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NAS iSCSI: Unterschiede zu SMB-Freigaben und Voraussetzungen

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Mit diesem LUN-Typ nutzen Sie einen Teil Ihrer NAS-Kapazität für iSCSI.

Grundsätzlich stellt eine NAS ihren Speicher über Freigabeordner im lokalen Netzwerk bereit. Der Zugriff auf einen Ordner kann an ein Benutzerkonto mit Passwort gekoppelt sein. Freigabeordner ohne Zugriffsbeschränkung werden oft auch als „Public“-Ordner bezeichnet. Auf einen Ordner können bei Bedarf auch mehrere Clients gleichzeitig zugreifen, der SMB-Speicher wird also im Netzwerk geteilt. Das ist in der Regel ja auch gewünscht: Über den Mediaserver in der NAS können etwa Inhalte eines Freigabeordners an beliebige Media-Clients im Heimnetz gestreamt werden. 

Das iSCSI-Protokoll wird aktuell noch nicht von jeder NAS unterstützt, auch wenn seine Verbreitung in Heimnetz-Geräten stetig zunimmt. Im Gegensatz zu einer SMB-Freigabe kann ein definierter iSCSI-Speicher (iSCSI-Target) auf der NAS immer nur von einem einzigen iSCSI-Client im Heimnetz genutzt werden, da es​ als internes Laufwerk eingebunden ist. Multimedia-Inhalte auf dem iSCSI-Laufwerk können nicht direkt von der NAS, sondern nur indirekt mithilfe des iSCSI-Clients ins Heimnetz gestreamt werden, wenn dieser mit einem Mediaserver (z.B. Plex) ausgestattet ist. 

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Kurzum: iSCSI ist immer dann eine interessante Lösung, wenn Sie einen bestimmten Rechner im Heimnetz mit zusätzlichem „lokalen“ Speicher versorgen möchten. Alle Inhalte, die für unterschiedliche Geräte (Personen) im Heimnetz bereitstehen sollen, sind in SMB-Freigabeordnern besser aufgehoben.​

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Achten Sie darauf, dass die Kapazität des LUNs nicht den gesamten verfügbaren Speicher Ihrer NAS beansprucht.

Das sind die Voraussetzungen, um iSCSI zu nutzen 

Um iSCSI im lokalen Netzwerk nutzen zu können, benötigen Sie eine NAS, die iSCSI unterstützt. Heutzutage bieten fast alle halbwegs modernen Netzwerkspeicher für den Heimbereich die Unterstützung von iSCSI an. Als Beispiel seien hier einige bekannte Hersteller wie zum Beispiel Asustor, Netgear, Qnap, Synology oder Zyxel genannt. Wichtig dabei: Die iSCSI-Verbindung funktioniert nur zwischen Geräten, die sich im selben lokalen Netzwerk befinden. 

Die Einrichtung erfolgt in zwei Schritten. Im ersten Schritt konfigurieren Sie iSCSI auf Ihrer NAS im Heimnetz. Dazu reservieren Sie einen Teil des aktuell frei verfügbaren Speicherplatzes auf der NAS für Ihren iSCSI-Speicher. Ab diesem Zeitpunkt wird Ihr NAS auch als iSCSI-Target bezeichnet. Das Target („Ziel“) kann sich aus einer oder mehreren logischen Speichereinheiten zusammensetzen, die man auch Logical Units oder LUNs (Logical Unit Numbers) nennt. 

In einem zweiten Schritt richten Sie dann den iSCSI-Client ein, zum Beispiel einen PC oder ein Notebook, der dann auf den Speicher des iSCSI- Targets zugreift.​ Ein solcher iSCSI-Client wird auch als iSCSI-Initiator bezeichnet. Seit Windows Vista ist der hierzu erforderliche iSCSI-fähige Treiber bereits Teil des Betriebssystems. Der Initiator unter Windows muss also nur noch aktiviert und korrekt eingerichtet werden, damit der Zugriff auf den iSCSI-Speicher funktioniert.​

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