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Intel-Mainboard kaufen: Welcher Chipsatz ist der Richtige?

Intel setzt mit den Core-i-CPUs auf den Sockel 1151. Er wird von vielen Chipsätzen unterstützt, darunter B360, H370 und Z390. Welcher Chipsatz ist der Richtige?

Inhalt
  1. Intel-Mainboard kaufen: Welcher Chipsatz ist der Richtige?
  2. Z390, Z370, H370 oder B360: Empfehlungen für Intel-Mainboards
Intel Core i9-9900K

© Intel

Aktuell sucht die neunte Generation von Intels Core-Prozessoren ein passendes Mainboard. 2020 kommen die Nachfolger.

Sie stellen einen PC auf Intel-Basis zusammen? Früher oder später kommen Sie zu dem Punkt, das passende Mainboard auszuwählen. Kern jedes Desktop-PCs ist dieses Mainboard, wahlweise auch Motherboard oder einfach Hauptplatine genannt. Es verbindet alle Komponenten miteinander, die CPU, den Arbeitsspeicher, SSD, Grafikadapter usw. Der wichtigste Baustein des Mainboards ist der Chipsatz.

Er sorgt nicht nur dafür, dass der PC beim Einschalten überhaupt anspringt, sondern kümmert sich auch um den Datenfluss zwischen der CPU, dem Arbeitsspeicher und den zahlreichen Geräten an den verschiedenen Anschlüssen. Häufig enthält er auch Zusatzfunktionen, zum Beispiel eine Grafikeinheit oder Netzwerkadapter.

Intel: Sieben Chipsätze für Intels 1151 v2 Sockel

Intel bietet unzählige Chipsätze an, doch grenzt man die Auswahl auf diejenigen ein, die die „Core“-CPUs (Core i3, i5, i7, i9) aus den aktuellen Serien Coffee Lake und Coffee Lake Refresh unterstützen, wird es schon etwas übersichtlicher. So verbleiben die sieben Chipsätze Z390, Z370, Q370, H370, H310, B365 und B360, die man auch die „300er Chipsätze“ nennt. Nur sie unterstützen Intels Sockel 1151 in der Version 2, auf dem die Coffee Lake CPUs Platz nehmen.

Intel 300er: Die Specs der Chipsätze​

​Auf drei der Kandidaten verzichten wir nachfolgend. Da ist zum einen der vergleichsweise teure Q370, der Zusatzfunktionen mitbringt, die weniger im Desktop-Bereich als für Embedded-PCs benötigt werden. Ebenfalls auf der Streichliste haben wir den B365 und den H310, die sich leistungstechnisch beide dem vergleichbar teuren B360 geschlagen geben müssen und auch weniger Flexibilität bieten (veraltete Fertigungstechnik, langsames USB, kein WLAN, wenig Steckplätze für Arbeitsspeicher). Im Rennen verbleiben also der B360 und H370 - sie bilden Intels Mittelklasse-Chipsätze. Teurer sind Boards mit den Oberklasse-Chipsätzen Z370 und Z390.​

Intel-Chipsätze und Features

B360 H370 Z370 Z390
PCIe-Version 3.0 3.0 3.0 3.0
PCIe-Lanes (maximal) 12 20 24 24
PCIe GPU 1 x16 1 x16 1 x16 | 2 x8 | 1 x8 + 2 x4 1 x16 | 2 x8 | 1 x8 + 2 x4
RAM-Taktrate bis 2.666 MHz 2.666 MHz 2.666 MHz 2.666 MHz
Übertakten eingeschränkt eingeschränkt ja ja

Erklärungen zur Chipsatz-Übersicht

Die Tabelle enthält viele technische Daten auf einen Blick. So lesen Sie sie:

  • PCIe-Verson: PCIe (PCI Express) ist der Standard, nach dem die internen Leitungen Daten zwischen CPU, OnBoard-Controller (zum Beispiel USB) und anderen Geräten (zum Beispiel Netzwerkadapter, Grafikadapter) übertragen. Faustregel: Von Version zu Version verdoppelt sich die Geschwindigkeit in etwa. PCIe 3.0 ist also ungefähr doppelt so schnell wie PCIe 2.0. Das "x" ist die Abkürzung für "Lane", d.h. eine einzelne Leitung. "x4" bedeutet, dass es vier Leitungen der entsprechenden PCIe-Version gibt.
  • Maximale Anzahl PCIe-Lanes: Je höher die Zahl, um so mehr Möglichkeiten bietet der Chipsatz den Mainboard-Herstellern zur Realisierung von Funktionen.
  • PCIe-GPU: Die Zahl der PCIe-Lanes, die dem Anschluss von Grafikadaptern dient. Die Z-Chipsätze können die insgesamt 16 Lanes optional auch auf zwei Grafikadapter verteilen.

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  • RAM-Taktrate: Je höher die Taktrate, um so schneller der Arbeitsspeicher. Durch Übertakten können Sie gegebenenfalls höhere Taktraten erreichen.
  • Übertakten CPU / RAM / GPU: Durch Übertakten können Sie die Leistung der Hardware steigern. Maßvoll angewendet kann das sehr nützlich sein, führt aber auch zu Nebenwirkungen wie höherem Stromverbrauch, mehr Abwärme und damit häufig auch mehr Lüfterlärm. B360 und H370 bieten nur eingeschränkte Möglichkeiten (nur Basistakt, keine Unterstützung für Multiplikator in CPUs), was zu geringerer Leistungssteigerung und rasch zu Instabilität des Gesamtsystems führt.

Auf der nächsten Seite finden Sie von uns ausgewählte Empfehlungen für Intel-Mainboards.

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