Klima-Ratgeber

Lüftungsanlagen verbessern das Raumklima

In einem Neubau oder modernisierten Altbau kommt der Bauherr kaum an einer Lüftungsanlage vorbei. Sie vermeidet Bauschäden und zu hohe Wärmeverluste.

© Sonte

Sonte Film durchsichtiges Fenster

Für das Lüften gibt es handfeste Gründe wie Hygiene und den Schutz der Bausubstanz sowie der Bewohner. An erster Stelle steht die Feuchteabfuhr. Ein weiterer wichtiger Effekt ist die Schadstoffverdünnung: Möbel, Teppiche und Farben können Chemikalien ausdünsten, die mit Frischluft gestreckt weniger schädlich sind.

Auch die durchs Atmen steigende Kohlendioxid-Konzentration wird per Lüftung wieder auf Norm gebracht. Bei geschlossenen Fenstern kann die Konzentration schon nach zwei Stunden auf das Vierfache der für Außenluft üblichen 500 ppm (parts per million) steigen. Beim Menschen macht sich der Kohlendioxid-Anstieg durch abnehmende Konzentrationsfähigkeit und Kopfschmerzen bemerkbar. Zu guter Letzt dient die Lüftung im Sommer auch dem Abtransport überschüssiger Wärme.

Wird diese Arbeit von einer kontrollierten Lüftungsanlage übernommen, braucht sich der Bewohner keine Gedanken mehr um den stündlichen Luftwechsel zu machen. Die Anlage erledigt das von allein. Positiver Nebeneffekt: Sie spart gleichzeitig Energie. Denn per althergebrachter Fensterlüftung gehen bis zu einem Viertel der kostbaren Heizenergie in Form von erwärmter Luft an die Umwelt verloren. Mit einer guten Lüftungsanlage können die Verluste auf unter zehn Prozent sinken.

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Eine zentrale Lüftungsanlage arbeitet effektiv und ist je nach Ausbau auch mit der Heizung kombinierbar. Wegen der vielen dicken Rohre ist der…

Ein weiteres Manko der Fenster-Variante ist der Mindestluftwechsel zur Feuchteabfuhr. Feuchträume wie Küche oder Bad beispielsweise sollten im Betrieb einmal in der Stunde ihr gesamtes Volumen an verbrauchter und feuchter Luft austauschen. Für Wohnräume wird zwar nur die halbe Luftwechselrate empfohlen, mit einfachen Fenstern ist das aber trotzdem kaum noch zu machen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das so pauschal nicht für alle Räume von Häuser und Wohnungen gilt. Es hängt unter anderem auch stark vom Volumen und der Personenbelegung ab.

Nachrüstung im Bestand

Der Einbau einer zentralen Lüftungsanlage im Altbau ist nur dann möglich, wenn eine Grundsanierung ansteht. Immerhin sind Rohre mit bis zu 20 Zentimetern Druchmesser zu verlegen. Es gibt zwar auch dezentere Varianten, die sich leicht verstecken lassen, aber auch diese müssen jeden Raum des Hauses erreichen.

Die Alternative ist eine dezentrale Lüftung. Deren Ausformungen sind so vielfältig wie das Angebot an Produkten für die Umsetzung, beginnend mit einfachen Lüftern, die zeitgesteuert in den Feuchträumen werkeln.

Eine weitere Option wäre die Abluftanlage. Der Installateur schafft Zuluftöffnungen in den Wohnräumen, Überstrom-Möglichkeiten an den Innentüren und schließlich Ablüfter in den Nasszellen. Hier hilft nur eine individuelle Beratung.

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