Kaufberatung

MacBook Pro oder Air: Technische Daten, Tastatur, Display und Anschlüsse

21.6.2022 von Tim Kaufmann

ca. 6:30 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. MacBook Pro oder MacBook Air 2022: Entscheidungshilfe für Apple-Notebooks
  2. MacBook Pro oder Air: Technische Daten, Tastatur, Display und Anschlüsse
  3. Veraltet: MacBook Pro oder MacBook Air mit Intel-CPUs
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Das MacBook Pro mit 13,3-Zoll-Display von Apple kam Ende 2019 auf den Markt.
© Apple

Display und Tastatur

Die Größe des Displays entscheidet über Arbeitsgeschwindigkeit, Komfort und Spaß im Alltag, aber auch über Größe und Gewicht des MacBooks. In vielen Fällen reicht es, wenn das Display eine einzige Anwendung in "vernünftiger" Größe anzeigt. Das gilt zum Beispiel für das Surfen im Web, den Videoabend und das Zocken. Für diese Anwendungsfälle bieten schon das MBA und das MBP13 mit ihren 13-Zoll-Displays ausreichend Platz. Das MBA mit M2 ist den beiden anderen Modellen dabei mit 13,6 Zoll gegenüber 13,3 Zoll noch einen Hauch voraus.

Arbeiten Sie mit besonders komplexen Programmoberflächen (Hallo, Videoschnitt!) oder möchten Sie zwei Programmfenster nebeneinander sehen, dann sind Sie mit den größeren Displays von MBP14 (14,2 Zoll) und MBP16 (16,2 Zoll) merklich besser aufgehoben. Schließlich bedeutet jedes Zoll einen Raumgewinn von gut 2,5 Zentimetern in der Diagonalen.

Tipp: Über die macOS-Einstellungen können Sie die Auflösung des Displays erhöhen. Dadurch wird alles kleiner, aber es passt eben auch mehr ins Bild. Der Schärfeverlust fällt dabei dan der hochauflösenden Displays vergleichsweise gering aus. Durch diesen Kniff kann die Arbeit mit zwei Programmfenstern nebeneinander auch an einem 13,3-Zoll-Display Spaß machen - gute Augen und nicht allzulange Arbeitssitzungen vorausgesetzt.

Qualitativ sind die Liquid Retina XDR Displays von MBP14 und 16 dem Liquid Retina Display (ohne "XDR") des MBA mit M2 beziehungsweise dem Retina Display der übrigen MacBooks voraus. Sie nutzen das topmoderne MiniLED-Verfahren für die Hintergrundbeleuchtung. MiniLED ermöglicht eine deutlich genauere Dosierung der Beleuchtung als ältere Verfahren und neigt - anders als die noch präziser leuchtenden OLED-Displays - nicht zum Einbrennen.

In der Summe bietet MiniLED bessere Schwarzwerte und eine höhere Maximalhelligkeit. Auch farblich genügen die werksseitig vorkalibrierten Displays professionellen Ansprüchen. Und dann ist da noch ProMotion, Apples Marketingbegriff für die erhöhte Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz. Sie sorgt für butterweiches Scrollen zum Beispiel auf Webseiten und ermöglicht rasante Spiele. Nach unserer Einschätzung ist ProMotion eines der Features die man nicht vermisst - bis man sie einmal genossen hat.

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Optisch gefallen MBA mit M2, MBP14 und MBP16 mit ihren sehr schmalen Displayrändern. Die Aussparung für die Kamera wirkt zwar anfänglich ungewohnt, doch nach unserem Eindruck gewöhnen sich Anwender schnell daran. Schade, dass Apple die zeitgemäße WebCam mit FullHD-Auflösung nur in das MBA mit M2 sowie in MBP14 und MBP16 verbaut. Im Air mit M1 und MBP13 steckt ein Modell mit deutlich schlechterer HD-Auflösung, dessen Bildqualität wir nur als ausreichend beschreiben können.

