Digitale Fotografie - Test & Praxis
Bildverwaltung, Bildkorrektur und Onlinefunktionen

Lightroom Classic Workflow: 4. Bildkorrektur

© Lucas Klamert

Schön gemacht: Bearbeiten Sie ein Einzelbild im „Entwickeln“-Bereich.

4. Bildkorrektur

Wie auch immer Sie eine Aufnahme in Lightroom Classic ändern, alles lässt sich verlustfrei mit einem einzigen Klick zurücksetzen – egal, ob im JPEG- oder RAW-Format. Wir aktivieren eine einzelne Miniatur und klicken dann oben auf „Entwickeln“ – das ist die Fotokorrektur.

Der erste Klick geht rechts im „Grundeinstellungen“- Bedienfeld auf „Automatisch“. Diese automatische Kontrastkorrektur verbessert unser Bild bereits. An den geänderten Reglerwerten erkennen Sie, dass Lightroom Classic hier die „Lichter“ absenkt und „die Tiefen“ stark erhöht – das bringt mehr Zeichnung in helle und dunkle Bereiche.

Wir heben noch die „Klarheit“ auf +50 und erzeugen so mehr Schärfe. Wir wählen „Werkzeuge, Zielkorrektur, Luminanz“, klicken dann im „HSL/Farbe“-Bedienfeld noch auf das runde Werkzeug links oben und ziehen über dem Himmel bei gedrückter Maustaste nach unten – so erscheint das Himmelsblau dunkler.

Um diesen Blauton aufzufrischen, wählen wir „Werkzeuge/Zielkorrektur/Farbton“ und ziehen über dem Himmel kurz nach rechts. Die Taste [Y] zeigt Vorher und Nachher nebeneinander.

Der Pappdeckel auf dem Boden soll verschwinden. Dazu schalten wir rechts oben das „Bereichsreparatur“-Werkzeug ein. Wir übermalen den Unrat kurz – er verschwindet. Zeigen Sie mit [F6] unten den Filmstreifen an. Darin erscheinen alle Bilder des Ordners, die Sie jetzt anklicken und einzeln bearbeiten könnten. Doch es geht einfacher:

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Wir übertragen die Korrektur dieser Aufnahme auf weitere, ähnliche Fotos. Schalten Sie also mit der Taste [G] zurück in die Miniaturendarstellung. Das erste korrigierte Bild ist ja schon aktiviert.

Drücken Sie die [Strg]- oder [Command]-Taste, und wählen Sie ähnliche Aufnahmen aus, die dieselbe Korrektur erhalten sollen. Klicken Sie rechts unten auf „Einstellungen synchronisieren“. Im Dialog entscheiden Sie, welche Änderungen Sie tatsächlich weitergeben.

Wie gewünscht sind die Änderungen unter „Basis-Tonwert“ und „Farbe“ aktiviert. Die „Bereichsreparatur“ wird dagegen nicht übertragen – schließlich gibt‘s nicht in jedem Bild Retuschebedarf. Wenn Sie auf „Synchronisieren“ klicken, erhalten die weiteren Aufnahmen Ihre Korrekturen von Bild 1.

Tipp

Nutzen Sie im „Entwickeln“-Bereich in der linken Bedienfeldleiste das „Protokoll“- Bedienfeld. Darin widerrufen Sie jeden einzelnen Korrekturschritt am gewählten Bild – und zwar auch noch Jahre nach der ersten Bearbeitung.

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