Tipps und Tricks

NAS sicher machen: VPN statt Portfreigabe, Backups als Zusatztipp

27.4.2018 von Tim Kaufmann

ca. 2:10 Min
Ratgeber
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  1. NAS sicher machen: 7 Tipps für Ihre Datensicherheit
  2. NAS sicher machen: VPN statt Portfreigabe, Backups als Zusatztipp

Tipp 5: Bye, bye Cloud

Einer der wichtigsten Anschaffungsgründe für ein NAS ist, sich von Cloud-Diensten wie Dropbox und Microsoft OneDrive unabhängig zu machen. Interessanterweise treiben dabei nicht wenige Nutzer den Teufel mit dem Beelzebub aus. Um auf die NAS-Dateien auch von unterwegs zugreifen zu können, aktivieren sie die Cloud-Dienste des NAS-Herstellers. Klar ist das komfortabel. Allerdings öffnet man auf diese Weise auch ein potentielles Einfallstor für Angreifer. Sei es ein am fremden PC im Browser vergessenes Passwort oder eine prinzipielle Sicherheitslücke in der NAS-Software - einmal drin, bieten sich dem Angreifer alle Möglichkeiten, auf Ihre Daten zuzugreifen. Solange Ihr NAS aber nicht per Cloud zugänglich ist, spielen diese Probleme keine Rolle. Trotzdem müssen Sie auf nichts verzichten, wie der übernächste Tipp zeigt.

NAS sicher machen: Tipps
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Tipp 6: Keine Portfreigaben

Als Alternative zur NAS-Cloud gilt vielen die Portfreigabe im DSL-Router. Mit der Portfreigabe bohren Sie ein Loch in die Firewall, die die Geräte in Ihrem lokalen Netzwerk - und damit auch das NAS - vor Angreifern aus dem Internet schützt. Die Freigabe hat den Vorteil, dass Sie von unterwegs auf Ihre Daten zugreifen können. Doch der Zugang steht eben nicht nur Ihnen offen, sondern auch anderen Interessenten. Natürlich könnte man dem entgegnen, dass ein Angreifer immer noch Benutzername und Passwort kennen, beziehungsweise herausfinden müsste. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Weist ein NAS eine Sicherheitslücke im Betriebssystem auf, kann ein Datenzugriff möglicherweise auch ohne Passwort erfolgen. Deshalb: keine Portfreigaben.

Tipp 7: Am besten per VPN

NAS sicher machen: Tipps
© Screenshot

Sind Sie unterwegs, dann greifen Sie am besten über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) auf Ihr NAS zu. Dabei erstellt Ihr Computer eine verschlüsselte Verbindung zu Ihrem Netzwerk zu Hause (oder auch im Büro) und Sie können es weitgehend so nutzen, als wären Sie vor Ort. Alles, was Sie dazu benötigen, ist eine Internet-Verbindung. Auch Android und iOS unterstützen VPN-Verbindungen, so dass dem sicheren Datenzugriff vom Smartphone oder Tablet nichts im Weg steht. Die Einrichtung eines VPN ist zugegebenermaßen etwas kniffliger als die einer Portweiterleitung oder des Cloud-Zugriffs. Häufig zählt eine solche Funktion aber zum Leistungsumfang des DSL-Routers und die Einrichtung ist seitens des Herstellers gut dokumentiert. Das ist zum Beispiel bei den weit verbreitete FRITZ!Boxen von AVM der Fall.

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Zusatztipp: Backup

Auch ein NAS ist einmal kaputt. Gängig sind Festplattenschäden, vor denen auch ein RAID-Verbund mehrerer Laufwerke nicht zuverlässig schützt. Die Binsenweisheit erfahrener IT-ler lautet: RAID ist kein Backup! Machen Sie sich daher rechtzeitig Gedanken darüber, wie Sie das Datengrab sichern. Aufgrund der großen Datenmengen ist das häufig leichter gesagt als getan. Im Idealfall reicht eine große Festplatte, die Sie zwecks Backup mit Ihrem Computer verbinden und anschließend wieder in Sicherheit bringen. Aber auch das selbe NAS zweimal vorzuhalten kann eine sinnvolle Backup-Strategie sein. Bedenken Sie, dass Datenverluste nicht immer aus Hardwareschäden resultieren. Auch Überspannungsschäden, Brand, Einbruch und Vandalismus gefährden Daten. Das zweite NAS in einem anderen Gebäude unterzubringen und beide Geräte per Internet miteinander zu synchronisieren, bietet guten Schutz gegen diese Risiken.

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