Wann erscheinen neue CPUs?

Rocket Lake, Tiger Lake und Co: Wann kommen neue Intel-CPUs?

© Intel / Shuo @ Adobe Stock

Die Intel-Prozessoren der 11. Generation erhalten den Namen "Rocket Lake-S".

Bei Intel stehen in diesem Jahr mindestens drei neue Prozessor-Serien an. Den Anfang wird Rocket Lake-S voraussichtlich im März machen. Die auf Cypress-Cove basierenden CPUs richten sich an Desktop-Nutzerinnen und -Nutzer mit unterschiedlichsten Ansprüchen.

Danach folgen noch in der ersten Jahreshälfte die ersten Notebooks mit Tiger Lake-H. Die Prozessoren der Reihe werden ihren Einsatz wohl hauptsächlich in teureren Gaming-Notebooks finden.

In der zweiten Jahreshälfte wartet dann bereits Alder Lake. Die Reihe richtet sich wie Rocket Lake-S auch an Desktop-Anwenderinnen und -Anwender, setzt jedoch auf ein Hybridverfahren, dass Kerne unterschiedlicher Größe und Leistung verbaut.

Am Horizont steht dann noch Meteor Lake. 2022 soll damit zumindest Rocket Lake-S, wenn nicht auch direkt Alder Lake abgelöst werden.

Anstehende Termine

  • ab 30. März 2021: Rocket Lake-S
  • ab Juni 2021: Tiger Lake-H
  • ab September / Dezember 2021: Alder Lake

Desktop: Intel Rocket-Lake-S (Cypress Cove)

Die nächste Desktop-CPU-Generation hat Intel auf der CES 2021 vorgestellt. Mittlerweile wurde verkündet, dass die Modelle noch einmal offiziell am 16. März präsentiert und ab dann vorbestellt werden können. Reviews gibt es erst zwei Wochen später mit dem Start am 30. März.

Rocket Lake-S wird dabei den Vorgänger Comet Lake ablösen und so die 11. Generation von Intels Desktop-Prozessoren einleiten.

Mit den CPUs von Rocket Lake-S wird es auch neue Chipsätze geben. Die sogenannte 500er-Serie teilt sich auf in die Modelle Z590, H570, B560 und H510. Diese unterstützen ab Werk PCI-E 4.0. Da Rocket Lake-S erneut auf den LGA1200-Sockel setzt, sind jedoch auch ein Großteil der 400er-Chipsätze mit den Prozessoren kompatibel. Nur die Modelle H410 und B460 fallen weg.

Bei der Architektur setzt Rocket Lake-S auf Cypress Cove. Dabei handelt es sich um einen Backport von Golden Cove auf 14 nm. Logischerweise nutzt man damit erneut ein 14-nm-Verfahren, genauer das leistungsstärkere 14 nm++. Insgesamt will man gegenüber dem Vorgänger bis zu 22 Prozent höhere IPC erreichen. Als iGPU kommt Intel Xe zum Einsatz, des Weiteren verbaut man DDR4-RAM.

An Neuerungen soll unter anderem Übertaktung auch abseits des Z-Chipsatzes möglich sein, dazu finden sich Anzeichen für Mixed Hyperthreading, bei den Abwärtswandlern ein Abrücken von FIVR hin zu SVID, VRM, VNNI-Support und neue Media-Enkoder.

Bekannte Rocket-Lake-S-Modelle:

