Video-Dienste und MP3-Downloads

Laut und legal: Musik und Videos im Web

12.9.2011 von Wolf Hosbach

Tauschbörsen sind illegal - aber das Web ist voller Dienste und Gratis-Angebote, die Musik als Video, Stream oder Download in die Boxen der Anwender-PCs bringen.

ca. 2:25 Min
Ratgeber
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  1. Laut und legal: Musik und Videos im Web
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Streaming: Die Grundlagen
© Archiv

Alles im Web ist irgendwie illegal, meinen viele Anwender. Doch das stimmt nicht, das meiste ist legal, oder zumindest macht sich der Anwender nicht angreifbar, wenn er eine Datei oder einen Stream kopiert.

Die Medienfirmen haben mit ihrer anhaltenden Klagewelle eine Drohkulisse aufgebaut, die weit über das hinausgeht, wogegen sie gedacht ist: das illegale Tauschen via eDonkey und Bittorrent.

Oft bekommen wir Leserbriefe, in denen der Absender fragt, ob er YouTube sehen darf. Er darf! Und er darf diese Inhalte sogar kopieren: "Nach wie vor gilt das Recht auf die Privatkopie, das besagt, dass sich jeder zum persönlichen Gebrauch Kopien anlegen darf.

Hiermit gemeint sind laut Paragraph 53 Urhebergesetz auch private Kopien für Familie und gute Freunde", betont Rechtsanwalt Küpperfahrenberg aus Essen. Aber der Anwalt nennt auch einige Ausnahmen von diesem Recht auf die Privatkopie:

  • Kommerzielle oder berufliche Nutzung der Medien ist untersagt.
  • Ein Kopierschutz darf nicht geknackt werden. Das spielt bei Musik selten eine Rolle, eher bei Filmen. Es gibt jedoch Musik-Streaming-Modelle auf Abo-Basis, die verschlüsselt sind.
  • Kopien von illegalen Vorlagen. Das ist bei Tauschbörsen der Fall: Gerichte gehen davon aus, dass jeder weiß, dass Tauschbörsen verboten sind. Bei Web-Diensten kann das nicht automatisch angenommen werden, denn da gibt es viele legale.
  • Private Kopien darf man selbstverständlich nicht selbst zum Beispiel im Web oder in Tauschbörsen veröffentlichen. Auch nicht versehentlich.
  • Bei Software gibt es keine Privatkopie, der Anwender darf nur eine Sicherheitskopie anlegen.
  • Musiknoten sind nur von Hand abzuschreiben.

Die Liste zeigt, dass der legale Nutzen von Musik aus dem Web sehr deutlich gegenüber dem illegalen überwiegt. Genießen Sie es.

Gratismusik für alle

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Musik-Dienst Simfy
© PC Magazin

Viele Millionen Songs fast aller Plattenfirmen lassen sich gezielt über Simfy als Stream abrufen. Nur das Lable Warner ist den Premium-Kunden vorbehalten, der Rest ist kostenfrei und wird über Werbung finanziert. So bekommt der Hörer gelegentlich einen Werbefilm eingespielt. Zum Musikgenuss stellt er sich im Web seine gewünschten Titel beliebig in Play-Listen zusammen oder ruft sie über einen Windows-Player ab.

Ähnlich wie bei Last.fm sendet der Dienst individuelle Radioprogramme oder schlägt ähnliche Künstler vor. Während der Webbesucher auf den Seiten stöbert, neue Bands entdeckt oder Kommentare abgibt, läuft der Player mit dem aktuellen Titel am unteren Browser-Rand ungestört weiter.

Die Songs lassen sich nicht als MP3 speichern, aber mit Tools wie Audials oder No23 Recorder mitschneiden. Ein Premium-Abo kostet ab 8,33 Euro im Monat und bieten neben dem Warner-Angebot mobile Player für iPhone oder Android.

Aus dem Vollen schöpfen

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Musik-Dienst Grooveshark
© PC Magazin

Einen schier unbegrenzten Vorrat an Musikstücken bietet der kostenlose Online-Dienst Grooveshark aus Florida. Die einfache Suche eröffnet einen schnellen Zugriff auf einzelne Titel, die sich der Anwender in Listen zusammenstellt und nach Belieben abspielt.

Die Begrenzungen von Last.fm, Titel nicht direkt anwählen zu können, gibt es bei Grooveshark nicht. Aber es bietet alle Vorteile eines Online-Radios, das Sender nach Vorlieben der Hörer zusammenstellt. Auch innerhalb eines Radioprogramms kann der Hörer hin- und herspringen.

Wem ein Titel fehlt, eröffnet einen Account und lädt ähnlich wie bei Youtube eigene Stücke hoch. Das alles lässt Zweifel an der Legalität aufkommen, aber der Betreiber sitzt in den USA, zahlt nach eigenen Angeben Lizenzen und verdient Geld mit Werbung. Die Qualität der Songs ist gut, sie lassen sich allerdings nicht als MP3s herunterladen.

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