TV-Displays

OLED-TVs: Echtes Einbrennen vs. Memory-Effekt

7.7.2021 von Roland Seibt

ca. 2:05 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. OLED-TVs: Einbrennen erklärt - mit LCD-Vergleich
  2. OLED-TVs: Echtes Einbrennen vs. Memory-Effekt
  3. OLED-Einbrennen: Burn-in- und Memory-Messungen
  4. OLED-Einbrennen: Testbilder vom OLED-Referenzgerät
  5. OLED-Einbrennen: Vergleichsbilder vom Samsung 65Q9FN (LCD)
OLED-Einbrennen
© kentoh - Fotolia.com

Einbrennen

Man muss ganz klar echtes Einbrennen, also verringerte Pixelhelligkeit aufgrund von Verschleiß der Leuchtmaterialien, unterscheiden vom Memory-Effekt. Das einzige, was beide Effekte gemein haben, ist ihr Erzeuger, nämlich äußerst helle Bildinhalte, die kontrastreich auf sehr dunklen stehen.

Wie erwähnt, laugt diese örtlich ungleiche Abnutzung nach vielen Stunden, Tagen oder Wochen die chemischen Stoffe aus. Der Bildschirm hat an einer Stelle bereits z. B. 10 Prozent Lichtstärke verloren, ist direkt daneben aber wie neu. Das sieht man, und es lässt sich nur dadurch beheben, dass man das Negativ der Fehlerquelle genauso lange einbrennen lässt, oder die unverbrauchten Stellen dunkler ansteuert.

Sollte eine derart komplexe Technik, die Einbrennen verrechnet, jemals umgesetzt worden sein, haben die Hersteller dies gut geheim gehalten. Patente gab es dahingehend jedenfalls einige. Der echte Einbrenneffekt zeigt sich als Negativimage auf dem Bildschirm. Dort, wo der Schirm durch helle Inhalte verschlissen wurde, dunkelt er ab. Manchmal sehen wir allerdings andere Geisterbilder, die einen homogenen Hintergrund aufhellen.

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Der Memory-Effekt

Dann haben wir es mit simplen Nachleuchten, also dem Memory-Effekt zu tun. Seine Ursache ist hauptsächlich die Erwärmung von Pixelzonen. Bildpunkte reagieren anders auf dieselbe Ansteuerung, wenn sie unterschiedliche Temperaturen haben. Schon die Phosphore von Bildröhren leuchteten etwas heller an jenen Stellen, wo sie von den vorangehenden Bildern erwärmt wurden. Zusätzlich blitzte das Plasma-Gas der nach ihm benannten TV-Technik etwas intensiver, wenn die Zelle wärmer war.

Auch in einigen LCD-Panels reagierte die Kristallflüssigkeit schneller dort, wo sie erwärmt wurde. Diese Monitore zeigten einen Memory-Effekt. Gegen ihn werden erfolgreich seit Jahrzehnten Methoden entwickelt und er schien schon besiegt, doch die enormen Lichtströme von HDR fordern die Displays in neuen Dimensionen, sodass sie wieder wärmer werden und dann Erinnerungen speichern. Im Gegensatz zum Einbrennen ist der Memory-Effekt positiv. Das heißt, ein brennend heller Inhalt dunkelt nachfolgende Graubilder nicht ab, sondern hellt sie auf.

Aber das Beste ist: Nach Ausschalten und Abkühlen des Gerätes ist alles wieder gut. Noch schneller geht es, wenn der TV seine gesamte Bildfläche auf dieselbe Temperatur bringt, beispielsweise durch die Löschfunktion, die jeder OLED-TV anbietet. Wo wir schon einmal dabei sind: Auch einen Pixel-Orbiter, der das Bild minimal verschiebt und damit auffällige, harte Kanten von echtem Einbrennen mindert, haben OLED-TVs von der Plasmatechnologie geerbt. Und dass kein OLED einen Netzschalter besitzt, liegt daran, dass sie im Standby alle paar Tage das Panel auffrischen. Danach ist die Homogenität auffallend besser.

Zusätzlich hat LG längst eine Schaltung entwickelt, die z. B. stehende Logos von TV-Sendern abdunkeln soll, damit sie nicht einbrennen. Und eine automatische Abschaltung sowie die Unterdrückung von Standbildern besitzen viele TVs gleich welcher Technik. Man kann dennoch grundsätzlich sagen, dass gerade bei Gamingsessions in HDR Memory-Effekte vermehrt sichtbar werden. Wie bei so vielen Displaycharakteristika bewerten wir das im Sichttest (Geometrie --> temporale Ausleuchtungsstabilität), führen Messungen jedoch nur bei Auffälligkeiten durch.

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