Mobil arbeiten

Mobile Tastaturen für Tablets

Ein aktuelles Tablet ist weit mehr als nur ein Browser-Display. Es hat genug Power, um auf Reisen oder im Café als vollwertiger Rechner zu arbeiten – wäre da nicht die fehlende Tastatur. Doch was gibt es an mobilen Eingabegeräten, und was taugen sie? Wir haben es ausprobiert.

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© shutterstock/oneinchpunch

Mobil arbeiten - Mobile Tastaturen für Tablets

Auch, wenn man die Prahlerei von Ap les Chef Tim Cook zur Leistung des neuen iPad Pro nicht glauben muss: Aktuelle und etwas teurere Tablets haben mehr Leistung als billige Notebooks. Microsoft Office läuft darauf, und mit Dropbox-Client, Mail-Programm, Bildbearbeitung und Browser wäre der mobile PC komplett. Wäre da nicht das Tastaturthema. 

Die Bildschirmtastaturen von iPad und Android-Tablets sind für gelegentliche E-Mails und das Eingeben von WWW-Adressen durchaus gut geeignet. Sie haben jedoch zahlreiche nervige Einschränkungen: Gerade bei 16:9-Tablets belegen Sie mehr als die Hälfte des sichtbaren Bildschirms. 

Zeigt die verwendete App oben noch ein paar Zeilen mit Schaltflächen an, bleibt nicht selten nur noch ein Textschlitz mit drei bis vier Zeilen übrig. Wer da längere Texte schreiben will, sieht den Text vor lauter Tasten nicht. Dreht man das Tablet hochkant, entsteht zwar Platz, aber mit zehn Finger lässt es sich dann nicht mehr tippen. 

Die Ergonomie ist auch sonst verbesserungswürdig: Die Tasten sind klein, es gibt kein Feedback, ob die Finger sie getroffen haben, und Umlaute machen Umstände: Entweder lange Drücken oder noch kleinere Tasten in Kauf nehmen. Liegt das Tablet, lässt es sich gut tippen, steht es schräg, lässt es sich gut sehen. Beides gleichzeitig geht mit der Bildschirmtastatur nicht.

Lese-Tipp: Bestenliste - Tablet-PCs

Wichtige Eigenschaften einer mobilen Tastatur 

Wenn also klar ist, dass man für den mobilen Einsatz eine echte, externe Tastatur benötigt, stellt sich gleich die Frage: Worauf kommt es denn nun an? Und was ist mir davon wirklich wichtig und was eher nebensächlich? Davon hängt ganz entscheidend die Auswahl ab.

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Die Tastatur sollte nur die Hälfte eines Tablets wiegen 

Wer mobil unterwegs ist, muss sein Zeug oft selbst schleppen oder muss beim Handgepäck unter einem gewissen Gewicht bleiben. Eine Tastatur sollte also möglichst wenig wiegen. Die leichtesten Vertreter bringen 150 Gramm auf die Waage, viele liegen zwischen 200 und 270 Gramm. Zum Vergleich: Ein 10-Zoll-Tablet wiegt zirka 500 Gramm.

Größe – der Kompromiss zwischen Packmaß oder Tastengröße 

Gehirn und Hände können sich erstaunlich gut an verschiedene Tastaturgrößen gewöhnen. Aber Gewöhnung ist nötig. Bei ganz kleinen Tastaturen (zirka 60 Prozent der Normgröße) müssen selbst Zehnfinger- Tipper auf Adlersuchsystem wechseln, weil sich die Finger in die Quere kommen. 

Bei der Größe haben die Anbieter viele Ideen, wie sie Platz sparen: Die Tastatur schlicht schrumpfen – alles wird kleiner, sieht aber wie eine Tastatur aus –, auf verschiedene Art und Weise zusammenklappen und einfach nur sehr dünn machen. 

Sehr dünne und faltbare Tastaturen funktionieren oft aber nur auf Tischen. Auf Knien oder dem Sofa verbiegen sich gerne oder klappen ungewollt zusammen.

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Bluetooth Low Energy ist der Funkstandard 

Vergessen sie alle Tastaturen mit einem Dongle. Gerade, wenn man mobil ist, stört er nur, weil er absteht. Zieht man ihn ab, verliert man ihn leicht. Eine mobile Tastatur sollte per Bluetooth verbunden sein. Es gibt kein Tablet, was kein Bluetooth eingebaut hätte. 