Je größer das Display, um so größer die Grundfläche des Laptops, um so mehr Platz bleibt für die Tasten. Deshalb greift man bei der Suche nach der besten Tastatur fast automatisch zu den beiden großen MBP. Aber auch das Air mit M2 bietet eine Tastatur mit großen Tasten inklusive vollwertigen F-Tasten. Beim MBA mit M1 ist das anders. Dort sind die Funktionstasten auf die halbe Höhe beschränkt. Das Tippen erfordert deshalb mehr Präzision. Das MBP13 ist unterdessen das letzte Modell, in dem Apple noch die Touchbar verbaut. Das schmale, berührungsempfindliche Display ersetzt die Funktionstasten durch kontextabhängige Einblendungen. Sind Sie zum Beispiel im Browser Safari unterwegs, dann zeigt die Touchbar Tasten für "Vor" und "Zurück", im E-Mail-Programm Tasten für "Neue E-Mail", "Antworten" usw. Die TouchBar gilt als Auslaufmodell, hat Apple sie doch aus allen anderen MacBooks längst verbannt.

Gewicht, Anschlüsse, Akkulaufzeit und Speicherplatz

Das kompakteste und leichteste MacBook ist das MacBook Air mit M2. Es wiegt 1,24 Kilogramm und auch das Netzteil ist schön klein. Dadurch passt die Kombination in viele Taschen und der Transport nervt am wenigsten. Anschlusstechnisch müssen zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse mit USB-4-Stecker und ein 3,5mm-Kopfhöreranschluss reichen. Aufladen lässt sich das Gerät wahlweise per Thunderbolt oder über die ebenfalls vorhandene MagSafe-3-Buchse. Insofern bietet das M2-Air etwas mehr Flexibilität als das M1-Air und MBP13 (1,29 beziehungsweise 1,4 Kilogramm) . Sie kommen ohne MagSafe daher, weshalb regelmäßig ein Thunderbolt-Port als Ladebuchse dient. Als Anschlussmöglichkeit für andere Geräte fällt sie dann aus.

Mehr Auswahl bieten erst MBP14 (1,6 Kilogramm) und MBP16 (2,1 Kilogramm), nämlich insgesamt drei Thunderbolt-4-Anschlüsse, MagSafe, HDMI 2.0 und einen SDXC-Kartensteckplatz.

Hintergrund: Bei MagSafe handelt es sich um eine Ladebuchse, an die das Ladekabel magnetisch andockt. Stolpert jemand über das Kabel, dann kann es sich aus der MagSafe-Buchse lösen und schützt den Mac so vor einem teuren Sturz in die Tiefe. Ältere MagSafe-Netzteile lassen sich nicht mit dem aktuellen MagSafe-3-Anschluss verbinden.

Die Akkulaufzeiten der MacBooks gibt Apple modellabhängig mit 18 bis 21 Stunden an. Wie bei allen Herstellern handelt es sich dabei um Laborwerte, die wenig über die Praxis sagen und allenfalls für den Vergleich von Geräten untereinander taugen. Allerdings liegen sie so nah beieinander, dass sie kaum den Ausschlag für die Kaufentscheidung geben können. Wichtiger finden wir die Schnellladefunktion von MBA mit M2, MBP14 und MBP16, die den Akku in 30 Minuten zur Hälfte befüllt - kleine Fallstricke inklusive:

  • Schnellladen erfordert ein entsprechend leistungsfähiges Netzteil. Käufer eines MBA mit M2 beziehungsweise eines MBP14 müssen dafür je nach Konfiguration des Laptops einen Aufpreis zahlen. Die wenigen Euro mehr lohnen sich unserer Ansicht nach aber. Achten Sie also darauf, dass Sie das MBA mit M2 mit dem 67-Watt-Netzteil (statt 35 Watt) beziehungsweise das MBP14 mit 96-Watt-Netzteil (statt 67 Watt) ordern. Alternativ ziehen Sie das MagSafe-Kabel vom Apple-Netzteil ab und schließen es an ein entsprechend leistungsfähiges USB-C-Netzteil aus dem Fachhandel an.
  • Beim MBP16 erfordert Schnellladen eine Ladeleistung von 140 Watt. Die liefert derzeit ausschließlich das 140 Watt Netzteil, das allen MBP16 beiliegt. Schnellladen via Thunderbolt ist hier nicht möglich, denn Thunderbolt kappt die Ladeleistung bei 100 Watt.
  • Wie der Arbeitsspeicher ist auch der Speicherplatz bei den MacBooks fest verlötet. Sie können Speicherplatz also nicht später nachrüsten, sondern müssen sich schon beim Kauf für eine ausreichend große SSD entscheiden. Bis zu zwei Terabyte finden in allen MacBooks Platz aber nur das MBP14 und das MBP16 bietet Apple auch mit vier und acht Terabyte an.
  • Nachtrag vom 28.06.22: Bedenken Sie auch, dass das Einstiegsmodell des MacBook Pro mit 256 GB eine langsamere SSD hat.

