Arbeiten in der Cloud

Google, Microsoft und LiveOffice

Inhalt
  1. Online-Office-Angebote
  2. Google, Microsoft und LiveOffice
  3. Thinkfree, 1&1 und Zoho

Google Text & Tabellen

© PC Magazin

Excel Web App hat eine ähnliche Oberfläche wie Excel 2010, jedoch mit weniger Menübändern.

Das kostenlose Online-Office-Angebot Google Text & Tabellen hat mittlerweile mächtige Werkzeuge. Ein Vorteil gegenüber anderen Online-Offices ist, dass andere Anwender ihre Vorlagen zur Verfügung stellen. So gibt es Vorlagen für alle Module. Auf der einen Seite wird der Anwender mit Funktionen überschüttet, auf der anderen Seite wird er bei der Bedienung oft alleine gelassen.

So lassen sich in der Textverarbeitung Dokumente in sehr viele Sprachen übersetzen, die Rechtschreibprüfung jedoch, in der auch Grammatikroutinen integriert sind, prüft sehr eigenwillig. Serienbriefe sind nicht möglich, das Fehlen von Feldern oder Zitatfunktionen erschwert auch das Schreiben von Haus- oder Seminararbeiten. Dafür gibt es für das Bearbeiten von gemeinsamen Dokumenten keine Grenze.

Die Tabellenkalkulation bietet ein umfangreiches Funktionsspektrum und sogar eine Skriptsprache, mit der Adressen und andere Daten aus anderen Quellen importiert werden. Diagramme können jedoch nur innerhalb der definierten Tabellengröße angezeigt werden. Auch hier fehlen Komfortfunktionen: So ergänzt die Software etwa Monate in einer Tabelle nicht automatisch.

Google Präsentation ist eher schlicht im Vergleich zu den anderen Modulen. Die Software bietet einfache Folien. In Präsentationen lassen sich zwar Bilder importieren, jedoch ist deren Größe (wie in allen Modulen auf 2000x2000 Pixel) beschränkt, auf Videos wird nur verlinkt. Weitere Module sind Google Formulare und Google Zeichnungen.

LiveOffice

© PC Magazin

Das aus Bangladesch stammende LiveOffice beherrscht sogar Spark Charts.

Ein interessantes Angebot, leider nicht auf Deutsch, ist das von der bangladeschischen Firma InstaColl entwickelte LiveOffice. Das Programm besteht ebenfalls aus drei Modulen. Die kostenlose Grundversion ist auf 100 MByte beschränkt. Microsoft-Office-Anwender werden sofort mit der Bedienung vertraut sein.

Da es das Angebot nur auf Englisch gibt, fehlt eine deutsche Rechtschreibprüfung. In Tabellen stehen nur Dollar als Währung zur Verfügung, mit der amerikanischen Schreibweise, die Punkt und Komma bei Zahlen vertauscht. Außerdem sind mehrere kleinere Fehler noch implementiert.

So nahm etwa die Undo-Funktion im Live Writer die letzten Änderungen nicht wieder richtig zurück. Live Spreadsheet weist im Vergleich zu vielen anderen Anwendungen die meisten Funktionen auf. Da bleiben nur wenige Wünsche offen, beispielsweise sind Spark Charts integriert.

Wegen der Einsprachigkeit ist das Office nur begrenzt zu verwenden. Jedoch lohnt sich ein Blick auf das Angebot, um zu sehen, was online schon möglich ist.

Microsoft Office Web Apps

Ein Paukenschlag war, als Microsoft die Office Web Apps in Windows Live im Sommer 2010 für alle frei gab. Die Web App-Oberflächen ähneln dem neuen Microsoft Office 2010, das im Sommer auf den Markt kam. Um daran zu kommen, muss sich der Anwender bei Windows Live registrieren. In dem Account gibt es dann das Angebot Skydrive, welches die Web Apps bietet und 25 GByte Speicherplatz kostenlos.

Die Web Apps besitzen viel weniger Menübänder (Ribbons) als Office 2010. Die Funktionalität ist sogar so sehr eingeschränkt, dass Word Web App den anderen Angeboten hinterher hängt. Excel App bietet Funktionen zum Selbstausfüllen an, sobald ein Ist-gleich-Zeichen in eine Zelle geschrieben wird. Der Anwender muss sich jedoch gut mit den Funktionen auskennen. Eine Erklärung wie im Offline-Office gibt es nicht.

Einen großen Vorteil haben die Microsoft Office Web Apps jedoch den anderen Angeboten gegenüber: Fast alle Offline Dokumente von Microsoft Office 2010 lassen sich vollständig funktionierend in den Online-Modulen öffnen und verwenden. Eine Besonderheit ist noch das OneNote-Online-Notizbuch, in dem sich zu einem Thema die unterschiedlichsten Dokumente sammeln lassen.

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