Hardware-Markt

Grafikkarten-Preise im September 2021: Wie viel zahlen Sie aktuell drauf?

1.9.2021 von The-Khoa Nguyen

Wie sind die Grafikkartenpreise im September 2021? Wir fassen aktuelle Meldungen zusammen und zeigen die derzeit "günstigsten" Gaming-GPUs von AMD und Nvidia.

ca. 3:30 Min
Ratgeber
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Raddeon RX 6000
Nach der Vorstellung Ende 2020 bis heute kaum zu humanen bzw. vom Hersteller empfohlenen Preisen zu bekommen: die Radeon RX 6900 XT.
© AMD

Die Preise für aktuelle Gaming-Grafikkarten mit Chips von AMD und Nvidia bleiben jenseits von Gut und Böse. Nicht nur hat das Hardware-Forum 3DCenter vor wenigen Tagen eine entsprechende, aktuelle Analyse von Ende August veröffentlicht und dabei Preise aller neuen GPUs querbeet durch verschiedene Shops beobachtet. Auch Nvidia schätzt den Markt entsprechend ein und glaubt an Engpässe bis Ende 2022. Zu allem Überfluss melden Boardpartner aus China, dass im Verlauf des Septembers produktionsbedingt Bestände für RTX-3060-Grafikkarten einen Rückschlag erleiden werden.

Währenddessen bleibt die Nachfrage konstant hoch, wie Analysen von Verkaufszahlen durch Beobachter von Jon Peddie Research belegen. Im Jahresvergleich für das zweite Quartal stiegen die Zahlen um über 37 Prozent, gegenüber dem ersten Quartal konnten die Monate April bis Juni noch einmal um 3,4 Prozent zulegen. Hersteller produzieren also auf Anschlag und werden ihre Produkte los, gerne auch palettenweise an Krypto-Unternehmungen. Ob Käuferinnen und Käufer nun hauptsächlich Mining-Betreibende oder doch scharenweise glückliche Gaming-Fans sind, bleibt offen.

Offensichtlich ist, dass die Preise oben bleiben und sich aus vermutlich beiden Gruppen Menschen finden, die nicht bereit sind, bei den zu beobachtenden Preisaufschlägen zuzugreifen. So kommt es zum überteuerten, verfügbaren Bestand, der nur kaum Bewegung zeigt. Parallel steigen übrigens auch noch die Kosten für die Fertigung bei TSMC, Global Foundries und weiteren Produktionsstätten für High-Tech-Chips. Hoffnung gibt es derzeit wenig, wie auch unser fortwährender Blick auf die Hashrate des Ethereum-Netzwerks zeigt, die kursbedingt mal wieder auf Rekordjagd ist.

Grafikkarten werden teurer und teurer. In diesem Jahr war bislang keine der neuen GPUs durchschnittlich für unter 140% UVP zu bekommen.

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Aus Interesse wollen wir in einer Momentaufnahme schauen, was wäre, wenn Sie nun eine der neuen Grafikkarten kaufen wollten. Auf dem Stand 11:20 Uhr am 1. September schauen wir auf die „günstigsten“ lieferbaren Grafikkarten mit den aktuellen und gefragten Grafikchips von AMD und Nvidia. Dazu gibt es den Listenpreis. Das Fazit können wir vorwegnehmen: Wer beim Hardware-Kauf sparen möchte, findet derzeit keinen Grund, sein Bugdet auszugeben.

Aktuelle Preise für RTX 30

Ab 329 Euro (Nvidias UVP für eine RTX 3060) sollte der Spaß eigentlich losgehen. Der Aufschlag im Einsteiger- bzw. Mittelklassesegment liegt bei rund 200 Euro und nimmt bis zur RTX 3090 um über 700 Euro zu. Preisvergleiche mit Historie notierten die Asus TUF 3090 OC zum Start im September 2020 bei "gerade einmal" 1.629 Euro.

Im Falle einer lieferbaren RTX 3080 - für die wir im August 1.200 Euro festhielten - ist eine Steigerung von rund 200 Euro zu beobachten. In beiden Fällen handelt es sich um Zotac-Karten, die den 3080-"Einstieg" markieren (Trinity OC LHR vs AMP Holo LHR).

Die Grafikkartenpreise steigen seit Juli wieder konstant. Der Absturz mitten im Jahr sorgte nicht für die erhoffte Entspannung.

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Aktuelle Preise für Radeon RX 6000

Die Aufpreise liegen bei 100 bis 300 Euro. Auffällig, aber Marketplace-bedingt, kommt es in der aktuellen Situation vor, dass eine Radeon RX 6800 XT tatsächlich günstiger zu haben wäre als eine Radeon RX 6800.

Im August schauten wir auf den Preis einer lieferbaren RX 6800 von Sapphire und notierten 1.086,38 Euro als günstigsten Preis. Jenes Modell von Sapphire liegt nun bei "nur" 1.094,98 Euro, ist aber nicht lieferbar. Zum Zeitpunkt unserer aktuellen Preisrecherche sind für Grafikkarten mit dem gleichen Chip 1.205 Euro fällig (s. o.). Das entspricht einer Preissteierung von 120 Euro gegenüber Vormonat für eine lieferbare Karte mit dem RX-6800-Chip. Nachdem es von Juli auf August also herunterging, müssen GPU-Suchende Anfang September wieder tiefer in die Tasche greifen.

Quellen: 3DCenter.org, ithome.com, seekingalpha.com, jonpeddie.com, digitimes.com, pcgh.de, etherscan.io, videocardz.com

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