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HDMI 2.1: Was kann der Standard? - Alle wichtigen Infos

Schon lange stehen die konkreten Spezifikationen für HDMI 2.1 fest. Was dürfen wir erwarten – was können die Geräte?

© HDMI.org / video

Was bringt HDMI 2.1? Wir fassen zusammen

Mehrere Jahre sind vergangen, seit auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas die ersten Features und Weiterentwicklungen im Bezug auf eine neue HDMI-Version verkündet wurden. Im Dezember 2017 veröffentlichte das Forum die offiziellen 2.1-Spezifikationen. Doch entsprechende Geräte oder gar Kabel lassen sich nur nach und nach blicken. Die finalen Kriterien für Testverfahren seitens der Organisation wurden für das dritte Quartal 2018 angekündigt, hieß es in der zugehörigen Pressemitteilung. Erst dann können die Hersteller ihre Geräte sozusagen offiziell als kompatibel auszeichnen lassen. Doch wir geben Entwarnung: Was das eine oder andere Feature betrifft, mussten sich Nutzerinnen und Nutzer nicht lange gedulden. Denn HDMI 2.1 ist rückwärtskompatibel. Also brauche ich nicht zwangsläufig sofort einen neuen TV oder AV-Receiver?

Neue Features via Update

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Neu für HDMI: Hinter dem letzten der hier gelisteten Features, der Display Stream Kompression, verbirgt sich ein komprimiertes Videoverfahren für Übertragungen jenseits der 48 Gbps. Dann soll auch die Verarbeitung von beispielsweise 8K/120Hz Bildern im 4:2:2 Farbraum mit 128 Gbps durch Kompression und anschließendes Hochrechnen möglich sein. Ob das verlustfrei klappen wird?

Das kommt ganz auf die jeweiligen Bedürfnisse an. Für das Weiterleiten gefragter neuer Techniken wie dynamischer HDR-Verfahren oder dreidimensionalen Sounds via eARC bedarf es nicht notwendigerweise eines neuen Chipsatzes. Beide Übertragungen funktionieren auch auf Basis des alten 2.0-Standards. Das belegen Tests aus der jüngsten Vergangenheit. Hier entscheidet schließlich der Hersteller selbst, inwieweit er über Firmware-Updates das eine oder andere neue Feature in sein „altes“ Gerät integrieren möchte. So funktioniert die Weiterleitung von Dolby Vision oder Dolby Atmos schon seit beispielsweise dem LG OLED65C7D von 2017.

HDMI 2.1 für Gamer

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Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Bandbreitenkapazität zwischen der HDMI 1.4- und 2.1-Spezifikation schon mehr als vervierfacht. Für die Weiterleitung von 48 Gbps bedarf es aber auch eines neuen Chip-Satzes.

Über einige Features freuen sich Gamer ganz besonders. Die variable Refresh Rate (Bildwiederholfrequenz) garantiert eine ruckelfreie, flüssige Wiedergabe, während der sogenannte Quick Frame Transport auch die Latenz verringern und interaktive VR-Erlebnisse in Echtzeit möglich machen soll. Hier spielt sicherlich auch die verbesserte und schnellere Übertragung der Controller-Bewegungen an den Display dank dem Auto Low Latency Mode (ALLM) eine tragende Rolle. Auch mit den langen Umschaltzeiten bei HDMI soll jetzt dank dem Quick Media Switching Schluss sein. Entsprechende Geräte sind seit dem Jahr 2020 auf dem Vormarsch. Probleme mit manchen Chips - gerade in AV-Receivern - sollten sich in diesem Jahr voraussichtlich legen.

Ultra High Speed Kabel

Neue Bandbreiten erfordern passende Kabel. Unter dem Namen Ultra High Speed HDMI-Kabel soll dann die Übertragung von bis zu 48 Gbps gewährleistet werden. Leider traten in der Vergangenheit schon bei 18 Gbps mit Kabeln über fünf Meter Länge erhebliche Verbindungsprobleme auf. Wie sich die moderneren Kabel schlagen, werden wir selbstverständlich so schnell wie möglich testen. Es bleibt also spannend, was die neue Norm und ihre Vorteile anbelangt– und das wohl noch eine gute Weile lang ...

3D-Sound via eARC

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TOSLINK vs ARC und eARC. Wo liegen die Unterschiede?

Bisher wurde Dolby Atmos auf Basis von Dolby Digital Plus über eARC weitergegeben. Mit HDMI 2.1 wird das auch mit Dolby True HD funktionieren, sowie für dts:X. Doch damit nicht genug: In der Grafik sehen Sie, welche Vorteile eARC gegenüber dem Vorgänger ohne e-Kürzel sowie die Toslink-Verbindung bietet. Doch aufgepasst: Einige Infos machen uns stutzig. Beispielsweise schreibt eine ältere Toslink-Spezifikation bereits eine Maximal-Bandbreite von 6,144 Mbits/second – statt der hier angegebenen 384 Kbits/second – für Stereo-Material vor. So oder so ist die Steigerung auf 37 Mbits/second jedoch sehr groß und verspricht einen enormen Mehrwert.

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