So geht's

Online-Shopping im Ausland: Zollkosten und Abzock-Methode bei Amazon

15.11.2017 von Stefan Schasche

ca. 3:10 Min
Ratgeber
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  1. Online-Shopping im Ausland: Günstig und sicher einkaufen
  2. Online-Shopping im Ausland: Tipps zum Sparen
  3. Online-Shopping im Ausland: Zollkosten und Abzock-Methode bei Amazon
Online Shopping Zoll App
Für Modellautos werden 4,7 Prozent Zoll fällig. Damit sind sie günstig, was den Zoll betrifft. Gummistiefel sind ein teurer Spaß: Zur Einfuhrumsatzsteuer kommen 17 Prozent Zoll.
© bundesministerium für Finanzen

In sehr vielen Fällen ist der Zoll tatsächlich sehr viel günstiger als man gemeinhin denken mag. Das weitaus größere Problem stellt bei Online-Bestellungen über 22 Euro Waren- und Versandkostenwert tatsächlich die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von zumeist 19 Prozent dar. Die wird, sofern der Zoll das Paket nicht versehentlich übersieht, dann auch gnadenlos eingetrieben. 

Zumeist ist es dazu nötig, sich persönlich zum Zoll zu begeben, die Einkaufsrechnung zu präsentieren und dann seine Abgaben zu leisten. Wie hoch die Zollgebühren sind, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Die Gebühren schwanken hier zwischen null und sehr vielen Prozent.

Eine App hilft weiter 

Am einfachsten errechnen Sie die zu erwartenen Zollkosten mit der App Zoll und Post​ des Bundesministeriums für Finanzen. Diese finden Sie im iOS- oder im Android-Store und können sie von dort kostenlos herunterladen. Die App liefert eine alphabetisch sortierte Produktliste von A wie Akkus bis Z wie Zelte. Wählen Sie dort das gewünschte Produkt aus, als Beispiel sollen hier einmal Modellautos dienen. 

Zunächst erhalten Sie nun den Hinweis, dass Modellautos den europäischen Sicherheitsanforderungen entsprechen müssen und keine gefälschten Markenartikel bestellt werden dürfen. Anschließend wählen Sie aus, ob es sich um ein Geschenk oder eine bezahlte Bestellung handelt, aus welchem Land die Ware kommt und wie hoch der Preis inklusive Versand ist. Auf Knopfdruck erfolgt die Berechnung der Abgaben. 

Von gratis bis sehr teuer

Zurück zu unserem Modellauto. Haben Sie dieses zum Preis von 250 Euro inklusive Versand in Australien erworben, erwarten Sie Zollgebühren in Höhe von 11,75 Euro sowie 49,73 Euro Einfuhrumsatzsteuer. Insgesamt machen Sie unseren Staat also um etwa 60 Euro reicher. 

Bei Computern, Druckern oder Digitalkameras wird überhaupt kein Zoll erhoben. Hier wird lediglich die unumgängliche Einfuhrumsatzsteuer fällig. Bestellen Sie Schuhe aus Leder von außerhalb der EU, sind acht Prozent Zoll zu zahlen. Sind die Schuhe dagegen aus anderen Stoffen wie etwa Kunststoff, wird mit 16,9 Prozent mehr als das doppelte berechnet. Letzteres stellt auch ziemlich genau den Höchstsatz dar, der nur in sehr seltenen Ausnahmefällen überschritten wird. 

Online Shopping Amazon Rezessionen
Ein Prozent positiver Bewertungen: Finger weg von Einkäufen bei Amazon-Shops wie diesem hier.
© Amazon

Achtung: Fiese Abzock-Methode bei Amazon

Der Online-Händler Amazon gilt im allgemeinen als sehr seriös. Umso erschreckender, dass sich dort seit einiger Zeit jede Menge Fake-Händler herumtreiben. Amazon selbst sperrt die falschen Accounts zwar relativ zügig, sobald dieser von einem Kunden gemeldet und als Fake identifiziert worden ist, trotzdem wurden und werden noch immer zahllose Käufer betrogen. Damit Sie nicht selber in eine Fake-Shop-Falle geraten, sollten Sie bei Amazon auf Warnsignale achten! 

Wenn ein Artikel viel zu billig ist 

Preisunterschiede sind bei Amazon und den dort vertretenen Marketplace-Verkäufern absolut normal. Wenn aber ein Händler mit einem viel zu niedrigen Preis aus dem Rahmen fällt, sollten Sie misstrauisch werden. 

Sehen Sie sich im Zweifelsfall die Bewertungen des Händlers an: Gibt es davon nur wenige oder sind die Bewertungen sehr schlecht, sollten Sie in jedem Fall die Finger vom Bestellbutton lassen. Falls lange Zeit keine Artikel von diesem Verkäufer bewertet worden sind, könnte das für ein gekapertes Konto sprechen. 

Noch verdächtiger sind viele ähnliche Bewertungen, die am selben Tag verfasst wurden. Hier hat der Händler sich möglicherweise selbst bewertet, um sein Bewertungsprofil aufzupeppen. Ein Blick ins Impressum des Verkäufers verrät seinen Standort. Wollen Sie wirklich ein Smartphone in der Ukraine oder aus Nigeria bestellen? Wohl kaum. 

Ein weiterer Blick sollte dem Produktsortiment des Händlers gelten. Dieses muss Sinn machen, denn nur wenige Händler verkaufen Fernseher, Nahrungsergänzungsmittel, Blu-rays und Golfschläger. Misstrauisch sollten Sie zudem bei Waren werden, die aufgrund hoher Nachfrage überall ausverkauft sind. Bietet ein unbekannter Händler diesen Artikel plötzlich an, sollten die Alarmglocken ebenfalls klingeln. 

Und schließlich haben sich viele dubiose Händler auf DVDs, Blu-rays sowie Software-Lizenzen spezialisiert. Letztere lassen sich unter Umständen nicht einmal mehr aktivieren. 

Bezahlung nur über Amazon 

Wenn Sie trotzdem bei einem Amazon-Händler kaufen möchten, zahlen Sie in jedem Fall über den Amazon-Warenkorb und das Amazon-Bezahlsystem. So sind Sie im Betrugsfall geschützt und erhalten Ihr Geld zurück. Gehen Sie niemals auf Angebote eines Verkäufers ein, die Ware gegen einen Rabatt direkt an ihn zu zahlen. Angebote wie diese sind ein sicheres Zeichen für einen Betrug, den Sie bei Amazon melden sollten.

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Quelle: PC Magazin
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