080p-Gaming

Als 1080p-Gaming bezeichnet man das Spielen mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) bei hohen Qualitätseinstellungen. Bei kleineren Displays (circa bis 20 Zoll) reicht diese Pixelmenge immer noch für eine qualitativ hochwertige Darstellung aus. Auf größeren Displays leidet jedoch die Bildschärfe. Geeignete Karten lassen dann aber auch noch den Wechsel auf die 2K-Auflösung zu. Je nach Titel müssen Sie dann aber auf Qualität und/oder Bilder/Sekunde verzichten. AMDs Radeon RX580 und RX590 bieten für 1080p Gaming nach unserer Einschätzung weiterhin das beste Leistungsverhältnis. Der Nachfolger Radeon RX 5500 XT könnte in Sales interessan werden. Alternativ können Sie NVIDIAs GTX 1660  und GTX 1660 Ti in Betracht ziehen.

Einsteiger-Grafikkarten für sparsame Gamer

Auch eine günstige, dedizierte GPU (bis max. 150 Euro) ist der OnBoard-Grafik deutlich voraus. Gängige Modelle reichen für 1080p und je nach Titel auch 2K-Gaming aus. Ihnen geht die Luft aber früher aus, vor allem weil sie häufig über vergleichsweise wenig Arbeitsspeicher verfügen. Rechnen Sie also damit, dass Sie die Qualitätseinstellungen für aktuelle Titel in 2K weiter nach unten ziehen müssen als bei den Mittelklasse-Modellen. Die AMD Radeon RX 570 ist eine gute Wahl in diesem Bereich. Auch hier gibt es Konkurrenz von NVIDIA, zum Beispiel in Form der GTX 1650.

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