Marketing per Kurznachricht

Marketing mit Twitter

7.1.2009 von Redaktion pcmagazin und Carola Heine

Mit 140 Zeichen Networking oder Marketing betreiben und Aufträge generieren - ein neuer Trend? Die deutschen Corporate-Twitterer vermehren sich stetig.

ca. 2:40 Min
Ratgeber
  1. Marketing mit Twitter
  2. Teil 2: Marketing mit Twitter
Twitter als Marketing-Instrument
Beliebte Webpage: Twitter.com
© Archiv

Auch wenn der beliebte Microblogging-Dienst Twitter auf den ersten flüchtigen Blick nur wie ein Zeitfresser und web- basierter Chat wirkt, so steckt doch wesentlich mehr hinter diesem Web-2.0- Phänomen.

Twitter ist Status-Update-Service in Echtzeit, Trend-Suchmaschine, PR-Kanal und nicht zuletzt öffentliches Instant Messaging Tool auf einer gemeinsamen Plattform mit zentralem Server, über den täglich bis zu einer Million Tweets - Twitter- Nachrichten - veröffentlicht werden, Tendenz steigend.

Inzwischen wird Twitter nicht nur von Einzelkämpfern und Web-Firmen, sondern immer häufiger auch von größeren Unternehmen für die Imagepflege und eine komfortable Kommunikation von News und frischen Blog-Einträgen genutzt. Doch wie sieht die konkrete Nutzung von Twitter für professionelle Anwendungen aus und welche Dienste machen aus diesem Informationsverdichter ein noch nützlicheres Tool?

Marketing und Kommunikation

Anders als bei anderen Web-2.0-Diensten erschließt sich der Business-Nutzen von Twitter.com nicht auf den allerersten Blick, denn oberflächlich betrachtet wirkt Microblogging tatsächlich wie eine Anwendung für Menschen mit zu viel Zeit. Ganz ähnlich wie vor fünf Jahren noch das Betreiben eines Weblogs, dessen Sinn und Zweck inzwischen auch für geschäftliche Zwecke niemand mehr infrage stellen würde. Einfach, weil Blogs von Firmen sehr erfolgreich für PR und Suchmaschinenmarketing eingesetzt werden.

Twitter als Marketing-Instrument
Eine Million Tweets erscheinen täglich auf twitter.com. Flüchtige Momentaufnahme der aktuellsten Postings unter twitter.com/public_timeline.
© Archiv

Twitter allerdings ist noch vernetzter, wesentlich unmittelbarer als Blogs und verschmilzt Micro Online Publishing mit Social Networking. Was zunächst wie die krasse Einengung sämtlicher Entfaltungsmöglichkeiten wirkt, ist der unschätzbare Pluspunkt von Twitter: Die Beschränkung auf bis zu 140 Zeichen pro Nachricht, die Web-basiert oder per Computer, Handy oder anderem Mobilgerät an den Twitter-Server geschickt und über diesen Dienst auch auf einem Ausgabegerät nach Wahl empfangen werden können.

Wer twittert, erlernt sehr schnell eine Konzentration auf das Wesentliche, sowohl bei der Veröffentlichung einer Information als auch lesend, als Empfänger. Dabei dreht sich stets alles um die eine Ausgangsfrage, für deren Beantwortung Twitter erschaffen wurde.

Keine Sinnfrage

"What are you doing?" steht neben dem einzigen Eingabefeld, das Twitter zu bieten hat. Eine Frage, die User weltweit gern und bereitwillig per SMS, Instant Messenger, E-Mail, mit einem der zahlreichen Desktop Clients oder direkt Web-basiert über die Twitter.com Website beantworten.

Neben dem auf 140 Zeichen beschränkten Feld für die Statusangabe verfügen Twitter- Nutzer über eine Profil-Seite, auf der ihre aktuellen Updates angezeigt werden und die auch für nicht registrierte Leser im Web öffentlich zugänglich ist, es sei denn, die Updates wurden auf geschützt eingestellt. Über die Profilseite können Sie als Twitterer jeweils eine Micro-Beschreibung, Ihre URL sowie ein Firmenlogo oder Porträt einstellen und die Menü- und Hintergrundfarben wunschgemäß anpassen. Die Grafik wird zu Ihrem Twitter-Icon, das für alle anderen neben den Updates zu sehen ist.

Zusätzlich können Sie sich mit anderen vernetzen, indem Sie deren Updates abonnieren (following) und wiederum selbst von den anderen zurückverfolgt werden. Oder Sie werden nur Follower von jemand anderem und lesen dessen Updates mit, ebenso wie andere Ihren eigenen ungeschützten Twitterstream auch einfach nur mitverfolgen können, ohne dass Sie diese Gefolgschaft prompt erwidern.

Über die Profilseite lässt sich offen einsehen, wem Sie folgen und auch, wer Ihre Updates abonniert hat, sodass jeder bei jedem stöbern und sich weitere Kontakte zusammensuchen kann. So weit, so übersichtlich.

Erweitert werden diese Basisfunktionen durch die Möglichkeit, private Direktnachrichten an andere zu senden und welche zu empfangen, sich Updates der eigenen Following-Liste auf Desktop- oder Mobil-Clients senden zu lassen, per SMS oder als RSS zu empfangen oder - und hier finden sich die spannendsten Optionen - die Services eines Drittanbieters zu nutzen, um die Tweets wunschgemäß zu filtern.

Twitter selbst ist kostenlos, einzig der in Deutschland zurzeit nicht mögliche Empfang von Tweets per SMS wird über die Mobilfunkbetreiber abgerechnet.

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