Smart Lock im Smart Home

Intelligente Türschlösser: Voraussetzungen, Sicherheit und Kauf der smarten Türöffner

Smarte Türschlösser öffnen sich automatisch, wenn sie einen Hausbewohner erkennen. Wir geben einen Überblick, welche Vorteile die Technik bringt, welche Voraussetzungen vor dem Kauf erfüllt sein müssen und wie es um die Sicherheit der Smartlocks bestellt ist.

Inhalt
  1. Intelligente Türschlösser: Voraussetzungen, Sicherheit und Kauf der smarten Türöffner
  2. Hands-On: Nuki Smart Lock 2.0 - Türschloss im Test
Nuki Montage

© Weka/David Göhler

Die Montage eines SmartLocks (hier das Nuki) ist meist einfach und in wenigen Minuten erledigt.

Schlüssel und Schlösser gibt es seit Jahrhunderten. Aber erstere können verloren gehen oder nachgemacht werden. Elektronische Türschlösser beheben diese Probleme. Sogenannte Smart Locks erkennen Personen am Smartphone oder lassen sich per Funkschlüssel, Fingersensor oder Zahlenkombination öffnen.

Besonders lässig sind die intelligenten Schloss-Systeme, die einem die Tür automatisch öffnen, sobald man sich dem Eingang von außen nähert. Das ist praktisch, wenn die Hände voll sind.

Nützlich sind auch die Smartlocks, die sich mit einer Smart-Home-Kamera kombinieren lassen. So kann zum Beispiel der Postbote sogar bei Abwesenheit der Empfänger die Pakete in den Flur legen, wenn das Schloss übers Internet zu öffnen ist.

Voraussetzungen

Einige Smartlocks, wie das eQ-3 oder das Nuki, lassen sich auf bestehende Zylinder montieren und drehen einen eingesteckten Schlüssel, andere erfordern den Austausch des Schlüsselzylinders.

Wer ein Smartlock allerdings auf einen Schlüssel aufpropft, sollte vorher testen, ob sich das Schloss von außen noch öffnen lässt, wenn innen der Schlüssel steckt. Diese Not- und Gefahrenfunktion haben billige Schließzylinder nicht.

Das günstige eQ-3 Eqiva (50 Euro) benötigt einen Zylinder, der innen 8 bis 15 mm übersteht, da er an dem Überstand befestigt wird. Das teurere Nuki kommt auch mit geringen Überständen zurecht. Die Tür sollte für Smartlocks außerdem nicht zu schwergängig sein, da die Motoren nur über eine begrenzte Kraft verfügen.

Danalock Smartlock Türschloss

© Danalock

Danalock: Per Code-Pad ist ein (temporärer) Zugang für Familie, Freunde und Urlauber möglich.

Die Akkus oder Batterien halten mehrere Monate. Beim DanaLock kommen teurere CR123A-Batterien zum Einsatz. Wenn das Schloss in sehr kalten Räumen laufen soll, sind Lithium-Batterien zu empfehlen, die kaum kälteempfindlich sind.

Wer ein Auto-Unlock wünscht, muss sich vergewissern, ob das Smartlock diese Funktion auch anbietet. Wichtig beim Smart­phone dabei: Es sollte mindestens Bluetooth 4.0 Low Energy unterstützen.

Sicherheit und Einbindung

Von außen ist ein Smartlock nicht zu erkennen, es sei denn, man hat ein Code-Pad oder Fingerabdrucksensor außen angebracht. Die meisten smarten Schlösser kommunizieren per Bluetooth mit dem Smartphone oder weiterer Extra-Hardware. Bis auf die Kopplungsphase ist Bluetooth sicher, was das Abhören und Man-In-The-Middle-Attacken angeht. Da die Reichweite bei maximal 10 Metern liegt, reicht es beim Koppeln, die Umgebung „gescannt“ zu haben. Etwas unsicherer wird es, wenn das Schloss auch übers Internet per App steuerbar sein soll (über eine Bridge).

Die Bridge ist meist ein Extra-Gerät, das sowohl WLAN als auch Bluetooth beherrscht und das Schloss damit ins lokale Netz und ans Internet anbindet. Sie hält oft auch eine Verbindung zum Server des Anbieters aufrecht. Darüber lassen sich dann wieder Dienste wie IFTTT oder Alexa nutzen. Bei dieser Art der Anbindung gibt es einige Angriffspunkte. Schon eine Malware auf einem PC im Haus, die Login und Passwort für die Anbieterseite abfängt, reicht aus, um das Haus von außen zu öffnen. Auch Alexa, Google Assistent und Siri lassen sich einsetzen, wenn dies vom Schloss unterstützt wird.

Alexa fordert immerhin noch einen PIN-Code an, wenn man die Tür öffnen möchte. Wer deshalb keine Anbindung ans Internet möchte, sollte auf jeden Fall ein Smartlock kaufen, das auch ohne Internet-Verbindung funktioniert.

Alle Schlösser setzen Akkus oder Batterien ein, um den Motor und die Funkelektronik zu versorgen. Sie warnen den Nutzer rechtzeitig per App oder LED-Signal. Größere Schlösser nutzen meist AA-Batterien.

Aktuelle Smartlock-Angebote bei Amazon

Beim Online-Händler Amazon finden sich intelligente Türschlösser unterschiedlichster Hersteller. Wir haben einige interessante Produkte zusammengestellt (geordnet nach Preis aufsteigend; Stand: 2. Januar 2019):

Smart Lock Schlösser Türschlösser

© PC Magazin

Smarte Türschlösser im Überblick

Auf der nächsten Seite lesen Sie unsere Praxiserfahrungen mit dem Nuki Smart Lock 2.0.

Mehr zum Thema

Fritzbox mit Amazon steuern
Smart Home

Offiziell lässt sich an der AVM Fritzbox betriebenes Smart-Home-Zubehör nicht mit Alexa steuern. Wir zeigen Ihnen aber, wie einfach es geht.
Nanoleaf
Smartes Lichtkonzept von Nanoleaf

75,0%
Schöne optische Effekte lassen sich mit den Nanoleaf Light Panels erzeugen - auch zum Rhythmus der Musik. Unser Test…
philips hue sync game video musik
Smarte Beleuchtung zu Games, Videos und Musik

Mit Hue Sync synchronisieren Sie Spiele, Musik und Videos auf ihrem PC-Bildschirm oder TV mit Philips Hue-Lampen. Diese Anleitung erklärt, wie es…
Friends of Hue Schalter von Busch-Jaeger im Test
Smart Home: Schalter für Lichtsystem Philips Hue

92,0%
Mit den neuen Friends of Hue-Tastern verliert das Lichtsystem Philips Hue endgültig seinen Gadget-Charakter. Lesen Sie…
iRobot Roomba 960 WLAN Saugroboter
Schnäppchenpreis

Bei Amazon kann man am 15.07.19 richtig sparen. Den Saugroboter iRobot Roomba gibt es nämlich im Prime Day Angebot für 399 Euro. Das kann der…