Bei modernen Bluetooth-Implementationen ist der Stromverbrauch außerdem so gering, dass man Wochen darauf tippen kann, ohne nachladen zu müssen. Gute Tastaturen können übrigens mehrere Geräte, meist drei, verbinden und per Tastenkombination wechseln. So lassen sich Smartphone, Notebook und Tablet von einer Tastatur aus steuern.

Batterien sind bei mobilen Tastaturen kein Thema mehr 

Eingebauter Lithium-Akku oder Batterie? Batterien bekommt man überall auf der Welt, aber sie machen eine Tastatur tendenziell dicker und schwerer. Richtig flach lässt sich eine Tastatur nur mit einem Akku bauen. Und das Laden erfolgt in der Regel über Micro-USB und neuerdings auch über USB-C. Dafür findet sich immer ein Ladegerät – gerade auch im Ausland. Die Ladezeiten spielen keine Rolle mehr. Nach wenigen Minuten hat das Gerät genug Saft für weitere Stunden.

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Am Tastatur-Layout und der Tastenbelegung scheiden sich die Geister 

Ein wunder Punkt bei vielen kleinen Tastaturen: Sonderzeichen und deutsche Umlaute werden „irgendwo“ platziert, sind entweder gar nicht oder über Fn-Verrenkungen zu erreichen. Eine Funktionstastenreihe sparen sich viele kleine Geräte und implementieren das über eine Kombination mit Fn und den Zahlentasten. Zehnfinger-Tipper müssen sich hier gehörig umgewöhnen.

iPads erwarten bestimmte Sonderzeichen übrigens auf anderen Tasten als Android- oder Windows-Geräte. Die Aufdrucke auf den Tasten passen daher nicht unbedingt zum Zeichen, das anschließend erscheint. Manche Tastaturen können diese Belegungen umschalten, was erkennbar ist über Windows-, Android- und Apple-Symbole. Aber dann muss man wissen, wo sie liegen, weil der Aufdruck selten stimmt.

Für Qualitätsschalter ist in kleinen Tastaturen oft kein Platz 

Beim Anschlag sollte eine Tastatur nicht zu schwammig sein und mehr Feedback als eine Bildschirmtastatur geben. Wenn sie laut klappert, könnten sich andere im Zug, Hotel oder Café gestört fühlen. Und leider gibt es immer noch Tastaturen, die deutlich prellen: 

Drückt man die Taste einmal, erscheint der zugehörige Buchstabe zwei- oder dreimal. Gerade bei kleinen und sehr flachen Tastaturen sind meist Folien unter den Tasten im Einsatz, die ein unklares Feedback geben. Aber wenn man viel tippt, ist eine saubere Rückmeldung enorm wichtig, um nicht ständig Text zu korrigieren.

Aufstellhilfen für das Tablet sind selten stabil genug für die Fingerbedienung 

Das Tablet steht auch bei der mobilen Nutzung wahrscheinlich direkt hinter der Tastatur. Einige Tastaturen haben dafür ausklappbare Halter integriert, die meist nur einen Winkel zulassen. Dann lässt sich aber die Tastatur nicht mehr schrägstellen.

Aufstellhilfen für das Tablet

© Josef Bleier

Wer ein Tablet als Display aufstellen möchte, braucht dafür eine Aufstellhilfe. Praktisch ist es, wenn sie dazu an der Tastatur angebaut ist (rechts) oder sich schnell aufbauen lässt (links). Große Stabilität darf man aber nicht erwarten.

Das gilt meist auch für Systemtastaturen, die der Hersteller anbietet und die direkt an das Tablet angedockt werden. Mehr Flexibilität bieten Aufstellhilfen, die beim Transport nur wenig Platz benötigen, aber ein Tablet sicher halten können. Letzteres klappt eher selten, weil das geringe Packmaß solcher Hilfen der Stabilität im Weg steht. Spätestens bei der Bedienung des Touchscreens mit dem Finger wackelt es oft bedenklich. 

Bei Android hilft da der Einsatz einer Maus, um nicht aufs Tablet tippen zu müssen oder eine Tastatur mit Touchpad. Manche Tastaturen sind auch sehr rutschig und bewegen sich leicht bei jedem Anschlag. In so einem Fall muss man noch ein paar kleine Rutschstopper kaufen.

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