Kaufberatung

MacBook Pro oder MacBook Air 2022: Entscheidungshilfe für Apple-Notebooks

21.6.2022 von Tim Kaufmann

Apple bietet derzeit vier verschiedene MacBooks an, zu Preisen zwischen 1.000 und 7.000 Euro. Wir zeigen die Stärken und Schwächen von MacBook Air und den MacBook Pro mit 13, 14 und 16 Zoll Display.

ca. 3:20 Min
Ratgeber
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  1. MacBook Pro oder MacBook Air 2022: Entscheidungshilfe für Apple-Notebooks
  2. MacBook Pro oder Air: Technische Daten, Tastatur, Display und Anschlüsse
  3. Veraltet: MacBook Pro oder MacBook Air mit Intel-CPUs
Apple MacBook Air, MacBook Pro und Mac Mini 2020
MacBook Pro oder MacBook Air? Welches Apple-Notebook ist das richtige?
© Apple

Apple baut um. Innerhalb von zwei Jahren will das Unternehmen alle Computer auf selbst produzierte CPUs und Grafikprozessoren umstellen, das so genannte "Apple Silicon". Die Chips von Intel und AMD gehen dabei über Bord. Enorme Leistungsgewinne und geringerer Stromverbrauch zählen zu den angenehmen Auswirkungen.

Nur bei den Laptops hat Apple den Umbau bereits abgeschlossen. Schon im Herbst 2020 hat Apple das besonders kompakte MacBook Air (ab 1.199 Euro) und das MacBook Pro 13 Zoll (ab 1.599 Euro) erhalten Sie wahlweise mit dem M1-Chip aus dem Jahr 2020 oder dem M2 von 2022. Das MacBook Pro mit 14 und 16 Zoll Display (ab 2.249 Euro) ist mit besonders leistungsfähigen Varianten des M1 ausgestattet, nämlich M1 Pro oder M1 Max. Sie sind auch dem neueren M2 leistungsmäßig überlegen.

Diese aktuelle Produktpalette steht im Mittelpunkt unserer Kaufberatung. Für Leser, die nach Infos über die älteren Intel-Maschinen suchen, haben wir eine frühere Version unserer Kaufberatung am Ende angehängt.

CPU- und Grafik-Leistung

Derzeit besteht Apples Angebot aus den Chips M1, M1 Pro, M1 Max und M2. Alle Chips beherbergen neben dem Hauptprozessor (CPU) auch die Grafik (GPU). Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch die Art und Zahl der Cores, d.h. den Recheneinheiten. Je mehr es davon gibt, um so schneller ist der Chip. M1 Pro und M1 Max bieten außerdem einige interessante Zusatzfunktionen, auf die wir gleich eingehen. Zunächst eine Übersicht der Chips, die für die verschiedenen MacBooks erhältlich sind:

  • Das MacBook Air (MBA) verkauft Apple mit dem M2 mit 8 Core CPU und 8 Core GPU. Alternativ gibt es eine Variante des M2 mit 10 GPU Cores. Günstiger ist das MBA mit M1 mit 8 CPU- und 7 GPU-Kernen. Das früher erhältliche MBA mit einem achten GPU-Kern verkauft Apple seit Juni 2022 nicht mehr als Neugerät an.
  • Das MacBook Pro 13 (MBP13) bietet Apple ausschließlich mit dem M2 an, mit 8 CPU-Kernen und wahlweise 8 oder 10 GPU-Kernen.
  • Das MacBook Pro 14 (MBP14) liefert Apple in der Basisausstattung mit dem M1 Pro (8 Core CPU/16 Core GPU). Optional ist der M1 Pro hier auch mit 10 Core CPU und 14 oder 16 GPU Cores erhältlich. Und dann wäre da noch der M1 Max mit 10 CPU Cores und 24 oder 32 GPU Cores möglich.
  • Das MacBook Pro 16 (MBP16) verkauft Apple mit dem M1 Pro (10 Core CPU/16 Core GPU). Alternativ erhalten Sie ihn mit dem M1 Max mit 10 Core CPU und 24 oder 32 Core GPU.

Schon M1 (ohne Namenszusatz) und M2 bewältigen den Alltag aus Surfen, Office und Videostreamen mit beeindruckender Leichtigkeit. Selbst der schon etwas anspruchsvollere 4K-Videoschnitt zum Beispiel für YouTube ist mit diesen Chips problemlos möglich. Je nach Einsatzszenario bietet der M2 Apple zufolge etwa 15 bis 20 Prozent mehr CPU-Leistung und bis zu 40 Prozent mehr Grafikleistung als der M1.

Speziell das Air arbeitet ohne Lüfterunterstützung und damit völlig geräuschfrei. Wird die CPU über mehrere Minuten hinweg stark belastet (was bei den meisten Anwendern selten vorkommt), dann drosselt Apple die Leistung etwas, damit sich das Gerät nicht überhitzt. Beim MBP ist das anders. Ihm stellt Apple einen Lüfter zur Seite. Meistens ist er unhörbar, aber in Extremsituationen verschafft er der Hardware Frischluft. Dadurch können die Chips im MBP ihre Höchstleistung länger abrufen.

Der schlanke Mac Mini macht auf dem Tisch eine gute Figur.

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Angesichts der enormen Leistungsfähigkeit von M1 und M2 stellt sich die Frage, wer den M1 Pro und M1 Max braucht? Die mit diesen Chips ausgestatteten MBP14 und MBP16 richten sich eindeutig an Softwareentwickler, Videoproduzenten, Fotografen und andere Kreative mit entsprechend leistungshungrigen Workflows:

  • Vier der acht CPU-Cores des M1 beziehungsweise M2 sind Hochleistungskerne. Bei den übrigen vier handelt es sich um Effizienzkerne mit geringerer Leistung, aber auch reduziertem Stromverbrauch. Bei M1 Pro und Max setzt Apple gleich acht Hochleistungskerne ein und nur zwei Effizienzkerne.
  • Der M1 unterstützt maximal 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, der M2 bis zu 24 Gigabyte. Beim M1 Pro sind es 32, beim Max 64 Gigabyte.
  • M1 und M2 können offiziell jeweils nur ein externes Display betreiben. Beim M1 Pro sind es zwei Bildschirme, beim M1 Max sogar vier.
  • M1 Pro und Max bringen eine zusätzliche Recheneinheit in Form der Media Engine mit, die speziell die Arbeit mit Videos beschleunigt. Die Media Engine des M1 Pro kann bis zu 20 4K-Videos gleichzeitig abspielen. Die des M1 Max ist nochmals leistungsfähiger und bewältigt bis zu sieben 8K-Videos. Auch die Speicherbandbreite, so etwas wie die interne Geschwindigkeit des Chips, ist beim Max mit 400 GB/s höher als beim Pro mit seinen 200 GB/s.

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