Alternative für Nvidia & AMD

Intel Arc: Alle Details zu den neuen Alchemist-Grafikkarten

30.9.2022 von Jusuf Hatic und The-Khoa Nguyen

Nach dem Release der Alchemist-Arc-Grafikkarten für das Mobil-Segment stehen die ersten Desktop-GPUs von Intel vor der Tür. Welche Details zu den Specs von Intel Arc bekannt sind, zeigen wir im folgenden Überblick. Update: Offizielle Ankündigungen und Preise.

ca. 6:15 Min
Ratgeber
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Intel-Grafikkarten werden mit Spannung erwartet.
Intel-Grafikkarten werden mit Spannung erwartet.
© Intel

Seit der Vorstellung von Intels "Arc"-Grafikkarten im August 2021 sickern kontinuierlich weitere Informationen zur genutzten Technik und ersten Benchmarks der GPUs durch, die in Konkurrenz zu Nvidia und AMD treten sollen. Die ersten dedizierten Mobil-Grafikkarten der "Alchemist" getauften ersten Generation wurden bereits präsentiert - Desktop-Nutzer hierzulande müssen sich allerdings noch bis zur Veröffentlichung von Intel Arc gedulden. Wann der Release der Arc Alchemist-GPUs stattfinden soll, welche Specs bekannt sind und welche Gerüchte sich um die Intel-Grafikkarten ranken, zeigen wir im folgenden Überblick.

Intel Arc 310 angekündigt

(Update vom 29. und 30.09.2022)

Intel begann auf dem eigenen "Innovation 2022"-Event neben Raptor Lake auch mit einem ersten Preis sowie ein Release-Date für die Arc 770. Diese startet am 12. Oktober für 329 US-Dollar (mit anscheinend 8 GB).

Wenige Tage später folgte die Ankündigung für die Intel Arc 310, eine Einsteigerkarte mit 4 GB VRAM und 6 Xe-Kernen, 96 XMX Engines und 2 GHz. Die A310 wird wie die bereits international erhältliche A380 mit einer TDP von 75 Watt versehen. Ein Preis ist noch offen, als Datum wird Q3 2022 angegeben.

Zum Vergleich: die Arc 770 bietet 32 Kerne, 512 Engines und wird es mit 8 oder 16 GB geben. Der Stromverbrauch liegt nach aktuellem Stand bei 225 Watt (TBP). Offen bleiben somit Angaben zur A750 und A580, die noch in Intels GPU-Portfolio geplant sind.

Intel Arc A770 & Intel Arc A750 Graphics: Price & Performance

Quelle: Intel
Ein neues Intel-Video zu den Arc-Grafikkarten.

Später folgte die Bestätigung, dass die 16-GB-Variante mindestens 349 US-Dollar kostet. Darauf lässt sich schließen, da eine Limited Edition der Arc 770 so bepreist ist und es diese nur mit 16 GB gibt. Dann hat Intel auch einen Preis für die A750 verraten. Die GPU mit 28 Xe-Kernen und 8 GB RAM wird mit 289 US-Dollar ein wenig günstiger als die Arc 770.

Intel stellt seine neue CPU-Generation vor.

„Innovation 2022“-Show

Intel: Core i9-13900K vorgestellt, Release für ARC A770 und…

Intel hat am Vorabend u. a. Intel Raptor Lake enthüllt. Der Intel Core i9-13900K kommt am 20. Oktober, gut eine Woche vorher Intels „ARC 770“-GPU.…

Intel Arc: Angebliche Termine für A500- und A700-Karten

(Update vom 1.08.2022)

Igor's Lab möchte durch interne Intel-Dokumente erfahren haben, dass die nächstgrößeren Arc-Grafikkarten (nach der A380) im Zeitraum vom 5. August bis zum 29. September erscheinen sollen. In der Zwischenzeit tauchte ein Benchmarkergebnis einer mobilen A770M auf.

Diese befinde sich nach einem Time-Spy-Test aus dem 3DMark auf dem Niveau einer RTX 3060M, wie videocardz.com zusammenfasst.

Das Intel-Logo vor blauem Hintergrund

Legacy-Grafikchips

Diese Intel-iGPUs erhalten nur noch Sicherheitsupdates

Fünf iGPU-Generationen erhalten demnächst keine regelmäßigen Updates mehr. Intels Treiber sollen stattdessen nur noch Xe-Grafikchips unterstützen.

Intel Arc: Ausgiebige A380-Tests und Intel-Folie mit Preisen und Performance

(Update vom 21.07.2022)

Intels Low-End-Chip Arc A380 soll es für deutlich unter 200 US-Dollar mit Konkurrenten wie der Nvidia Geforce GTX 1050 (Ti) oder der AMD Radeon RX 6400 aufnehmen. Golem, Computerbase und Igor's Lab haben sich aus China eine Custom-Karte importierten lassen, ohne Einfuhrgebühren rund 200 US-Dollar bezahlt und ausgiebig getestet. Das Fazit ist einstimmig: zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfehlenswert! Die Leistung hinkt der Konkurrenz meist hinterher, selbst im übertakteten Zustand. Dabei ist der Energiebedarf auch noch deutlich höher.

