Kaufberatung

MacBook Pro oder MacBook Air 2020: Entscheidungshilfe für Apple-Notebooks

Mit MacBook Air und MacBook Pro bietet Apple zwei sehr ähnliche Notebooks. Wir zeigen die Unterschiede und sagen, welches Gerät sich für wen besser eignet.

Inhalt
  1. MacBook Pro oder MacBook Air 2020: Entscheidungshilfe für Apple-Notebooks
  2. MacBook Pro oder Air: Technische Daten, Tastatur, Display und Anschlüsse

© Montage: pc-magazin.de / Apple

MacBook Pro oder MacBook Air 2020? Welches Apple-Notebook ist das richtige?

MacBook Pro 13 und MacBook Air bieten beide ein 13 Zoll großes Display. Sie kämpfen in der selben Preisklasse und sind fast zeitgleich auf den Markt gekommen. Kein Wunder, dass für viele Interessenten beide Geräte in Frage kommen. Doch gräbt man ein wenig tiefer, zeigen sich wichtige Unterschiede.

MacBook Pro oder MacBook Air: Gewicht und Farbe

Länge und Breite der beiden Geräte sind identisch. Einen kleinen Unterschied gibt es bei der Höhe. Weil das Air von der Seite betrachtet keilförmig geformt ist, misst es an der dünnsten Stelle ein bisschen weniger als das MacBook Pro und ist an der höchsten Stelle einen halben Millimeter höher. Beim Gewicht liegt das Air vorne. Es wiegt gut 100 Gramm weniger als das Pro.

Bei der Wahl der Gehäusefarbe lässt Ihnen das MacBook Air (MBA) ein bisschen mehr Freiraum. Beide Apple-Laptops sind in klassischem Silber und dem nun auch schon nicht mehr ganz neuen, dunkleren Space Grey erhältlich. Nur das Air gibt es außerdem in einem Goldton, der einen leicht rötlichen Schimmer hat.

MacBook Pro oder MacBook Air: CPU-Leistung

Der Leistungsvergleich ist die schwierigste Aufgabe bei der Gegenüberstellung der beiden Notebooks. Das liegt zunächst einmal daran, dass Apples Website eine Vergleichbarkeit der CPUs nahelegt, die tatsächlich nicht gegeben ist. Apple spricht nämlich grundsätzlich nur von Intels CPU-Familien Core i3, i5 und i7. Nur ein eingehender Blick auf die technischen Details zeigt, dass Apple (wie wohl alle Hersteller) unterschiedliche CPU-Generationen und -Linien verbaut. Beides wirkt sich sowohl auf die Prozessor- als auch auf die Grafikleistung aus.

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Hinzu kommt, dass es sich - im Hinblick auf die CPUs - tatsächlich um drei verschiedene Laptops handelt. Beim MacBook Pro haben Sie nämlich die Wahl zwischen der Variante mit zwei Thunderbolt-Anschlüssen (MBP2) und dem mit vier Anschlüssen (MBP4). Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass Sie hier nicht nur über die Zahl der Anschlüsse entscheiden. Ihre Wahl wirkt sich auch auf die CPU aus, die im Gerät steckt. Konkret wählen Sie zwischen den folgenden CPUs:

  • MacBook Air: Intel Core i3-1000NG4, Core i5-1030NG7, Core i7-1060NG7 (10. Generation, Y-Serie mit Iris Plus Graphics)
  • MacBook Pro mit 2x Thunderbolt: Intel Core i5-8257U, Core i7-8557U (8. Generation, U-Serie mit Iris Plus Graphics 645)
  • MacBook pro mit 4x Thunderbolt: Intel Core i5-1038NG7, Core i7-1068NG7 (10. Generation, U-Serie mit Iris Plus Graphics)

Die Y-Serie im MacBook Air verbraucht weniger Strom als die U-Serie im MacBook Pro, liefert dafür aber auch weniger Leistung. Weil Taktraten wenig über die tatsächliche Geschwindigkeit aussagen, haben wir Ergebnisse des Geekbench-Benchmarks in der folgenden Tabelle gesammelt. So lesen Sie die Tabelle:

