WLAN-Hotspots erstellen und kontrolliert surfen

Besser als Windows: WLAN-Hotspot mit Gratis-Tools erstellen

19.12.2022 von Corinna Ingenhaag

Windows PCs oder Laptops als Hotspot zu nutzen gelingt schnell und einfach. Doch was können die Freeware Alternativen besser als Windows?

ca. 3:05 Min
Ratgeber
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Hotspot
Nicht nur Digital Nomads profitieren von einem zuverlässigen WLAN-Hotspot.
© simona / Adobe Stock

Es gibt immer wieder Situationen, in denen uns kein WLAN-Netzwerk zur Verfügung steht oder die vorhandenen WiFi-Netze nicht sicher oder performant genug sind. Zum Teil können durch die Internetnutzung fremder WLAN-Netze auch hohe Kosten entstehen, ganz abgesehen vom Sicherheitsfaktor. Dann kann es nützlich sein, den Laptop oder PC in einen Hotspot zu verwandeln.

Als virtueller Router stellt er dann anderen Laptops, Smartphones und Tablets ein Wireless Netzwerk zur Verfügung, mit dem sie im Internet surfen können. Das kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn wir im Hotelzimmer nur eine LAN-Schnittstelle zur Verfügung haben, aber neben dem Laptop auch das Smartphone einwählen wollen. Vielleicht ist unser Laptop aber auch mit einer SIM-Karte ausgestattet. Dann könnten wir unsere Verbindung ins World Wide Web zum Beispiel auf dem Messestand mit einem Kollegen teilen.

Im Camping-Urlaub gibt es meist nur WiFi-Zugang für ein Gerät, auch hier ist ein Hotspot hilfreich. Doch nicht nur unterwegs, sondern auch in den eigenen vier Wänden, kann es sich lohnen, den Rechner als WLAN-Hotspot zu nutzen – zum Beispiel, um Räume mit schlechter Verbindung zum herkömmlichen WLAN-Router als Repeater zu unterstützen oder um die WiFi-Abdeckung zu verlängern, beispielsweise bis in den Garten.

Doch nicht nur die Kosten und die Stabilität lassen sich beim Surfen oftmals mithilfe eines eigenen Hotspots optimieren. Auch für die Sicherheit beim Surfen kann das viele Vorzüge mit sich bringen. Denn ist ein Laptop beispielsweise mit einer VPN-Software ausgestattet, die das Surfverhalten im Netz absichert, gilt das auch für die Internet-Verbindungen entsprechender Hotspots. So ist es zum Beispiel möglich, einen Smart TV über eine via VPN gesicherte Verbindung mit dem Internet zu verbinden. Weitere Infos dazu gibt es hier.

Die einfachste Möglichkeit: WLAN-Hotspot über Windows

Wahrscheinlich ist es erst einmal die naheliegendste Möglichkeit: Ein WLAN-Hotspot über Windows. Dazu bietet beispielsweise Windows 10 einen relativ einfachen und unkomplizierten Weg. In den Systemeinstellungen ist bereits alles auf die Erstellung eines Hotspots vorbereitet.

Unter der Rubrik „Netzwerk und Internet“ findet sich ein Unterpunkt mit der Bezeichnung „Mobiler Hotspot“. Dort lassen sich Einstellungen wie Name, Kennwort oder Frequenzbereich festlegen. Ebenfalls sehen wir dort in der Übersicht, welche Geräte sich in unser virtuelles Netzwerk eingeloggt haben.

Bis zu acht Geräte können sich verbinden. Eine Übersicht darüber, wie viele Daten die verbundenen Geräte gezogen haben, gibt es jedoch leider nicht. Schauen wir uns daher zwei Alternativen an und sehen, ob sie es besser können.

Hotspot Handy Laptop
Neben dem WLAN-Hotspot von Windows gibt es gratis Tools, mit denen sich Hotspots erstellen lassen.
© tippapatt / Adobe Stock

Windows-Alternative Nummer 1: MyPublicWiFi

MyPublicWiFi ist als Freeware erhältlich und stellt somit eine kostenfreie Alternative zum Windows-Hotspot dar. Neben der Einrichtung eines virtuellen Routers bietet das Tool jedoch noch einige clevere Zusatzfunktionen.

So ist es zum Beispiel möglich, über eine integrierte Firewall den Netzwerkzugriff – für Gäste oder auch im Haus lebende Kinder – zu beschränken. Die Nutzung festgelegter Internetdienste, darunter FileSharing-Programme kann sogar komplett verboten werden. Ein Filter, der Werbung, Tracker oder Social Networks im gesamten Netzwerk blockiert, kann ebenfalls eingestellt werden.

Weiterhin verfügt das kostenlose Tool über einen Bandbreiten-Manager. Dieser bietet die Möglichkeit, die Internet-Geschwindigkeit einzelner Hotspot-Clients zu steuern, um eine Überlastung des gesamten Netzwerkes zu verhindern. Zudem gibt es eine Protokoll-Funktionen, die es ermöglicht, alle aufgerufenen URLs zu speichern und dem entsprechenden Nutzer zuzuordnen.

Als besonders praktisch dürfte sich auch der Login über einen QR-Code erweisen. Mit MyPublicWiFi lassen sich die Hotspot-Funktionen so auf einem professionellen Level verwalten.

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Windows-Alternative Nummer 2: Connectify Hotspot

Eine weitere Alternative zur Erstellung eines virtuellen Access Points zum Surfen ist Connectify Hotspot. Als Basis-Version ist auch dieses Tool kostenlos. Der Funktionsumfang umfasst somit das Teilen eines Internet-Zugangs sowohl aus WiFi-Netzwerken als auch aus Ethernet-Verbindungen. Auch VPN-Verbindungen können auf diese Art via WiFi geteilt werden.

Connectify Hotspot bietet zudem die Möglichkeit der Echtzeit-Überwachung. Sie zeichnet die Netzwerknutzung je nach Gerät auf und verhindert zum Beispiel ein versehentliches Überschreiten möglicher Datenvolumen. Auch eine Werbeblockierung für verbundene Clients umfasst die gratis Version von Connectify Hotspot, ebenso wie einen Dark Mode.

Mit dem Upgrade auf eine der kostenpflichtigen Vollversionen ist es unter anderem möglich, 3G- und 4G-Verbindungen zu teilen oder den Hotspot quasi rückwärts zu nutzen und aus der WLAN-Schnittstelle eine LAN-Verbindung freizugeben. Zudem können die Namen der Hotspots frei angepasst, Repeater- oder Bridging-Modi genutzt sowie benutzerdefinierte IP- und DHCP-Steuerelemente verwendet werden.

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