  • Core i5 11400: 6 Kerne/12 Threads, 2,6 GHz Basistakt, 4,4 GHz Single-Boost und 4,2 GHZ All-Core-Boost, 12 MB L3-Cache, 65 W TDP, auch als i5 11400F
    • Geekbench 5: 1495 Single-Core Score, 6620 Multi-Core Score
  • Core i5 11500: 6 Kerne/12 Threads, 2,7 GHz Basistakt, 4,6 GHz Single-Boost und 4,2 GHz All-Core-Boost, 12 MB L3-Cache, 65 W TDP
  • Core i5 11600: 6 Kerne/12 Threads, 2,8 GHz Basistakt, 4,9 GHz Single-Boost und 4,3 GHz All-Core-Boost, 12 MB L3-Cache, 65 W TDP
  • Core i5 11600K: 6 Kerne/12 Threads, 3,9 GHz Basistakt, 4,9 GHz Single-Boost und 4,6 GHz All-Core-Boost, 12 MB L3-Cache, 125 W TDP, auch als i5 11600 KF
    • Geekbench 5: 1565 Single-Core Score, 6220 Multi-Core Score
  • Core i7 11700: 8 Kerne/16 Threads, 2,5 GHz Basistakt, 4,9 GHz Single-Boost und 4,4 GHz All-Core-Boost, 16 MB L3-Cache, 65 W TDP, auch als i7 11700F und 11700T
    • Geekbench 5: 1718 Single-Core Score, 9443 Multi-Core Score
  • Core i7 11700K: 8 Kerne/16 Threads, 3,6 GHz Basistakt, 5,0 GHz Single-Boost und 4,6 GHz All-Core-Boost, 16 MB L3-Cache, 125 W TDP, auch als i7 11700KF
    • 19 Prozent IPC-Uplift gegenüber Comet Lake
    • Geekbench 5: 1807 Single-Core Score, 10673 Multi-Core Score
    • Cinebench R20: 608 Single-Core Score, 5615 Multi-Core Score
  • Core i9 11900: 8 Kerne/16 Threads, 2,5 GHz Basistakt, 5,2 GHz Single-Boost und 4,7 GHz All-Core-Boost, 65 W TDP, auch als i9 11900F und 11900T
  • Core i9 11900K: 8 Kerne/16 Threads, 3,5 GHz Basistakt, 5,3 GHz Single-Boost und 4,8 GHz All-Core-Boost, 16 MB L3-Cache, 125 W TDP, auch als i9 11900KF
    • Geekbench 5: 1920 Single-Core Score, 10995 Multi-Core Score
    • Cinebench R20: 620 Single-Core Score, 6140 Multi-Core Score
    • CPU-Z: 716 Single-Thread Score, 6539 Mutli-Thread Score
Intel-Prozessoren für 2021 vorgestellt

Mit Rocket Lake-S hat Intel endlich seine neuen Desktop-Prozessoren vorgestellt. Dazu kommen u.a. Tiger Lake-H und ein erster Teaser zu Alder-Lake-S.

Mobil: Tiger Lake-H

Auch den mobilen Markt möchte Intel 2021 nicht vernachlässigen. Daher hat man noch für die 1. Jahreshälfte neue Notebook-Prozessoren der Tiger Lake-H-Reihe angekündigt. Dem Hersteller XMG zufolge sollen die bereits erschienen H35-Modelle im Juni 2021 um die leistungsstärkeren H45-Varianten erweitert werden. Allerdings werden schon jetzt erste Legion-Notebook-Modelle von Lenovo mit i5 11400H, i7 11800H und i9 11980HK gelistet.

Dabei verspricht Intel sogar eine "Desktop Caliber Performance". Mit den Octacore-Modellen von Tiger Lake-H45 will man offensichtlich AMDs Achtkernern Konkurrenz machen.

Die Prozessoren sollen dabei mit bis zu 8 Kernen und einem Basistakt von bis zu 2,6 GHz erscheinen, im Boost sind demnach sogar 5 GHz möglich. Dazu gesellen sich bis zu 24 MB L3-Cache.

Auch Tiger Lake-H soll auf Intels neue hauseigene Xe iGPU setzen, allerdings verbaut man in den Modellen wohl nur 32 CUs. Grund dafür dürfte sein, dass Tiger Lake-H vorzugsweise in Gaming-Notebooks zum Einsatz kommen wird, die meist eine eigene dedizierte Grafikkarte besitzen.

Mit Tiger Lake-H45 folgt bei Intel auch im mobilen Umfeld dann der Umschwung auf PCIe 4.0., nachdem dies bei H35 noch eher spärlich geschah.

