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Erklärung: Was ist das Marvel Cinematic Universe (MCU)?

Captain America 3 Civil War Szene Avengers

© Marvel 2016

Szenenfoto aus "The First Avenger: Civil War" mit Anthony Mackie, Paul Rudd, Jeremy Renner, Chris Evans, Elizabeth Olsen und Sebastian Stan.

Zunächst ist eine Tatsache wichtig: Obwohl alle MCU-Filme jeweils eine Adaption von Comic-Geschichten aus dem Marvel-Verlag sind, ist nicht jede Marvel-Verfilmung auch ein Teil des MCU.

Was verwirrend klingt, ist eigentlich ganz einfach: Lange bevor der Comicverlag Marvel sein eigenes Produktionsstudio gründete und unabhängig eigene Verfilmungen seiner Superheldenstorys produzierte, wurden die Rechte für einzelne Figuren an andere Filmstudios verkauft. So erwarb zum Beispiel Constantin Film die Rechte an den "Fantastic Four", während sich Twentieth Century Fox die Filmrechte für die "X-Men" sicherte. Die jeweiligen Filme mit diesen Charakteren gehören daher nicht ins MCU. 

Anmerkung: Wobei der Kauf von 21st Century Fox, dem Mutterkonzern von Twentieth Century Fox, durch Disney, den Mutterkonzern von Marvel, dazu führen könnte, dass in zukünftigen MCU-Filmen auch X-Men-Charaktere auftreten. Ankündigungen gibt es dazu bislang jedoch keine.

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Sonderfall: Spider-Man

Etwas anders ist die Sache bei der Figur "Spider-Man": Hier hatte Sony Anfang der 2000er Jahre im Alleingang eine äußerst erfolgreiche Trilogie mit dem Superhelden veröffentlicht (in der Hauptrolle: Tobey Maguire). Das anschließende Reboot (zwei Filme mit Andrew Garfield) brachte aber nicht den gewünschten Erfolg.

Mehr lesen: Die richtige Reihenfolge aller Spider-Man-Filme

Daraufhin einigte man sich mit Marvel/Disney kurzerhand darüber, dass der nächste Spider-Man-Film ("Spider-Man: Homecoming") Teil des MCU werden sollte und der Charakter vorerst auch in anderen MCU-Filmen auftreten darf (so geschehen in "The First Avenger: Civil War"). Die Spider-Man-Rechte gehören also nach wie vor Sony, man arbeitet aber mit Marvel Studios und Disney wohlwollend zusammen.

Lese-Tipp: Das bedeutet die Nach-Abspann-Szene von "Venom"

Dieser einzigartige Deal scheint aber tatsächlich nur die Figur Spider-Man und einige der wichtigsten Nebenfiguren zu umfassen und nur für Realverfilmungen zu gelten.

Andere aus den Spider-Man-Comics bekannte Charaktere gehören wohl nicht dazu, wie der von Sony allein produzierte Film "Venom" zeigt: Ursprünglich ist Venom ein Gegner von Spider-Man, doch der "Venom"-Film aus dem Jahr 2018 spielt ganz klar nicht im MCU und Spider-Man tritt darin nicht auf, findet noch nicht einmal Erwähnung.

Außerdem veröffentlichte Sony ganz ohne Disney Ende 2018 die jüngst mit dem Golden Globe als bester Animationsfilm ausgezeichnete Produktion "Spider-Man: A New Universe". Darin treten gleich mehrere Inkarnationen von Spider-Man auf - all das aber vollkommen unabhängig vom Marvel Cinematic Universe.

Marvel Cinematic Universe: Alles ist verbunden

Doch zurück zum ursprünglichen Marvel Cinematic Universe: Die Filme dieses Kinouniversums sind alle mehr oder weniger stark miteinander verbunden. Die Geschichten spielen alle auf derselben Erde bzw. im selben Universum, gleichzeitig oder zu verschiedenen Zeiten innerhalb derselben Zeitlinie.

Passiert etwas in einem MCU-Film, ist dies auch in der Welt eines anderen MCU-Films passiert (oder wird passieren, falls die Handlung vorher spielt). Charaktere und Ereignisse des einen Films können also jederzeit in einem anderen Film im Hintergrund angedeutet oder direkt in Dialogen thematisiert werden - müssen sie aber auch nicht, wenn sie für das aktuelle Geschehen keine Rolle spielen.

Mitunter taucht eine Figur sogar persönlich als Cameo, Anspielung oder wichtige Nebenrolle im Film eines anderen Helden auf. Manchmal zeigt sich die Verbindung hingegen nur in einer speziellen Szene nach dem Abspann.

Spider-Man: Homecoming, Trailer 1 (deutsch)

Quelle: 2017 Sony Pictures Releasing GmbH
Tom Holland ist der dritte Darsteller des Peter Parker alias Spider-Man seit 2002.

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Schriftzug
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Avengers 4 Teaser

Neues Video zum kommenden Marvel-Film: Der Super-Bowl-Spot zu "Avengers: Endgame" wurde inzwischen auch in deutscher Fassung veröffentlicht.

