Garantieverlust bei illegaler Ware

Grauimporte im Handel

9.1.2009 von Redaktion pcmagazin und Joachim Sauer

Wer im Internet kauft und dabei ungeprüft auf das günstigste Angebot setzt, muss damit rechnen, dass es am Ende teuer wird. Das sollte inzwischen jeder wissen. Doch letztendlich verstehe ich beide Seiten: die Verbraucher, die davon ausgehen, dass bei Originalware die normale Herstellergarantie gilt, egal woher sie importiert wurde - aber auch die Hersteller: Die deutschen oder europäischen Vertriebsgesellschaften müssen mit den Kosten hierzulande kalkulieren. Nicht nur die eigenen Leute müssen bezahlt werden, sondern auch das Marketing und letztendlich im Garantiefall die Löhne für die Reparatur. Man kann also schwer verlangen, dass die rechtlich eigenständigen nationalen Vertriebsgesellschaften für Ware aus dem Ausland die Kosten übernehmen.Die Gier nach dem günstigsten Preis geht in vielen Fällen zu Lasten der Allgemeinheit - dann nämlich, wenn sich der Importeur um Kosten drückt, die er eigentlich bei jedem Gerät einplanen müsste. Damit verzerrt er den Wettbewerb, was letztlich auf Dauer hierzulande Arbeitsstellen kostet. Wer das billigend in Kauf nimmt, darf sich hinterher nicht aufregen, wenn er schließlich keinen Garantieanspruch gel-tend machen kann. Bild: ©Konstantinos Kokkinis - Dreamstime.com

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