Bezahlen mit Smartphone & Co

Apps für mobiles Bezahlen: Apple vs. Google, Banken und Dienstleister

29.10.2018 von Heiko Bauer

ca. 2:35 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Apple, Google, Sparkasse & Co.: Wie weit ist Deutschland beim mobilen Bezahlen?
  2. Apps für mobiles Bezahlen: Apple vs. Google, Banken und Dienstleister
  3. Mobiles Bezahlen mit der Smartwatch
Mobiles Bezahlen in Deutschland
Mit der Boon-App lässt sich Google Pay auch nutzen, wenn man nicht Kunde einer derPartnerbanken ist.
© Screenshot / PC Magazin

Apple verweigert anderen Zahlungsanbietern bislang sowohl den Zugriff auf das Secure Element als auch die Nutzung der NFC-Schnittstelle. Deshalb werden auch bei uns mit dem iPhone nur Zahlungen über das hauseigene Apple Pay möglich sein, für dessen Nutzung das Unternehmen den Banken eine Transaktionsgebühr berechnet. Zum Starten des Zahlvorgangs mit einem iPhone 8 oder älter ist nur der Finger auf den Touch-ID-Sensor zu legen und das Gerät mit ausgeschaltetem Display ans Terminal zu halten. Beim iPhone X ist die Legitimierung per Face ID oder Code nötig.

Google Pay steht Banken und Zahlungsdienstleistern kostenlos zur Verfügung und wird momentan von der Commerzbank, Comdirekt und N26 unterstützt. Die Landesbank Baden-Württemberg und Revolut sollen folgen. Wer es ohne angeschlossene Bank nutzen möchte, kann das mit der App Boon der Wirecard AG bewerkstelligen. Sie stellt dafür eine virtuelle Mastercard bereit, die sich per Überweisung oder mit einer „richtigen“ Kreditkarte aufladen lässt. Nach einer dreimonatigen Testphase kostet der Service 1,49 Euro monatlich. Für das kontaktlose Bezahlen von Beträgen unter 25 Euro mit Google Pay reicht es, den Bildschirm des Smartphones zu aktivieren. Darüber muss das Gerät entsperrt werden

Größere Auswahl bei Android

Da Googles Zahlungsschnittstelle auch für Drittanbieter frei zugänglich ist, gibt es für Android noch diverse weitere Möglichkeiten, per NFC mit dem Smartphone zu zahlen. Bereits seit rund einem Jahr bietet beispielsweise die App Deutsche Bank Mobile des größten deutschen Geldhauses das mobile Bezahlen per hinterlegter Kreditkarte an. Auch hier muss die App nicht gestartet werden, allerdings ist das Gerät für die Nutzung stets zu entsperren, und bei Beträgen ab 25 Euro ist die Kreditkarten-PIN einzugeben. Auf die gleiche Weise funktioniert die App der Postbank.

Mobiles Bezahlen in Deutschland
Die deutschen Geldinstitute setzen auf eigene Bezahllösungen für Android, wie hier die Sparkasse.
© Screenshot / PC Magazin

Die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken sind diesen Sommer ebenfalls mit eigenen Lösungen an den Start gegangen. Die Besonderheit: Beide Apps sind nicht nur mit der Kreditkarte, sondern auch mit der Girocard des jeweiligen Hauses nutzbar. Bei der Sparkassen-App lässt sich überdies einstellen, ob zum Bezahlen das Display aktiviert, das Gerät entsperrt oder die App gestartet werden muss.

Lesetipp: Mobiles Bezahlen - Sparkassen starten Bezahl-App

Kunden der Fidor-Bank haben es schwerer. Sie müssen die Banking-App des Hauses öffnen, sich dort einloggen und dann die Bezahlfunktion starten. Erst dann sind für 30 Sekunden Zahlungen per NFC möglich. Die Bezahl-App Glase muss ebenfalls erst göffnet werden und ermöglicht dann Transaktionen an kontaktlosen Terminals per Tap & Pay. Abgerechnet wird per Lastschrift, aber auch mit Kredit- oder Debitkarten. Das Besondere ist hier, dass es Cashback auf alle Einkäufe gibt.

Es geht auch ohne Funk

Mobiles Bezahlen in Deutschland
Payback Pay lässt sich nicht für das EMV-Verfahren nutzen, funktioniert aber auch mit dem iPhone.
© Screenshot / PC Magazin

Neben den Bezahllösungen auf EMV-NFC-Basis gibt es noch andere, Software-basierte Varianten, die jede Bank unterstützen und zudem auch ohne Apple Pay mit dem iPhonegenutzt werden können. Bei den Apps von Edeka und Netto etwa wird dem Kunden für den Bezahlvorgang eine vierstellige, für fünf Minuten gültige PIN angezeigt, die der Kassierer an der Kasse eintippt. Der Betrag wird von dessen Konto abgebucht. Um den Vorgang zu starten, muss die App geöffnet und mit einer PIN entsperrt werden.

Ein ähnliches System gibt es beim Datensammler Payback, nur wird an der Kasse ein QR-Code gescannt. Die Zahlfunktion kann hier auch per Fingerabdruck entsperrt werden. Bei Aral ist die Zahlung nur mit einem hauseigenen NFC-Verfahren möglich.Mit diesen beiden Varianten klappt das Bezahlen natürlich nicht so reibungslos wie mit Google Pay und Co., außerdem ist es nur online möglich. Dafür gibt es einen digitalen Kassenbon, und elektronische Coupons können gleich mit eingelöst werden. Bei Payback gibt es automatisch Punkte.

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