Link-Building

Link-Kauf schadet

21.9.2011 von Stefan Willeke und Tim Kaufmann

ca. 3:20 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Suchmaschinenoptimierung über Links
  2. Link-Köder auswerfen
  3. Link-Kauf schadet

Link-Kauf schadet

Im Web finden Sie unzählige Angebote, bei denen Sie Links für wenige Dollar im Monat mieten können, statt sie mühsam von Hand aufzubauen. Lassen Sie davon die Finger. Kurzfristig sind durch gekaufte Links zwar beeindruckende Verbesserungen im Ranking zu erzielen.Doch nicht immer bleibt dieser Verstoß gegen Googles Richtlinien für Webmaster (bit.ly/69Atc) folgenlos. Google untersucht laufend verdächtige (d.h. explosionsartige wachsende) Link-Strukturen und straft auffällige Websites ab. Im besten Fall heißt das, dass Ihre Website für einen mehr oder minder langen Zeitraum in der Trefferliste deutlich weiter hinten rangiert. Im schlechtesten Fall fliegt die Website auf unbestimmte Zeit ganz aus dem Index.

Gray Hat Link-Building

Ein Artikel über Link-Building darf nicht die Tricks verschweigen, derer sich SEOs bedienen, um an die begehrten Backlinks zu gelangen. Eine der aufwändigsten Strategien beinhaltet den Aufbau von Satellitenwebsites, welche die eigentliche Hauptwebsite durch gezieltes Setzen von Links in Google nach oben schieben.

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Gray Hat Link-Building
© Internet Magazin

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt das Beispiel einer Link-Building-Kampagne für einen Online-Schuhladen. Dieser ist auf der fiktiven Domain A zu Hause. Der SEO registriert zusätzlich die Domains B und C. Auf B installiert er ein einfaches Content-Management-System, zum Beispiel das für diese Zwecke recht beliebte Wordpress. Domain C lässt der SEO auf ein Blog bei einem Gratis-Blog-dienst zeigen.Auf Domain B bloggt die modebegeisterte Susi generell über Modethemen, natürlich auch über Schuhe. Auf Domain C findet sich der sportbegeisterte Tom, der über Sportkleidung, Accessoires und - natürlich - auch über Sportschuhe schreibt. Bei Tom und Susi handelt es sich oft um fiktive Charaktere mit eigenen Accounts bei Facebook, Twitter und Social-Bookmark-Diensten. Die Lieferung der Inhalte für die beiden Blogs übernimmt der SEO.Diese Strategie hat eine Reihe von Vorteilen. Logischerweise enthält der eine oder andere Blogbeitrag einen Link zum Schuh-Online-Shop. So schafft sich der SEO seine eigenen Backlinks, über deren Ankertexte er die volle Kontrolle hat. Inhaltlich kann er eine flexible Strategie fahren, also auf hochwertige Inhalte setzen oder diese günstig von einem Textbroker beziehen. Da kein direkter Zusammenhang zur Hauptdomain ersichtlich ist, genießt er an dieser Stelle weitgehende Freiheit.Google dürften solche Tricks ein Dorn im Auge sein. Geht der SEO geschickt genug vor, gibt es aber kaum eine Möglichkeit, ihm auf die Schliche zu kommen. Ich denke, die Satellitenstrategie sollte man abhängig vom Einzelfall beurteilen. Sind die veröffentlichten Beiträge nicht einfach nur von anderen Websites zusammengeklaut, sondern selbst erstellt und mit einem gewissen Nutzwert versehen, dann ist eine solche Satellitenwebsite auch nicht schlechter als jedes andere, "echte" Blog. Problematisch könnten solche Websites aber aus wettbewerbsrechtlicher Sicht sein, weil sie nicht als bezahlte Werbung gekennzeichnet sind.

Darum geht's bei nofollow

Dass Link und Link noch lange nicht dasselbe sind, merkt man spätestens dann, wenn die Sprache auf Nofollow- bzw. Dofollow-Links kommt. In der SEO-Szene gelten Dofollow-Links als deutlich wertvoller als Nofollow-Links.Zunächst einmal handelt es sich auch bei Nofollow-Links um funktionierende HTML-Verweise, die allerdings mit dem von Google eingeführten Zusatz

rel="nofollow"

gekennzeichnet wurden, etwa

<a href="http://www.magnus.de" rel="nofollow">

Links ohne nofollow-Zusatz heißen im Branchen-Jargon "Dofollow-Links". Geht es nach der offiziellen Google-Dokumentation für nofollow (bit.ly/5SYnI ), dann sollen damit vor allem die folgenden Arten von Links gekennzeichnet werden:

  • Links zu (potenziell) "nicht vertrauenswürdigem Content". Als Beispiel führt Google hier Links in Blogkommentaren oder Foren an.
  • Bezahlte Links, damit diese die Suchergebnisse nicht verwässern.
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Darum geht's bei nofollow
© Internet Magazin

Damit ist klar, warum beim Link-Building vor allem dofollow-Links begehrt sind. Durch nofollow wird also der Empfehlungswert eines Links reduziert. Wie stark diese Reduzierung ausfällt, ist schwer zu sagen. Googles offizieller Sprachregelung zufolge müsste der Fluss des Link Juice komplett zum Erliegen kommen. In der Praxis scheinen aber auch nofollow-Links bedeutender Websites eine gewisse positive Wirkung auf die Sichtbarkeit der verlinkten Webseite zu haben.Positiv zu bemerken ist, dass sich das Ranking einer Seite durch nofollow-Links nicht verschlechtert. Deshalb ist nofollow ein gern genutztes Hilfsmittel bei der Optimierung der internen Link-Struktur. Um keyword-optimierten Seiten den maximalen Link Juice zuzusichern, sollten Sie Links zu aus SEO-Sicht irrelevanten Seiten (z. B. dem Warenkorb oder dem Impressum) mit nofollow kennzeichnen.Google schreibt weiter, dass man nofollow-Links bei der Indizierung "im Allgemeinen nicht folgt". Gleichwohl können die so verlinkten Seiten im Suchmaschinenindex landen, wenn sie zum Beispiel von einer anderen Seite oder in einer XML-Sitemap verlinkt werden.

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