Eigenbau

PC selbst zusammenbauen: CPU-Tipps

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Die CPU wird einfach in den Sockel auf der Hauptplatine gesteckt und festgeklemmt.

Die Central Processing Unit (CPU), also der Hauptprozessor, ist das Herz ihres PCs. Üblicherweise besteht er heute aus mehreren Prozessorkernen, die die verschiedenen Rechenoperationen ausführen. Häufig bringt er auch Grafikfunktionen mit, die zwar nicht für leistungshungrige Spiele, aber für die tägliche Büroarbeit mehr als ausreichen. Dann spricht man von OnBoard-Grafik. Von Nischenlösungen abgesehen dominieren CPUs von Intel den Markt.

Die aktuellen Modellreihen heißen Kaby Lake und Coffee Lake. Die Kaby-Lake-CPUs für Desktop-PCs und leistungsstarke Notebooks sind seit Anfang 2017 erhältlich, Coffee Lake seit Ende 2017. Laut Hersteller sind die neueren Coffee Lake CPUs je nach Anwendungsfall zwischen 25 und 45 Prozent schneller als die Vorgänger aus der Kaby-Lake-Serie. Dennoch kosten sie mit etwa 15 bis 20 Euro nur unwesentlich mehr. Das Problem an Coffee Lake: Stand März 2018 kommen die günstigen CPUs dieser Serie gerade erst in den Handel, ebenso die dazu notwendigen Mainboards. In unseren Vorschlägen haben wir deshalb im Zweifel zu den noch gut erhältlichen Kaby-Lake-CPUs gegriffen. Wir werden die Entwicklung im Auge behalten.

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Tragen Sie einen dünnen Film Wärmeleitpaste auf die im Sockel montierte CPU auf und montieren Sie dann den Kühlkörper. Dieser muss fest auf der CPU sitzen. So kann die Leitpaste die entstehende Abwärme optimal auf den Kühlkörper übertragen.

CPU-Kühler

Der CPU-Kühler sitzt direkt auf der CPU und transportiert deren Abwärme ab. So gewährleistet er den stabilen Betrieb der CPU, die anderenfalls leicht überhitzt und dann ihren Dienst einstellt. Passive Kühler bestehen lediglich aus einer großen Kühlfläche, die zum Beispiel mithilfe eines im Gehäuse verbauten Lüfters von Luft umwirbelt wird. Dieser geräuscharme Ansatz reicht für aktuelle CPUs aber nur selten aus. Hier sitzt zusätzlich ein Lüfter direkt auf dem Kühlkörper. Dabei gilt es, stets den Kompromiss zwischen ausreichender Wärmeabfuhr und Geräuschentwicklung zu finden.

Gleichzeitig muss der Lüfter in seinen Abmessungen aber auch ins Gehäuse passen. Besonders schneller Arbeitsspeicher bringt häufig vergrößerte Kühlflächen mit - auch damit darf der Kühler sich nicht ins Gehege geraten. Mit dem Macho Rev. B steckt ein günstiger, aber sehr leistungsfähiger Kühler in unserem Allround-PC. Prinzipiell reicht er auch für den Gaming-PC. Trotzdem haben wir dort zum etwas ambitionierteren Modell von Noctua gegriffen. Im Mini-PC sitzt der vom Gehäusehersteller empfohlene, recht ordentliche Standardlüfter. Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse war die Auswahl gering.

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