Das ist u.a. sehr verbesserungswürdigen Treibern geschuldet, die in einigen Spielen neben enttäuschender Performance auch noch für Abstürze sorgten. Das DLSS-Pendant XeSS gibt es noch nicht, dazu kommt eine Beschränkung auf Intel-Plattformen mit rBAR-Support. Beim Video-Encoding kann Intel mit seiner Erfahrung immerhin etwas gutmachen, CAD- oder andere Workstation-Einsätze verliefen aber instabil. Die Hoffnungen liegen nun auf Treiber-Updates seitens Intel und die anderen angekündigten GPU-Varianten.

Kurz vorher hat wccftech.com Zugriff auf mutmaßlich offizielle Intel-Folien erhalten. Denen ist zu entnehmen, dass das Intel-Lineup aus fünf GPUs besteht: A310, A380, A580, A750 und A770. Ein High-End-Modell A780 ist demnach nicht dabei. Dies wurde vom Intel-Marketing bestätigt - ein solcher Chip sei nie geplant gewesen. Für die Chips bietet die Folie Watt-Angaben, Listenpreise und eine Einordnung der Performance - an Hand von Nvidia- und AMD-Chips.

Intel Arc (Leak)

Vollbildansicht
GPU Preis Verbrauch Konkurrent
A770 (16/8 GB) 300-399$ 225W RTX 3060 Ti / RX 6650 XT
A750 (8 GB) 200-299$ 225W RTX 3060 / RX 6600
A580 (8 GB) 200-299$ 175W RTX 3050
A380 (6 GB) 100-149$ 75W GTX 1650
A310 (4 GB) < 99$ 75W GTX 1050 (Ti)

Intel Arc A380: Start in China

(Update vom 15. Juni)

In China ist die erste Intel-Grafikkarte gestartet. Die Arc A380 siedelt im Einsteigerbereich an, verbraucht maximal 75 Watt (TDP) und ist mit 6 GB GDDR6 VRAM für 1080p mit 60fps gedacht. Als Beispieltitel nennt der Hersteller League of Legends, Moonlight Blade, Naraka: Bladepoint und PUBG: Battlegrounds. Als Preisempfehlung gelten 1.030 Yuan, die etwa 145 Euro entsprechen. Ein erstes Custom-Design und Bilder finden sich beim Hersteller Gunnir aus Fernost. Ein Start in Deutschland ist noch nicht terminiert. Ein Release hierzulande von ersten Karten wird für Spätsommer erwartet.

Intel Arc: Angebliche Preise und Termine

(Update vom 6. Mai 2022)

Die Webseite wccftech.com hat nach Leaks zur Radeon RX 6950 XT auch Infos zu Intel Arc. Ende Mai bis Anfang Juni seien von eigenen Quellen als erste Termine genannt worden. Zu diesem Zeitpunkt stünden Ankündigungen für Arc A750 und Arc A380 auf dem Plan. Die dazwischen platzierte Arc A580 folge im Juli.

Dann kommen Preisangaben, die von 350 über 280 bis 150 US-Dollar reichen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick. Vier weitere GPUs sollen von Intel noch folgen. Vom initialen Launch wären somit ausgenommen: A780, A770, A350 und A310.

Intel ARC: Leaks zu Preisen und mehr

Vollbildansicht
A750 A580 A380
Preis: 350$ Preis: 280$ Preis: 150$
Start: Mai/Juni Start: Juli Start:Mai/Juni
Xe-Kerne: 28 Xe-Kerne: 16 Xe-Kerne: 8
Execution Units: 448 Execution Units: 256 Execution Units: 128
FP32-Kerne: 3.584 FP32-Kerne: 3.072 FP32-Kerne: 1.024
Speicher: 8GB G6 Speicher: 8GB G6 Speicher: 6GB G6
Speicherbus: 128 Bit Speicherbus: 128 Bit Speicherbus: 96 Bit
Konkurrent: RTX 3060 Konkurrent: RTX 3050 Konkurrent: GTX 1650

(Update vom 10. Mai 2022)

Wie Intel bestätigt, werden Intels Arc-GPUs erst einmal nur in China starten. Zu Beginn werden OEMs bedient, dann der Retail-Markt. Erst anschließend würde ein globaler Start auf dem Plan stehen bzw. angegangen werden können. Zeitfenster dafür sei "später im Sommer". "Mai / Juli" von vor wenigen Tagen dürfte also nur für den Markt in Fernost gelten. Schon die Mobile-Prozessoren Alchemist bzw. passende Laptops waren zu Beginn nur in Südkorea verfügbar.