Bekannte Tiger-Lake-H45-Modelle:

  • Core i5 11400H: 6 Kerne/12 Threads, 45 W TDP
  • Core i7 11800H: 8 Kerne/16 Threads, 2,6 GHz Basistakt, 4,6 GHz Max 1-Core Turbo, 45 W TDP
  • Core i9 11980H: 8 Kerne/16 Threads, 45 W TDP
  • Core i9 11980HK: 8 Kerne/16 Threads, 5,0 GHz Max 2-Core Turbo, 45+ W TDP
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Desktop & Mobil: Alder-Lake (Golden Cove & Gracemont)

Alder Lake wird aller Voraussicht nach in der zweiten Jahreshälfte, Gerüchte sprechen hier von September oder Dezember 2021 erscheinen. Dabei will Intel auf ein Hybrid-System setzen, bei dem Kerne mit unterschiedlich hoher Leistung miteinander verbunden werden. So könnten kleinere Aufgaben von schnelleren Kernen übernommen werden.

Mit Alder Lake verabschiedet sich Intel von 14 nm im Desktop-Bereich. Stattdessen sollen die neuen Prozessoren im 10-nm-Enhanced-SuperFin-Verfahren gefertigt werden. Dadurch ergibt sich gerüchteweise eine Energieeinsparung von 15 Prozent gegenüber den 14-nm-Modellen.

Als Kern-Architektur setzt man auf Golden Cove und Gracemont. Hyperthreading soll jedoch nur mit den großen Golden-Cove-Kernen möglich sein.

Außerdem gibt es mit dem LGA1700 einen neuen Sockel, ein erneutes Verwenden alter Mainboards wird also wohl nicht möglich sein. Der LGA1700 soll dann für mehrere Jahre bei Intel zum Einsatz kommen.

Des Weiteren erwarten uns Neuerungen bei RAM und iGPU: Alder Lake verbaut DDR5-RAM, genauer DDR5 4800, und eine Xe-GPU der 12. Generation. DDR4 wird ebenfalls unterstützt. Auch über PCIe 5.0 wird berichtet.

Neben der Desktop-Reihe Alder-Lake-S plant Intel wohl außerdem zwei mobile Reihen. Alder Lake-M soll demnach mit bis zu 2 großen und 8 kleinen Kernen als Low-Power-Serie Lakefield ablösen, Alder Lake-P hingegen wird sich wohl mit bis zu 6 großen und 8 kleinen Kernen neben Tiger Lake-H als höherpreisige Notebook-Prozessor-Serie platzieren.

Übersicht zu Alder-Lake-Modellen:

  • Alder Lake-S: bis zu 16 Kerne (8 Golden Cove, 8 Gracemont), Intel Xe 12. Gen., 2x PCIe 5.0 x8 & 2x PCIe 4.0 x4
  • Alder Lake-P: bis zu 14 Kerne (6 Golden Cove, 8 Gracemont), Intel Xe 12. Gen., PCIe 5.0 x8 & 2x PCIe 4.0 x4
  • Alder Lake-M: bis zu 10 Kerne (2 Golden Cove, 8 Gracemont), Intel Xe 12. Gen., PCIe 5.0 x8 oder PCIe 4.0 x4

Bekannte Alder-Lake-S-Modelle:

