Klimafreundlicher Rechner

Klimafreundlicher PC: Prozessor, Netzteil & Peripherie

Prozessor: Lieber schnell und hungrig oder langsamer und sparsam?

Wir haben oben schon erwähnt, dass moderne Prozessoren die Rechenleistung, und damit den Energieverbrauch, dynamisch anpassen. Ihre Höchstleistung, und damit auch den höchsten Stromverbrauch, rufen sie im normalen Büroeinsatz nur sehr selten bis niemals ab. 

Doch was, wenn beispielsweise ein längerer Film zu rendern ist? Ein langsamerer, genügsamerer Prozessor benötigt für die Berechnungenerheblich mehr Zeit als eine schnellere CPU mit höherem Energieverbrauch. 

Eine klare Empfehlung für die eine oder andere Variante fällt daher schwer. Wer einen Klimaspar-PC zusammenstellen möchte, der sollte am besten auf einen ausreichend schnellen Prozessor zugreifen, der genügend Leistungsreserven hat, um viele Jahre im Einsatz bleiben zu können. 

Natürlich sollte der Stromverbrauch berücksichtigt werden, und hier hat AMD momentan mit den aktuellen Ryzen-CPUs die Nase leicht vorn. Zwar ist die Auswahl von Ryzen-CPUs mit integrierter Grafik nicht sehr groß, aber immerhin sind  inzwischen einige Modelle verfügbar. Sie alle tragen den Buchstaben G im Modellnamen – ein Beispiel ist der AMD Ryzen 5 2400G oder 2400GE.

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CPU mit Grafikeinheit

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Ein solcher Prozessor mit Onboard-Grafik wäre als Grundlage eines Klimaspar-PCs eine sehr gute Wahl; alternativ macht man aber auch mit einer Strom-sparenden Intel-CPU nichts falsch. Diese sind, etwa der Intel Core i9-9900T, am Buchstaben T am Ende des Produktnamens identifizierbar. 

Neben einer Onboard-Grafk sollte ein Strom-sparender Rechner idealerweise auch über eine SSD statt einer klassischen Festplatte verfügen, bei der die Speicherplatten mechanisch in Bewegung gesetzt und rotiert werden müssen. Das verbraucht Energie und geht obendrein nicht geräuschlos vonstatten. 

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Was ist eine SSD?

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Was das Mainboard betrifft, so lässt sich generell sagen, dass viele Anschlüsse auch viel Strom verbrauchen. Jede USB-Schnittstelle beispielsweise ist Hot-Plug-fähig und steht daher ständig unter Strom, weil sie unmittelbar erkennen muss, wenn ein neues Gerät angeschlossen wird.

Das verbraucht zwar nicht sehr viel Energie, aber eben doch ein bisschen. Wählen Sie daher am besten ein Mainboard aus, das gerade die unbedingt nötige Anzahl von Schnittstellen aufweist, und verwenden Sie lieber kurzfristig einen externen USB-Hub für den Einsatz temporär benötigter Peripherie.

Netzteil: Sollte optimal zum Rechner passen

Wenig beachtet werden bei der Zusammenstellung eines Rechners die Netzteile. Hier sollte auf einen hohen Wirkungsgrad Wert gelegt werden, der anhand von 80Plus-Labeln gekennzeichnet wird. 80Plus-Zertifikate gibt es von solchen ohne jeden Zusatz über Bronze, Silber und Gold bis hin zu Platinum und Titanium. 

Mit letzteren werden die Netzteile mit der höchsten Effizienz gekennzeichnet, was letztlich im niedrigsten Stromverbrauch resultiert. Unterm Strich sollte das Netzteil aber auch zum Rest des Rechners passen. Es ergibt wenig Sinn, einen vergleichsweise günstigen Strom-Spar-Rechner mit einem sündhaft teuren Titanium-Netzteil auszustatten.

© Screenshot & Montage: PC Magazin

Einen energiesparenden Monitor finden Sie anhand der Energieeffizienz-Klasse.

Errechnen Sie anhand der eingebauten Einzelkomponenten, welches Netzteil optimal zu Ihrem neuen Rechner passt. Diese Rechnung können Sie beispielsweise mit dem Netzteil-Kalkulator von Be Quiet vornehmen, den Sie auf der Webseite bequiet.com/de/psucalculator finden. 

Hier geben Sie in eine Maske die Komponenten Ihres Rechners ein und erhalten am Ende eine Empfehlung für das optimal dazu passende Netzteil.

© Screenshot & Montage: PC Magazin

Per Petition will Greenpeace Netflix davon überzeugen, auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Zusätzliche Peripherie 

Beim Kauf eines energiesparenden Monitors sollten Sie auf die Energieeffizienz-Klasse achten, die Sie eventuell von Kühlschränken oder Staubsaugern kennen. Diese Labels werden freiwillig angefordert und erteilt, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. 

Sie können also sicher sein, dass ein entsprechend ausgezeichneter Monitor die Kriterien erfüllt. Genügsame Drucker oder Multifunktionsgeräte erkennen Sie anhand des Energy-Star-Labels sowie am blauen Engel. Wie bei Monitoren sind diese Label allerdings auch in dieser Kategorie nicht zwingend vorgeschrieben, sondern sie werden freiwillig beantragt. 

© Screenshot & Montage: PC Magazin

Einen energiesparenden Monitor finden Sie anhand der Energieeffizienz-Klasse.

Generell besagen diese Labels aber ohnehin nicht detailliert, wie hoch der Energieverbrauch wirklich ist. Bei Händlern wie Alternate und anderen lassen sich die angebotenen Drucker nach dem Kriterium des Energieverbrauchs durchsuchen, doch geht es dabei um den Verbrauch im Betrieb. 

Viel wichtiger ist jedoch der Idle-Verbrauch, weil das der üblichere Zustand ist. Und den erfahren Sie meist nur über die wenig verlässlichen Herstellerangaben. Wer die Maßnahmen umsetzt, der kann viel erreichen: 

Alles in allem spart ein genügsamer PC (150 Watt), der täglich acht Stunden läuft und somit 1,2 kWh verbraucht, gegenüber einem leistungsstarken Gaming-Boliden mit 3,2 kWh Verbrauch (400 Watt) in einem Jahr über 450 Kg CO2. Wenn das nichts ist!

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