Den besten Sound liefern übrigens ebenfalls MBA M2, MBP14 und 16. Speziell an die Wiedergabequalität bei Musik und Filmen reicht kein anderes uns bekanntes Notebook an diese Geräte heran.

Fazit

MacBook Air und MacBook Pro 13 Zoll bieten mehr Rechenleistung, als die meisten Anwender auf Sicht von drei bis fünf Jahren benötigen werden. Vor die Wahl zwischen MBA und MBP13 gestellt, empfehlen wir den Griff zum völlig lautlosen und noch etwas leichteren MBA. Kommt es dabei nicht auf den letzten Euro an, dann empfehlen wir das Modell mit M2, denn es bietet mehr Zukunftssicherheit, ein größeres und qualitativ besseres Display, die bessere Webcam, den besseren Sound und MagSafe. Das MacBook Pro M2 lässt sich seit 17. Juni bestellen. Das MacBook Air M2 soll im Juli folgen.

Trotz der enormen Leistung von M1 und M2 kann sich der Griff zum MBP 14/16 mit M1 Pro oder M1 Max lohnen oder zumindest viel Spaß machen. Das gilt zum Beispiel in diesen Fällen:

  • Sie möchten Ihre Augen mit dem besten Bild und Ton verwöhnen, den Apple derzeit in MacBooks ermöglicht. Stichworte: Tiefes Schwarz, hohe Maximalhelligkeit, präzise Farben und butterweiches Scrollen, sechs Lautsprecher und drei Mikros
  • Sie möchten mehr als ein externes Display an Ihr MacBook anschließen.
  • Sie benötigen 32 oder sogar 64 Gigabyte Arbeitsspeicher.
  • Sie benötigen die zusätzliche Rechenleistung für besonders hungrige Anwendungen, zum Beispiel im Bereich Bildbearbeitung, Videoschnitt oder Software-Entwicklung.

Tipps für den Kauf

MacBooks müssen Sie nicht zwingend bei Apple kaufen. Häufig finden Sie über einen Preisvergleich im Netz bessere Angebote im Fachhandel. Eine Ersparnis von 5 bis 15 Prozent ist nach unserer Erfahrung "drin". Allerdings können Ihnen derzeit Lieferprobleme einen Strich durch die Rechnung machen. Lieferzeiten von sechs Wochen und länger sind derzeit selbst bei Apple keine Seltenheit.

Unser Rat: Lassen Sie sich von der Lieferzeit nicht unter Druck setzen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Insbesondere sollten Sie nicht auf ein schlechter ausgestattes Gerät ausweichen, nur weil es schneller lieferbar ist als die Wunschkonfiguration. Das gilt insbesondere für die Größe von RAM und SSD. Sie kommen vielleicht ein paar Wochen früher in den Genuss des neuen MacBooks, plagen sich dann aber jahrelang mit fehlenden Ressourcen herum.

Zuletzt hat Apple seine Macs etwa sieben Jahre lang (ab Veröffentlichung) mit Betriebssystemupdates unterstützt. Nach unserer Erfahrung halten die Geräte eher noch länger. Möglicherweise werden Sie Ihren neuen Mac nicht so lange nutzen, aber in der Familie weitergeben. Planen Sie deshalb eine lange Nutzungsdauer ein, wenn Sie Arbeitsspeicher und Speicherplatz konfigurieren. Freies Budget ist hier zumeist besser investiert als in eine leistungsfähigere CPU.

Denken Sie beim Kauf an Zubehör, insbesondere an Adapter von Thunderbolt/USB-C auf verbreitete Formate wie HDMI und USB-A.

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