Und trotz aller Verbindungen und einer übergeordneten Gesamtentwicklung der gezeigten Welt erleben die einzelnen Hauptfiguren, wie Iron Man, Captain America oder Spider-Man, in ihrem jeweiligen Einzelfilm immer eine eigene Geschichte und bestehen eigene Abenteuer für deren Verständnis die Kenntnis der anderen Filme meist keine Voraussetzung ist (einzige Ausnahme: "The First Avenger: Civil War").

Anders ist das bei den gemeinsamen Filmen, in denen alle wichtigen Figuren aufeinandertreffen und als Superheldenteam mit dem Namen "Avengers" zusammen die Welt retten (bisher drei Filme: "Marvel's The Avengers", "Avengers: Age of Ultron" und "Avengers: Infinity War"). Diese Team-Ups setzen inhaltlich voraus, dass fast alle Charaktere bereits in ihren eigenen Filmen etabliert wurden, sodass sie hier ohne große Einführung erneut auftreten können. Interessant dabei: Den Grundstein für diese Zusammenarbeit haben die Macher bereits in der Nachabspannszene des ersten MCU-Films "Iron Man" gelegt, ohne zu wissen, ob das Projekt jemals aufgehen würde.

Zum Glück wurde der Film ein riesiger Erfolg und Marvel-Mastermind Kevin Feige, der als Produzent hinter allen MCU-Filmen steht, kann seine Vision eines einheitlichen Filmuniversums nun schon seit 10 Jahren immer weiter ausbauen. Und wenngleich die sogenannte Phase 3 des Marvel Cinematic Universe mit "Avengers: Infinity War" noch nicht beendet sein wird, fühlt sich der dritte Avengers-Film bereits sehr nach Höhepunkt und vermeintlichem Schlussstrich aller bisherigen MCU-Geschichten an.

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Spider-Man Tom Hardy
Video
Spider-Man-Spin-off

Eigentlich ist Venom ein Gegner von Spider-Man. Doch in diesem Jahr kommt die Figur mit einem eigenen Solo-Film ins Kino. In der Hauptrolle Tom Hardy.

Black Panther, Haupttrailer

Quelle: The Walt Disney Company Germany / Marvel Studios
"Black Panther" startet am 15.02.2018 in den deutschen Kinos.

Wie es für die Avengers weitergehen wird, ist - auch angesichts auslaufender Schauspielverträge - noch ungewiss. Zwar sind mit "Captain Marvel" und "Avengers: Endgame" die nächsten Titel bereits angekündigt. Doch viele Fans sind sich sicher, dass danach nicht mehr alle bisherigen Helden dabei sein werden.

Das MCU auf dem TV-Bildschirm

Um diesen Kurzüberblick zum Marvel Cinematic Universe nicht zu verwirrend zu gestalten, seien die verschiedenen Marvel-TV-Serien an dieser Stelle nur kurz erwähnt.

Neben den großen Kinofilmen gibt es inzwischen auch zahlreiche Fernseh- und Netflix-Produktionen, die im selben Universum spielen sollen. Jedoch ist die Verbindung von Serien wie "Agents of S.H.I.E.L.D.", "Daredevil" und "Agent Carter" zur Haupthandlung der Kinofilme eher einseitig und weniger stark. Die Filme geben nur das Grundgerüst der Welt vor, in der die Serienfolgen angesiedelt sind. Ab und an greifen einzelne TV-Episoden die Geschehnisse der Filme etwas konkreter auf, treten Gaststars aus dem Kino auf oder kommentieren Charaktere die Ereignisse ganz explizit. Doch meist zeigen sich (wenn überhaupt) nur Andeutungen im Hintergrund.

Wobei dies natürlich auf die jeweilige Serie ankommt: Die wichtigen Enthüllungen am Ende des Films "The Return of the First Avenger" haben zwangsläufig großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Serie "Agents of S.H.I.E.L.D.", während die Charaktere in "Iron Fist" oder "Jessica Jones" von den Kino-Ereignissen relativ unberührt bleiben, da sie sich kaum aus ihrem Stadtteil herausbewegen.

Dinge, die im TV passieren, wurden bislang jedenfalls in keinem Kinofilm explizit erwähnt. Insgesamt gesehen ist die Verbindung damit so locker gehalten, dass ein Zuschauer, der nur die Kinofilme kennt, das Fehlen der Fernsehserien nicht bemerken wird.

Wann die einzelnen TV-Reihen in die Handlung des großen Ganzen eingebettet sind, können Sie hier nachlesen.

Kurzfilme: Marvel One-Shots

Der Vollständigkeit halber sei abschließend noch auf die Kurzfilme hingewiesen, die exklusiv auf einigen Marvel-Blu-rays als Extra enthalten sind und kleinere Ereignisse im MCU zeigen. Diese Ereignisse haben auf die große Handlung keinen Einfluss, sondern zeigen lediglich Hintergründe und füllen kleinere Story-Lücken auf.

Bislang gibt es 5 solcher Filme, die auf Deutsch unter dem wenig sinnvollen Übertitel "Marvel Einstellung" veröffentlicht wurden:

  • Der Berater (2011)
  • Etwas Lustiges geschah auf dem Weg zu Thors Hammer (2011)
  • Objekt 47 (2012)
  • Agent Carter (2013)
  • Der Mandarin (2014)

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