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NAS: iSCSI einrichten - Netzwerkfestplatte richtig am PC einbinden

Für mehr Performance können Sie NAS-Festplatten per iSCSI an PC oder Laptop einbinden. Wir zeigen, wie das funktioniert.

© Asustor.com

Nutzen Sie einen Teil Ihrer NAS als iSCSI-, den anderen Teil verwenden Sie wie gehabt als herkömmlichen SMB-Speicher (hier: Samba).

Das Problem: Das übliche Einbinden eines Freigabeordners als „Netzlaufwerk“ ersetzt kein echtes lokales Laufwerk. Der Zugriff auf Netzwerkfreigaben läuft über das SMB-Protokoll (Server Message Block) – und das fühlt sich selbst bei einer schnellen 1-Gigabit-Netzwerkverbindung immer etwas träge an. 

Die Lösung: Es gibt einen alternativen Protokollstandard, mit dem Sie deutlich schneller über die Netzwerkverbindung auf den Speicherplatz einer NAS zugreifen können. Inzwischen unterstützen immer mehr NAS-Geräte den sogenannten iSCSI-Standard (wird aiskasi ausgesprochen), der eine deutlich flottere Anbindung von Datenspeicher im Netzwerk ermöglicht. Die Abkürzung iSCSI steht dabei für Internet Small Computer System Interface.​

Was ist iSCSI und wie erfolgt die Datenübertragung im Netzwerk? 

Auch bei iSCSI handelt es sich um ein Netzwerkprotokoll, das seine Datenpakete wie SMB über das TCP/IP-Protokoll überträgt. Allerdings erfolgt diese Datenübertragung bei iSCSI sehr viel direkter als bei SMB. Das bringt einerseits Vorteile mit sich, zieht andererseits aber auch manche Einschränkungen mit sich. Details dazu entnehmen Sie bitte auch der Tabelle Unterschiede: iSCSI und SMB auf der nächsten Seite.

© Weka/Archiv

Der Speicher-Manager von Synology zeigt die aktuelle Auslastung des NAS-Speichers an.

Ein iSCSI-Client im Heimnetz, wie zum Beispiel ein Windows-Notebook, behandelt den iSCSI-Speicher auf einer NAS im selben Heimnetz wie ein Laufwerk, das direkt ans Notebook angeschlossen ist. Dieses Laufwerk lässt sich im Gerätemanager des Windows-Notebooks formatieren, sie können Programme darauf installieren oder Images abspeichern. Das Notebook geht also mit dem iSCSI-Speicher auf der NAS genauso um, wie mit seinem internen SATA-Laufwerk oder einer USB-Festplatte. 

Denn iSCSI verpackt die rohen Nutzdatenblöcke direkt in TCP-Pakete, während die Nutzdaten einer SMB-Freigabe über zusätzliche Protokollschichten laufen. Durch diesen „Protokoll-Overhead“ bleibt bei SMB weniger Bandbreite für die Nutzdaten und die effektive Übertragungsrate sinkt.​

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