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Heimnetzwerk sichern: Router

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Ein sicherer Router schützt auch PCs im Heimnetz.

Der Router ist die zentrale Instanz in Ihrem Heimnetzwerk. Er stellt die Verbindung zum Internet her und fungiert als eine Art Türsteher, der nur erwünschte Datenpakete hereinlassen soll. Somit hat er eine enorme Sicherheitsfunktion. 

Sicherheitslücken in Routern sind ziemlich selten. Gefahren drohen eher von Seiten der Anwender, die es durch geöffnete Ports oder fehlerhafte Konfiguration den Angreifern erleichtern, in das heimische Netzwerk zu gelangen. Es drohen Datenverlust und Passwortmissbrauch. 


Wenn doch mal eine Sicherheitslücke auftreten sollte, dann stellt der Hersteller in der Regel zeitnah ein Firmware-Update zur Verfügung. Das wirkt natürlich nur, wenn Sie es auch einspielen. Bei manchen Modellen erfolgen Firmware-Updates automatisch, alle anderen müssen manuell durchgeführt werden.

Dazu rufen Sie das Web-Interface Ihres Routers auf. Bei den verbreiteten Fritzbox-Routern von AVM geben Sie dazu im Browser fritz.box ein oder die entsprechende IP-Adresse. Sie lautet meist 192.168.178.1

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Empfang verbessern

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Schauen Sie unter System und dann Update nach, ob eine neue Firmware-Version vorliegt. Meist existiert ein Reiter Auto-Update. Hier können Sie festlegen, dass Updates automatisch eingespielt werden, sodass Sie sich darüber keine Gedanken mehr machen müssen. 

Das leidige Thema Passwörter verfolgt Sie auch beim Router. Zum einen müssen Sie das Web-Interface mit einem Passwort schützen. Zum anderen wählen Sie zum Schutz des WLANs eine Verschlüsselung per WPA2 mit AES, die ebenfalls ein Passwort erfordert.

Verwenden Sie besser möglichst lange Kennwörter statt komplizierte. Die Länge ist die wichtigste Stellschraube, um das Knacken eines Passworts zu erschweren.

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Der Router-Checker von F-Secure prüft, ob mit dem eingetragenen DNS-Server alles in Ordnung ist.

DNS-Hijacking

Ein großes Sicherheitsrisiko bei einem ungeschützten Router nennt sich DNS-Hijacking. Diese Art von Angriff ermöglicht es einem Hacker, Ihren Internet-Datenverkehr zu kontrollieren. So könnte Ihnen eine gefälschte, aber echt aussehende Website für Online-Banking vorgegaukelt werden. 

Hacker greifen die Anmeldedaten ab, um sie dann auf der echten Bankseite einzugeben und Geld zu stehlen. Solche Angriffe, die auf die DNS-Einstellungen abzielen, bleiben oftmals lange Zeit unbemerkt, weil sie keine offensichtlichen Symptome zeigen. 

Mit dem Router Checker von F-Secure können Sie prüfen, ob Ihr DNS-Server in Ordnung ist. Sie finden ihn auf der Seite www.f-secure.com/de/home/free-tools/router-checker

Offene Ports vermeiden

Ein beliebtes Einfallstor für Hacker stellen offene Ports dar. So ist etwa der Port 445 für das anfällige SMB-Protokoll zuständig, das den Zugriff über das Internet regelt. Mit einem Portscanner lässt sich prüfen, ob bei Ihnen virtuelle Türen offenstehen. 

Ein Beispiel finden Sie auf www.dnstools.ch. Klicken Sie dort auf Port Scan. Es erfolgt eine Prüfung der 25 wichtigsten Ports. Sollte einer oder mehrere offen sein, überlegen Sie, ob Sie den dazugehörigen Dienst tatsächlich brauchen. Andernfalls schließen Sie die Ports über das Web-Interface Ihres Routers.

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