Die besten Knack-Tools

Mit Passwort geschützte Dokumente entsperren

Beim Schutz von Office- oder PDF-Dateien gibt es unterschiedliche Varianten. Das Öffnen des Dokuments und die Bearbeitung der Inhalte werden nur mit Passwort erlaubt. Ohne Code ist ein Knackprogramm notwendig. Die Software liest das Dokument ein und ermittelt mit verschiedenen Algorithmen den Schlüssel. Das kann abhängig von der Länge und Komplexität Stunden oder auch Tage dauern.

Für MS-Office-Dokumente eignet sich Advanced Office Password Recovery von Elcom Software. Das Programm nutzt nicht nur den Prozessor des Computers, sondern auch die Recheneinheit der Grafikkarte. Das soll den Vorgang beschleunigen. Auf der Webseite des Herstellers unter elcomsoft.de finden Sie eine Testversion, mit der Sie das Entschlüsseln ausprobieren können. Bei Erfolg müssen Sie die Vollversion kaufen und öffnen damit das Dokument. Für PDF-Dokumente bietet Elcom das Advanced PDF Password Recovery an.

© Elcom

Passwörter für Office-Dokumente ermittelt Elcoms Password Recovery.

Wer einen Blick auf geschützte Excel-Arbeitsblätter und die Formeln dahinter werfen möchte, kann dazu Google Docs verwenden. Gerade bei älteren Excel-Formaten (97, 2000) funktioniert das Öffnen und Anzeigen mit dem Online-Office sehr gut.

Anwender, die Google Docs nicht benutzen oder Dokumente nicht online stellen wollen, nehmen einfach ein Linux-System mit Apache- oder LibreOffice. Dazu starten Sie etwa eine Live-DVD-Version einer Linux-Distribution. Das Excel-Dokument speichern Sie zuvor auf einem USB-Stick. Neue Linux-Versionen erkennen diese Medien ohne Probleme. Das Dokument mit dem blockierten Arbeitsblatt wird mit einem der kostenlosen Office-Pakete auf dem Linux-System freigeschaltet.

Lesetipp

Verlorene Passwörter retten

Eine Besonderheit bei PDF ist die Sperrung beim Kopieren von Inhalten oder die Bearbeitung des Dokuments über die Optionen beim Schreiben. Dazu gehört auch die Einschränkung beim Drucken. Soll beispielsweise auf einer Karte nur das berühmte "rote Kreuz" am Zielpunkt eingefügt werden, ist das bei geschützten PDF-Dateien nicht möglich. Das Entfernen der Sperre ist über Online-Services möglich.

Tipp: Sensible Dokumente mit privaten oder geschäftlichen Informationen sollte man nicht unbedingt bei solchen Online-Services konvertieren. Es ist nicht sicher, wo die Daten gespeichert werden und welche Personen Zugriff darauf haben.

© Screenshot WEKA / PC Magazin

Für PDF-Dokumente gibt es auch Tools zum Entfernen von Beschränkungen.

Rechtlicher Hinweis: Wer den Schutz von einem Dokument von einer dritten Person bricht, um beispielsweise Informationen in eigenen Unterlagen zu verwenden, macht sich gleich doppelt strafbar. Einmal für das Knacken des Passworts und weil man geistiges Eigentum anderer Personen stiehlt. In diesem Fall sollte man besser beim Urheber um Erlaubnis für die Nutzung der Inhalte nachfragen. Außerdem sollte die Angabe der Quelle oder die Kennzeichnung des zitierten Abschnitts selbstverständlich sein. Damit geht man rechtlichen Problemen aus dem Weg.

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