Mainboard-Kaufberatung

Intel-Mainboard 2021: Welcher Chipsatz ist der Richtige?

7.12.2021 von Tim Kaufmann

Aktuell lassen sich drei Generationen Desktop-CPUs von Intel auf zwei verschiedenen Sockeln mit fast einem Dutzend Chipsätzen konfigurieren. Wir helfen bei der Auswahl des richtigen Mainboards 2021.

ca. 3:20 Min
Ratgeber
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  1. Intel-Mainboard 2021: Welcher Chipsatz ist der Richtige?
  2. Z590 oder B560: Empfehlungen für Intel-Mainboards 2021
Welches Mainboard eignet sich für i9, i7 und Co.?
Welches Mainboard eignet sich für i9, i7 und Co.?
© Intel Corporation

Sie stellen einen Desktop-PC auf Intel-Basis zusammen? Früher oder später gelangen Sie dabei zur Auswahl des passenden Mainboards, auch Motherboard oder Hauptplatine genannt. Der Chipsatz, der darauf aufgelötet ist, verbindet alle Komponenten Ihres PCs miteinander. Dazu gehören neben Arbeitsspeicher, SSD und Grafikadapter auch die CPU, die in einem Sockel auf der Hauptplatine sitzt. Häufig bringt der Chipsatz auch eigene Funktionen mit, zum Beispiel Netzwerkadapter.

CPU-Sockel und Chipsatz des Mainboards müssen zur CPU passen. Deshalb verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über Intels aktuelle Desktop-CPUs, vergleichen die Chipsätze, die Intel dafür anbietet und kommen dann zu den konkreten Produktempfehlungen.

Intels aktuelle Desktop-CPUs

Relevant sind derzeit (Stand Dezember 2021) zwei Generationen von Intels Desktop-CPUs. Wer die höchste Leistung sucht und bereit ist, dafür auch etwas mehr Geld auszugeben, der greift zu den Topmodellen der mit Power- und Efficiency-Cores ausgestatteten zwölften Intel-Generation, die auch auf den Namen "Alder Lake S" hört. Passend dazu benötigen Sie ein Mainboard mit Intel LGA 1700 Sockel und einem Chipsatz aus Intels 600er Serie. Bislang stehen hier ausschließlich Oberklasse-Modelle mit Intels Z690 Chipsatz zur Verfügung. Günstigere Boards werden erst 2022 erscheinen. Alder Lake S Prozessoren benötigen Windows 11, um ihre volle Leistung zu entfalten.

Ältere CPUs aus der elften Intel-Generation ("Rocket Lake S") sind je nach Anwendung etwa 15 bis 20 Prozent langsamer. Sie bedürfen eines Mainboards mit Intel LGA 1200 und vorzugsweise eines Chipsatzes aus Intels 500er Serie. Hier bietet Intel neben dem Oberklasse-Modell Z590 auch den B560 an, der nach unserer Einschätzung für gängige Anforderungen am besten passt. Weil sowohl die CPUs wie auch die Mainboards für Rocket Lake S schon ein paar Monate auf dem Buckel haben sind sie günstiger in der Anschaffung. Windows 11 läuft aber auch auf diesen Systemen.

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Intel-Chipsätze für Alder Lake S (12. Generation)

Intels 600er Chipsatz-Serie ist noch gar keine Serie, sondern besteht derzeit nur aus dem Z690. Wer jetzt auf Alder Lake S wechselt, der muss also zwangsläufig zum leistungsfähigsten und damit auch teuersten Chipsatz greifen, den Intel mit dieser CPU-Generation einführt. Günstigere Modelle werden erst in den kommenden Monaten in den Handel kommen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Intel im Z690 erstmals PCIe 4.0 vollständig implementiert hat und Grafikkarten (GPUs) sogar per PCIe 5.0 anbinden kann. Hier winken deutliche Leistungsgewinne, wenngleich die für anspruchsvolle Gamer interessanten PCIe 5.0 GPUs wohl erst Mitte bis Ende 2022 in den Handel kommen werden.

Eine Besonderheit des Z690 ist die Unterstützung für schnellen, aber auch teureren DDR5-Arbeitsspeicher. Zugleich lässt sich der Z690 aber auch mit DDR4 RAM betreiben, das Sie vielleicht von einem vorhandenen Computer übernehmen wollen. Sie müssen sich schon beim Kauf entscheiden, ob Sie Ihren neuen Computer mit DDR4 oder DDR5 betreiben möchten. Mainboards unterstützen nämlich entweder den einen oder den anderen Standard, aber nicht beide. Positiv: Einige Hauptplatinen erhalten Sie wahlweise mit DDR4- oder DDR5-Slots.

Der Z690 ist bislang der einzige Chipsatz für Intels Alder Lake S CPUs.
Der Z690 ist bislang der einzige Chipsatz für Intels Alder Lake S CPUs.
© pc-magazin.de

Die Tabelle enthält viele technische Daten auf einen Blick. So lesen Sie sie:

  • PCIe Lanes: PCIe (PCI Express) ist ein Datenübertragungsstandard. Faustregel: Von Version zu Version verdoppelt sich die Geschwindigkeit in etwa. PCIe 5.0 ist also ungefähr doppelt so schnell wie PCIe 4.0. Das "x" ist die Abkürzung für "Lane", d.h. eine einzelne Leitung. "4x" bedeutet, dass es vier Leitungen der entsprechenden PCIe-Version gibt. Je mehr Lanes ein Chipsatz anbietet, um so mehr Geräte lassen sich gleichzeitig über die schnelle Anbindung nutzen.
  • Bus Lanes: Über die Bus Lanes kommuniziert die CPU mit dem Chipsatz. Auch hier gilt: Mit jeder Generation verdoppelt sich die Geschwindigkeit, also zum Beispiel von DMI 3.0 auf DMI 4.0. Je mehr Lanes, um so besser.
  • USB v3.2 Gen 1x1: Zahl der vom Chipsatz unterstützten USB-Anschlüsse mit jeweils bis zu 5 Gbps.
  • USB v3.2 Gen 2x1: Zahl der vom Chipsatz unterstützten USB-Anschlüsse mit jeweils bis zu 10 Gbps.
  • USB v3.2 Gen 2x2: Zahl der vom Chipsatz unterstützten USB-Anschlüsse mit jeweils bis zu 20 Gbps.

Tipp: Mainboards können mehr als die gezeigte Anzahl von USB-Anschlüssen bieten. Hersteller verbauen dafür zusätzliche Chips.

Intel-Chipsätze für Rocket Lake S (11. Generation)

Intels 500er Chipsatz-Serie besteht derzeit aus dem H510, dem B560, dem H570 und dem Z590. Dabei raten wir entweder zum etwas günstigeren B560 für Allround-PCs und für Gelegenheits-Zocker oder zum Z590 für Anwender mit hohen Ansprüchen. Nur mit dem Z590 lässt sich auch der Prozessor per CPU-Multiplikator übertakten, was vor allem für Highend-Gaming interessant ist. Beachten Sie, dass das eine CPU mit "K" in der Modellbezeichnung voraussetzt.

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