  1. Der Geekbench Benchmark ist eine von zahlreichen Vergleichsmöglichkeiten, die sich speziell in der Apple-Welt durchgesetzt hat. Wir zeigen Ergebnisse aus Version 5 des Benchmarks.
  2. Je höher die Punktzahl, um so schneller arbeitet die jeweilige CPU in der Praxis.
  3. Single Core/Multi Core: Alle gelisteten CPUs bieten mehrere Prozessorkerne an, auf die sich die Rechenarbeit verteilt. Die meisten Programme können nur einen Rechenkern nutzen (Single Core). Viele Kerne (Multi Core) sind trotzdem von Vorteil, zum Beispiel wenn zahlreiche Programme gleichzeitig laufen und/oder Sie leistungshungrige Software einsetzen, die auf mehreren Kernen gleichzeitig arbeitet (zum Beispiel Videoschnitt). Daher sind sowohl die Single Core Leistung (wie schnell wäre die CPU, hätte sie nur einen Kern) und die Multi Core Leistung (wie schnell arbeitet die CPU, wenn sie auf allen Zylindern feuert) wichtig.

MacBook Pro mit 2 Thunderbolt-Ports

CPU / Takt Geekbench Single- Geekbench Multi-Core
Intel Core i5-8257U / 1.4 GHz 937 3924
Intel Core i7-8557U / 1.7 GHz 1064 4119

MacBook Pro mit 4 Thunderbolt-Ports

CPU / Takt Geekbench Single- Geekbench Multi-Core
Intel Core i5-1038NG7 / 2.0 GHz 1219 4239
Intel Core i7-1068NG7 / 2.3 GHz 1264 4723

MacBook Air

CPU / Takt Geekbench Single- Geekbench Multi-Core
Intel Core i3-1000NG4 / 1.1 Ghz 1052 2287
Intel Core i5-1030NG7 / 1.1 GHz 1148 3169
Intel Core i7-1060NG7 / 1.2 GHz 1283 3990

Aus der Tabelle lassen sich mehrere Rückschlüsse ziehen. So liegen zum Beispiel alle CPUs im Single Core Betrieb auf ähnlichem Niveau. Das spiegelt unseren Praxiseindruck wieder, dem zufolge sich auch die Basis-Ausstattung für Standardaufgaben eignet, zum Beispiel zum Surfen, Streamen und Mailen. Das MBP2 mit Core i5 fällt hier aber etwas zurück.

Generell eignen sich die CPUs im MBP besser für den Multi Core Betrieb. Das belegen die Multi Core Punktzahlen. Im Vergleich geht dem MBA mit Intel Core i3 besonders früh die Luft aus. Als einzige CPU bietet es nämlich nur zwei Kerne (Dual Core), die anderen bringen es auf vier (Quad Core). Dem entsprechend gering fällt die Multi Core Leistung des i3 aus.

Geht es um die Rechenleistung, dann spricht neben den Benchmark-Ergebnissen auch das leistungsfähigere Kühlsystem für den Griff zum MBP. Dank ihm läuft die CPU länger auf Vollleistung. Anders beim MacBook Air. Hier erreicht die CPU unter Last schnell ihre Maximaltemperatur und wird dann stark ausgebremst, damit sie nicht überhitzt. Diesen Effekt sollten Sie nicht unterschätzen - circa die Hälfte der CPU-Leistung kann durch die Drosselung entfallen. Zum Beispiel die Multi Core Punktzahl des MBA mit Core i7 liegt dann nur noch bei circa 2.000 statt annähernd 4.000 Punkten. Tipp: Das Kühlsystem wirkt sich nicht nur auf die CPU-Leistung aus. Das MacBook Pro arbeitet nach unserem Eindruck tendenziell auch leiser als das MacBook Air.

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