  • Alder Lake-S 2+0+1: 2 Golden-Cove-Kerne/4 Threads
  • Alder Lake-S 4+0+1: 4 Golden-Cove-Kerne/8 Threads
  • Alder Lake-S 6+0+1: 6 Golden-Cove-Kerne/12 Threads
  • Alder Lake-S 6+2+1: 6 Golden-Cove-Kerne, 2 Gracemont-Kerne/14 Threads
  • Alder Lake-S 6+4+1: 6 Golden-Cove-Kerne, 4 Gracemont-Kerne/16 Threads
  • Alder Lake-S 6+6+1: 6 Golden-Cove-Kerne, 6 Gracemont-Kerne/18 Threads
  • Alder Lake-S 6+8+1: 6 Golden-Cove-Kerne, 8 Gracemont-Kerne/20 Threads
  • Alder Lake-S 8+0+1: 8 Golden-Cove-Kerne/16 Threads
  • Alder Lake-S 8+2+1: 8 Golden-Cove-Kerne, 2 Gracemont-Kerne/18 Threads
  • Alder Lake-S 8+4+1: 8 Golden-Cove-Kerne, 4 Gracemont-Kerne/20 Threads
  • Alder Lake-S 8+6+1: 8 Golden-Cove-Kerne, 6 Gracemont-Kerne/22 Threads
  • Alder Lake-S 8+8+1: 8 Golden-Cove-Kerne, 8 Gracemont-Kerne/24 Threads, 2,2 GHz Basistakt und 2,7 GHz Boosttakt, 30 MB L3-Cache
    • Geekbench 4: 6536 Single-Core Score, 47870 Multi-Core Score

Bekannte Alder-Lake-P-Modelle:

  • Alder Lake-P 2+0+2: 2 Golden-Cove-Kerne/4 Threads
  • Alder Lake-P 2+4+2: 2 Golden-Cove-Kerne, 4 Gracemont-Kerne/8 Threads
  • Alder Lake-P 2+8+2: 2 Golden-Cove-Kerne, 8 Gracemont-Kerne/12 Threads
  • Alder Lake-P 4+8+2: 4 Golden-Cove-Kerne, 8 Gracemont-Kerne/16 Threads
  • Alder Lake-P 6+4+2: 6 Golden-Cove-Kerne, 4 Gracemont-Kerne/16 Threads
  • Alder Lake-P 6+8+2: 6 Golden-Cove-Kerne, 8 Gracemont-Kerne/20 Threads, 0,8 GHz Basistakt und 4,3 GHz Boosttakt, 24 MB L3-Cache

Desktop: Raptop Lake (Golden Cove/Ocean Cove & Gracemont)

Mit Raptor Lake-S wird Intel 2022 bis 2023 dann wohl bereits Alder Lake-S ablösen. Erneut soll man hierbei auf das 10-nm-Verfahren setzen. Auch der LGA1700-Sockel, DDR5-RAM und PCIe 5.0 sollen an Bord bleiben.

Möglicherweise wird man bei den großen Kernen weg von Golden Cove und hin zu Ocean Cove, dann wohl als 10-nm-Backport, gehen.

Insgesamt scheint es sich mit den vorhandenen Informationen bei Raptor Lake mehr um einen Refresh von Alder Lake zu handeln.

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Desktop: Meteor Lake (Golden Cove/Ocean Cove & Gracemont)

Die frühestens 2022 erscheinenden Meteor-Lake-Prozessoren von Prozessoren werden im Gegensatz zu Alder Lake und Raptor Lake statt 10 nm auf 7 nm setzen. Unklar ist, ob man bei Intel Raptor Lake und Meteor Lake nebeneinander laufen lassen wird oder ob die eine Generation die andere ablösen soll.

Bei der Architektur könnte wie bei Alder Lake auch erneut Golden Cove zum Einsatz kommen, allerdings könnte Intel auch mit einer komplett neuen Mikroarchitektur planen. Gerüchteweise handelt es sich dabei um Ocean Cove.

Wahrscheinlich ist auch, dass Intel bei Meteor Lake erneut auf das mit Alder Lake eingeführte Hybrid-Verfahren mit kleineren Gracemont-Kernen setzt.

Der Sockel ist wohl erneut der LGA1700, gefertigt wird Meteor Lake vermutlich im 7-nm-Superfin-Verfahren.

Desktop: Lunar Lake

Gerüchten zufolge hört Intels 13. Generation auf den Namen "Lunar Lake". Eine erneute Verwendung des LGA1700-Sockels erscheint auch für diese Modelle wahrscheinlich.

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