Intel Arc: Erste Modell-Leaks gesichtet

Diese Videospeicher-Kapazität soll ersten Leaks zufolge ausschließlich im Intel-Arc-Modell A780 zum Einsatz kommen. Die Gerüchte wurden erstmals vom Hardware-Leaker "KOMACHI" auf Twitter ins Rollen gebracht, der schon in der Vergangenheit auffällig oft korrekte Vorhersagen zu Intels Hardware-Releases treffen konnte.

Ein Leaker teilt Infos zur VRAM-Ausstattung von Intel Arc.
Ein Leaker teilt Infos zur VRAM-Ausstattung von Intel Arc.
© twitter.com/KOMACHI_ENSAKA/

Diese Spekulationen wurden zudem vom Leaker "Enthusiast Citizen" auf der chinesischen Plattform bilibili ebenfalls bestätigt und mit weiteren Details ausgestattet. Demzufolge sollen neben der gezeigten Limited Edition bis zu sechs weitere Arc-Modelle erscheinen, jedoch nicht zum ursprünglich angenommen Release-Zeitraum im Sommer 2022. Stattdessen sei der Veröffentlichungstermin auf das dritte Quartel 2022 verschoben worden, da es Probleme mit den zugehörigen Grafikkarten-Treibern geben soll.

Als gesichert gelten die Alchemist-Modelle A770, A750, A580 und A380, zu denen jeweils bereits erste Specs genannt wurden. So soll Intel Arc A770 wahlweise mit acht oder sechzehn Gigabyte Videospeicher ausgestattet sein, sich in Sachen Performance allerdings auf dem Niveau der Mittelklasse-GPU Nvidia RTX 3060 Ti bewegen. Das A380-Modell soll sich hingegen am unteren Ende der Benchmark-Skala befinden und eine Leistung analog zur AMD Radeon RX 6400 erbringen.

Zu den Grafikarten rund um Intel Arc A750 und A580 konnten die Leaks bisher nur wenige Informationen preisgeben, übereinstimmenden Informationen zufolge sollen jedoch zumindest acht GB VRAM mit an Bord sein. Erstmals wurden bei den Spekulationen auch die GPU-Versionen A350 und A310 genannt, welche sich angeblich an das Einstiegs-Segment richten und mit GPUs wie der Nvidia RTX 3050 konkurrieren sollen.

(Update vom 16. Mai 2022)

Wenn man Einträgen in einem aktuellen Treiber glaubt, hat Intel sein komplettes ARC-Line-Up passend zu den Leaks quasi bestätigt. Neben den Desktop- und Notebook-Serien A380/310, 770/750 und A580 bzw. A370M/350M und A770M/730M kommen noch Arc-Pro-Serien mit den Bezeichnungen A30M und A40/A50 für Workstations.

Intel Arc: Bestätigte technische Daten

Wie Intel zum Architecture Day 2021 bereits bestätigte, erfolgt die Fertigung der Alchemist-Grafikkarten auf Basis einer 6-Nanometer-Architektur, wodurch Herstellerangaben zufolge sowohl die Taktrate als auch die Energieeffizienz im Vergleich zu den bisherigen DG1-GPUs um bis zu 50 Prozent verbessert sein soll.

Neben Raytracing, welches für realistische Lichtverhältnisse bei Spielen in Echtzeit sorgt, schickt Intel mit "Xe Super-Sampling" eine eigene Version des KI-gestützten Upscalings ins Rennen. Damit sollen die Arc-Grafikkarten ähnlich wie bei Nvidias DLSS-Feature oder AMDs Fidelity FX Games noch flüssiger darstellen können.

Nachdem ursprünglich noch über potenzielle Displayport 2.0-Anschlüsse bei Intel Alchemist spekuliert wurde, zeigte Intel auf einem eigens einberufenen Youtube-Stream erstmals eine dedizierte Grafikkarte der neuen GPU-Reihe. Im Gegensatz zu den ersten Gerüchten sollen die ersten Modelle allerdings nicht mit DP 2.0, sondern mit Displayport 1.4a und HDMI 2.0b ausgestattet werden, wie das Unternehmen bei der jüngsten Präsentation bestätigte.

Intel Arc Graphics

Quelle: Intel
Intel stellt seine neuen Desktop-Grafikkarten vor.

Zudem wurde eine erste Limited Edition der Intel-GPUs gezeigt, die analog zu Nvidias Founder Editions fungieren könnte. Um welches Modell es sich bei der vorgestellten Grafikkarte konkret handelt, wurde nicht erklärt - es ist allerdings davon auszugehen, dass es sich hierbei um das Flagschiff-Modell A780 handelt. Die Spekulationen berufen sich auf die im Teaser gezeigten acht Speichermodule, die wiederum auf 16 Gigabyte V-RAM schließen lassen.

Grafikkarten-Tuning-Aufmacher-Shutterstock

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