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PC, Tablet und Smartphone für Senioren: Hardware als Alltagshelfer

Mal eben schnell eine Bahnverbindung prüfen, eine Nachricht an die Familie verschicken oder eine Online-Überweisung tätigen: All das sollte auch bei Senioren zum Alltag gehören. Um bei der Digitalisierung nicht auf der Strecke zu bleiben, brauchen sie die richtige Hardware und Unterstützung.

Inhalt
  1. PC, Tablet und Smartphone für Senioren: Hardware als Alltagshelfer
  2. Checkliste: Den richtigen Senioren-Computer finden
Senioren auf Sofa mit Tablet

© Lisa F. Young - Fotolia.com

Spaß an Hardware: Auch für Senioren können Tablet und PC eine echte Bereicherung darstellen.

Bequem von zuhause aus Geld überweisen oder Bilder von der Städtereise an die Familie verschicken, das gehört für die meisten Menschen heute zum Alltag. In der Bevölkerungsgruppe der über 65-Jährigen – das sind laut Statistischem Bundesamt 17,8 Millionen Menschen – liegt der Anteil derer, die zum Beispiel Online-Banking nutzen, gerade mal bei 21 Prozent.

Dabei bieten Computer und Internet vor allem älteren Menschen viele Chancen und Möglichkeiten. Doch viele Senioren haben Berührungsängste und scheuen davor zurück, PC, Tablet oder Smartphone in ihren Alltag zu integrieren.

Das liegt unter anderem daran, dass die Geräte meist alles andere als seniorengerecht sind. So wünschen sich 74 Prozent der Best Ager in einer Umfrage von Emporia, einem auf Senioren-Smartphones spezialisierten Hersteller, einfach zu bedienende Geräte.

Die digitale Teilhabe zu fördern, ist auch das Ziel der Initiative "Digital für alle", die unter anderem am 19. Juni 2020 den ersten bundesweiten Digital-Tag in Deutschland veranstaltet. „Am Digital-Tag machen wir uns dafür stark, dass alle Menschen, egal welchen Alters, fit gemacht werden für die Zukunft,“ erklärt Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom.

Damit ältere Menschen den Anschluss an PC und Internet unabhängig von Aktionstagen nicht verlieren, müssen passende Geräte und Hilfe bei der Bedienung angeboten werden.

Computer für Silver Surfer

Doch ist die Auswahl des richtigen Geräts für Best Ager nicht einfach. Schließlich ist die Gruppe der Senioren alles andere als homogen. Während eine große Anzahl in den Jahren vor der Rente beruflich mit Computern gearbeitet hat, sind PCs für einen anderen Teil der Senioren eine fremde Welt.

Zudem gibt es ältere Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen schlicht Schwierigkeiten bei der Bedienung von Computern haben. Folglich gibt es nicht das ideale Notebook oder Smartphone für Senioren; vielmehr ist die richtige Wahl abhängig von persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen.

Nichtsdestotrotz gibt es Anbieter wie Duka oder Ordissimo, die sich auf Service und Geräte für Senioren spezialisiert haben. Während Ordissimo vor allem eigens entwickelte Hardware liefert, bietet Duka neben dem Gerät ein Rundum-Sorglos-Paket im Monats-Abo an. Zu haben gibt es dort zum Beispiel mit dem 10,1 Zoll (25,6 cm) großen HP-X2-Tablet ein Mobilgerät mit abnehmbarer Tastatur, Windows 10 Pro und der Duka-Oberfläche. Außer ausführlichen Anleitungen muss ein Service-Paket für 9,99 Euro oder 17,99 Euro dazugebucht werden.

Unser Tipp: In vielen Fällen reicht es aus, ein herkömmliches Notebook mit möglichst großem Bildschirm und vernünftiger Tastatur zu wählen, siehe Checkliste auf der nächsten Seite.

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Tablet und Smartphone für unterwegs

Ein wenig anders gestaltet sich die Suche nach einem altersgerechten Smartphone oder Tablet. Da für die meisten älteren Semester die Beschäftigung mit Mobilgeräten neu sein dürfte, sind spezielle Geräte eine echte Alternative zu handelsüblichen Handys und Tablets. Eine selbsterklärende Oberfläche mit einfach zu verstehenden Symbolen und zusätzlichen Funktionen, beispielsweise einem Notruf-Knopf, erleichtern Bedienung und Akzeptanz der Geräte.

Spezialisiert auf Mobilgeräte für Senioren sind unter anderem Hersteller wie Doro oder Emporia. Ihre Smartphones arbeiten mit einer eigens entwickelten, übersichtlichen Oberfläche, bei denen Schrift und Symbole groß gehalten sind und eine intuitive Bedienung ermöglichen. Alternativ dazu ist es möglich, etwa die Emporia-Oberfläche als App auf ein Android-Smartphone zu installieren. Auf den Android-Phones von Huawei lassen sich übrigens auch seniorengerechte Oberflächen per Fingertipp auswählen.

Smarte Helfer im Haus

PC, Smartphone und Tablet sind für Senioren nicht nur wichtig, um Bankgeschäfte zu erledigen, Bahnfahrkarten zu besorgen oder um mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Vielmehr können Mobilgeräte auch Leben retten, etwa dank GPS und Notruf-Knopf. Wenn auch nicht gleich als Lebensretter, dann doch als praktischer Helfer erweisen sich heute smarte Geräte wie Staubsauger- Roboter oder intelligente Sensoren im Haus. Ist der Herd nicht ausgeschaltet oder läuft die Badewanne über, warnen Smart-Home- Geräte. Und via Sprachbefehl setzen etwa Mobilitätseingeschränkte Alexa & Co. für ihre Online-Einkäufe ein.

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Einen großen Schritt weiter geht der Gesundheitsspezialist Medisana. Mit Temi hält ein Home-Care-Roboter Einzug in Senioren- Haushalte. Der virtuelle Hausgefährte sorgt mit künstlicher Intelligenz (KI) für Sicherheit, Kommunikation und Unterhaltung und bietet der älteren Generation einen einfachen Zugang zur digitalen Welt. Dank der videoorientierten Home-Care-KI ist er in der Lage, mit Nutzern zu interagieren und sich autonom durch die Wohnung zu bewegen.

Dabei lernt Temi ständig dazu. Er lässt sich entweder per Touchdisplay oder Sprachbefehl bedienen. Über die integrierte App VitaDock+ überprüft Temi regelmäßig Blutdruck, Blutzucker, Puls oder Sauerstoffsättigung. Weichen die Werte ab oder wird eine Messung vergessen, erinnert der Roboter daran. Künftig soll Temi, der um eine Telemedizin-Funktion ergänzt werden kann, die Werte direkt an den Hausarzt senden.

Selbst wenn sich Roboter wie Temi heute noch wie Science Fiction anhören, könnten sie doch in einer zunehmend alternden Gesellschaft bald Alltag werden.​

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