Sicherheit

Hotspot sicher nutzen: Antivirus, VPN, alternative Browser

© Hersteller/Archiv

Beim "Blick über die Schulter" kann ein Angreifer Sie beim Eintippen von Passwörtern ausspähen - deswegen Vorsicht bei der Computernutzung an öffentlichen Hotspots.

Achten Sie auf den Anbieter des öffentlichen Hotspots 

Freie WLAN-Netze werden inzwischen von den unterschiedlichsten Anbietern zur Verfügung gestellt. Das kann der Bäcker an der Straßenecke ebenso sein wie die Telekom oder Vodafone am Flughafen. Das Sicherheitsniveau kann dabei sehr unterschiedlich sein, weil große Anbieter hier oft einen Schwerpunkt setzen. 

Haben Sie also mehrere Netze zur Auswahl, wählen Sie nach Möglichkeit den bekannteren, größeren Anbieter. Zwar gibt es auch hier keine wirkliche Sicherheitsgarantie, doch die Wahrscheinlichkeit eines weitestgehend sicheren Zugangs ist ungleich größer. 

Setzen Sie auf ein hochwertiges Antiviren-Programm 

Hacker nutzen öffentliche WLAN-Netze nicht nur aus, um vor Ort in Rechnern anderer Nutzer zu schnüffeln, sondern Sie platzieren auch Schadsoftware auf den Rechnern ihrer Opfer. Es ist daher sehr wichtig, auf dem mobilen Rechner ein hochwertiges und stets aktuelles Antivirenprogramm zu installieren, das Sie vor Angriffen dieser Art schützen kann.

Deaktivieren Sie die Datei- und die Verzeichnisfreigaben 

Was im Heimnetz bequem und nützlich ist, ist in öffentlichen Netzen, in dem sich zahlreiche fremde Nutzer befinden, ein großes Risiko. Es kann nämlich durchaus passieren, dass der Hotspot so konfiguriert ist, dass Ihr Rechner in der Dateiansicht der anderen Netzwerkteilnehmer sichtbar und der Zugriff auf Ihre Dateien möglich ist.

Sie schalten die Netzwerkerkennung sowie die Dateifreigabe in Windows 10 unter Systemsteuerung/ Netzwerk und Internet/Netzwerk- und Freigabecenter/Erweiterte Freigabeeinstellungen ein oder aus. Tun Sie das im Unterpunkt Gast oder Öffentlich, die Einstellungen im Menüpunkt Privat können dagegen beibehalten werden. 

Das beste Sicherheitstool für offene WLANs heißt VPN 

Der Fernzugriff auf Unternehmensserver durch die Mitarbeiter erfolgt heutzutage ausschließlich über VPN-Verbindungen. Dabei wird eine Art virtueller Tunnel zwischen Server und Anwender aufgebaut, durch die sämtliche Daten komplett verschlüsselt fließen. 

VPNs sind jedoch längst kein Privileg großer Unternehmen mehr, sondern sie sind auch für Privatanwender eine inzwischen preiswerte Option, um die Sicherheit beim Zugang ins Netz dramatisch zu erhöhen. Inzwischen bieten zahllose Firmen VPN-Zugänge an. Beliebt sind beispielsweise Hotspot Shield oder OkayFreedom.

Wegen der Einfachheit der Bedienung und der übersichtlichen Oberfläche empfehlen wir den Service TunnelBear aus Kanada, der bis zu einem Datenvolumen von 500 MByte im Monat komplett kostenlos ist. TunnelBear ist für jedes Betriebssystem von Windows über Android bis iOS verfügbar.

© Hotspot

Eine Alternative zu TunnelBear ist Hotspot Shield. Auch dieses Tool erhöht die Sicherheit beim Surfen.

Nutzen Sie einen alternativen Browser wie Tor oder Opera 

Falls Sie aus welchem Grund auch immer keinen VPN-Dienst wie TunnelBear oder Hotspot Shield verwenden möchten, können Sie durch die Verwendung eines Browsers wie Tor oder Opera die Sicherheit beim Surfen deutlich steigern.

In Opera​ ist der VPN-Dienst SurfEasy integriert. Eine Beschränkung des Datenvolumens gibt es nicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass man, wie bei anderen VPNs auch, die Region ändern kann. Es ist also möglich, bei einem Urlaub im Ausland den Standort Deutschland auszuwählen und so auf deutsche Seiten zuzugreifen, die ansonsten für einen Zugriff aus dem Ausland gesperrt wären. 

Als Beispiel seien hier PayTV oder die TV-Mediatheken genannt. Der Tor-Browser​ ist eine Art aufgemotzter Mozilla Firefox. Er verfügt über diverse Add-ons, die das Surfen im Internet sicherer machen sollen und verwischt obendrein die Surfspuren, die Sie im Internet hinterlassen. Das alles natürlich nur bis zu einem gewissen Grad. Dennoch erhöhen sowohl Opera als auch Tor die Sicherheit des Surfens über öffentliche WLAN-Netze sehr deutlich.

© Opera

Der aktuelle Opera-Browser hat VPN automatisch mit an Bord. Man muss es nur noch per Klick einschalten.

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