Klimafreundlicher Rechner

Klimafreundlicher PC: So können Sie CO2 einsparen

Alle Welt sorgt sich um das Klima und denkt darüber nach, was sich gegen die gefährliche Erderwärmung machen lässt. Auch Sie können CO2 einsparen, zum Beispiel mit einem klimafreundlichen PC.

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Klimafreundlicher PC: So können Sie CO2 einsparen

Das Kohlen(stoff)dioxid, kurz CO2, wird heute als hauptsächlicher Verursacher des Klimawandels angesehen. Ein zu viel davon in der Atmosphäre unseres Planeten unterstützt nach Ansicht zahlreicher Wissenschaftler den Treibhauseffekt, der die steigende Erwärmung unserer Erde zur Folge hat.

An vielen Stellen wird daher versucht, CO2 einzusparen. Das lässt sich beispielsweise durch eine verringerte Verbrennung fossiler Brennstoffe erreichen oder auch generell durch das Einsparen von Energie – denn die kann kaum CO2-neutral erzeugt werden. 

Tatsächlich sind der Energiesektor sowie die angeschlossene Industrie in Sachen CO2-Ausstoß weit vorn, ebenso wie der Verkehr, was die wenigsten überraschen dürfte. 

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Server-Farmen, zum Beispiel von Cloud-Diensten, haben einen ganz erheblichen CO2-Ausstoß. Hierzu trägt entscheidend der gigantische Aufwand bei, der für die Kühlung betrieben werden muss.

Weitere CO2-Sünder sind das Internet und all die Geräte, die dort unterwegs sind, was vielen Web-Surfern und Smartphone-Nutzern möglicherweise weniger bewusst ist. Der BUND Naturschutz hat errechnet, dass die Smartphone-Branche im Jahr 2040 für 14 Prozent aller weltweiten Emissionen verantwortlich sein wird. 

Die Herstellung von Akkus benötigt sehr viel Energie; zudem werden seltene Rohstoffe benötigt, die unter teilweise fragwürdigen Bedingungen gewonnen werden. Laut Freiburger Öko-Institut verursacht das Internet heute einen ebenso hohen CO2-Ausstoß wie der gesamte, weltweite Flugverkehr. 

Wäre das Internet ein eigenes Land, käme es in der Rangliste der größten Energieverbraucher auf Platz sechs gleich hinter China, den USA, Indien, Russland und Japan. Deutschland liegt hier hinter dem Internet und Kanada auf Platz acht. Und wenn das smarte Fahren Einzug in unsere Verkehrswelt hält, wird sich der Energieverbrauch durch das Internet vervielfachen, da hier immense Datenmengen anfallen.

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Moderne Arbeitsplatz-Rechner wie dieser von Lenovo sind auf äußerste Sparsamkeit ausgelegt.

Es ist also zu erwarten, dass sich das Internet als CO2-Erzeuger noch einige Plätze nach vorn schieben wird. Entscheidend zur schlechten CO2-Bilanz tragen die zahllosen Server-Farmen bei, die überall auf der Welt unter anderem für Cloud-Dienste, Hoster oder Suchmaschinenanbieter zum Einsatz kommen. 

Auf der anderen Seite ist eine Videokonferenz über das Internet natürlich deutlich besser fürs Klima, als wenn alle Teilnehmer um den halben Globus fliegen.

Auch die längste Reise beginnt mit einem kleinen Schritt 

Ganz klar: Den steigenden Stromverbrauch des Internets und die damit verbunden CO2-Emissionen werden Sie durch einen stromsparenden PC nur unmaßgeblich beeinflussen. Wenn jedoch viele Anwender diesen Weg beschreiten, sieht das Ganze schon wieder anders aus. 

Besonders wer eher ein normaler Nutzer ist, der keine High-End-Spiele zockt oder riesige Bilddateien bearbeitet, benötigt nicht zwingend einen leistungsstarken Rechenboliden mit einem Maximum an Leistung und einer aufwändigen Kühlung. Moderne Prozessoren sind heute allerdings in der Lage, ihren Stromverbrauch an die Leistungsanforderungen anzupassen.

Das volle Leistungspotenzial wird nur dann abgerufen, wenn die Aufgabe das erfordert. Zudem sind Onboard-Grafikchips heute so leistungsstark, dass sie mit normalen Anwendungen bei weitem nicht ausgereizt werden. 

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Ein schicker neuer Rechner verbraucht meist weniger Strom als ein alter, doch wird bei der Herstellung sehr viel CO2 freigesetzt.

All das ist bei älteren Rechnern, die noch in vielen Haushalten im Einsatz sind, nicht der Fall. Diese verbrauchen tatsächlich zumeist, trotz niedrigerer Rechenleistung, mehr Energie als neue PCs. Also ganz einfach ins Portemonnaie greifen und den alten durch einen neuen Rechner ersetzen? Nicht ganz so schnell! 

Zwar wird dieses Mittel zum Wohle der Umwelt zum Beispiel bei Autos gern von der Politik als Problemlösung propagiert, doch wird dabei außer Acht gelassen, dass die Herstellung eines neuen Fahrzeugs – und eines neuen Rechners – sehr viel Energie verbraucht und damit auch CO2 erzeugt. 

Bis ein neuer PC den alten bei der Umweltbilanz überholt hat, vergeht also jede Menge Zeit. Wenn Sie Ihren bewährten Rechner weiter nutzen können, dann sollten Sie den Kauf eines neuen Rechners keinesfalls wegen der globalen CO2-Bilanz vorziehen. 

Setzen Sie Ihren vorhandenen PC besser weiter ein, und tauschen Sie ihn erst dann aus, wenn die Rechenleistung wirklich nicht mehr ausreicht.

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