Vernetzung im Heimkino

Heimvernetzung

15.1.2009 von Redaktion pcmagazin und Volker Straßburg

Unterschiedliche Ausstattung für gleiche Zwecke? Ähnliche Bezeichnungen für völlig verschiedene Anwendungen? Das verwirrt. video-Homevision zeigt, wo die feinen und großen Unterschiede wichtiger Begriffe liegen.

ca. 2:05 Min
Ratgeber
  1. Heimvernetzung
  2. Audio-Verbindung
  3. WLAN, Bluetooth, Analog-Funk
Heimvernetzung
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1. HDMI, DVI (-I/-D), VGA, Display Port

Die Funktion und große Bedeutung des High Definition Multimedia Interface ist hinreichend bekannt. Es übermittelt digital hochauflösende Bild- und Tonsignale, womit es die Heimkinospieler qualitativ hochwertig verbindet. Zudem ergänzt das Bedienkonzept Consumer Electronics Control (CEC) die Vernetzung der Partner effizient.Weniger klar sind allerdings die Unterschiede und Überschneidungen zu anderen High-Definition- Schnittstellen. So kann das Digital Visual Interface (DVI) ebenfalls hochaufgelöste Bilder transportieren. Die Buchse stammt aus der Computerwelt. Anders als HDMI pflegt sie die Tonübertragung nicht, hierfür ist eine separate Kabelleitung nötig. Zudem ist der Digital- Kopierschutz HDCP keine Pflicht. Vor allem aber ist für die Praxis wichtig zu wissen, dass DVI zwar FullHD-Videos beherrscht, HDMI umgekehrt aber nicht unbedingt alle Computerbild-Auflösungen.Trotz Adapter DVI auf HDMI ist es bei vielen Fernsehern dann nicht möglich, einen Computer anzuschließen und dabei eine problemlose Bildwiedergabe zu erreichen. Dies ist erst dann gewährleistet, wenn in den technischen Angaben des TVs Hinweise zu finden sind, dass der HDMI-Input entsprechende Auflösungen versteht. Umgekehrt sollten Sie auch gezielt nachfragen, ob ein etwaiger HDMI-Ausgang am Computer nur Video-, oder auch PC-Bilder im passenden Raster ausgibt. Ebenfalls wichtig: DVI-D versteht ausschließlich nur Digitalsignale, DVI-I auch analoge.

Das wiederum ist von Belang, falls am TV kein VGA-, aber DVI-Input zu finden ist. Per Adapter VGA auf DVI ist mit DVI-I die Vernetzung möglich, und es können niedrig wie auch hochaufgelöste Analog- Bilder die Seite wechseln, mit DVI-D funktioniert in dieser Konstellation dagegen gar nichts.

Die Runde der Digital-Buchsen könnte schon bald durch das Displayport erweitert werden. Die Computerwelt zeigt Interesse, da diese Schnittstelle kostengünstiger und für ihre Zwecke anwendungsfreundlicher ausfällt als HDMI. Sie beherrscht alle Video-Auflösungen samt Kopierschutz HDCP und könnte auch die HD-Tonformate übermitteln. Bei Einsatz eines Adapters sind daher keine Vernetzungsprobleme mit dem TV zu erwarten.

2. CEC und AV-Link

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Die WLAN-Musikanlage WACS 7500 von Philips überträgt per WLAN Musik von der Basistation zu mehreren Satelliten im ganzen Haus.
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Consumer Electronics Control (CEC) ermöglicht es, vom Fernseher aus per HDMI angeschlossene Heimkinopartner zu steuern. Hier ist nicht nur das Ein- und Ausschalten erlaubt, sondern auch der Zugriff auf die Menüs, die Lautstärkejustage der Surroundanlage oder das spontane Aufzeichnen mit dem DVD-Recorder. Allerdings bieten die unterschiedlichen CEC-Varianten nicht immer diesen vollen Service.

Derzeit beherrschen ihn nur Panasonic (Viera Link), Samsung (Anynet+) und Pioneer (Kuro Link). Bei anderen Herstellern sind die Dienste eingeschränkt. Zudem sind die Konzepte der verschiedenen Marken miteinander kaum kompatibel.

AV-Link, ursprünglich NexTView-Link genannt, ist die ältere, analoge Variante von CEC. Per Scart angeschlossen, schaltet sich wie bei CEC ein DVD-Recorder automatisch mit dem TV ein. Auch das spontane Aufzeichnen dessen, was man gerade auf dem Schirm sieht, ist möglich.

Damit dies möglich ist, gleichen die Geräte ihre Programmlisten vollautomatisch miteinander ab. Auch die bequeme Timer- Programmierung mithilfe eines NexTView-Programmführers klappt. Weiter reichen die AV-Link-Dienste allerdings nicht. Die Bezeichnungen lauten zum Beispiel Q-Link (Panasonic) oder Smartlink (Sony).

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