Keine Anstiege für Q4 2021 prognostiziert

Grafikkarten-Preise im August 2021: Wann gibt es wieder bezahlbare GPUs?

Ein Report über Speicher-Chips für GPUs deutet an, dass sich die Grafikkarten-Preise stabilisieren und später erholen. Ist das auf dem Markt schon sichtbar?

© © Josef Bleier / Montage: PC Magazin

GPU-Preise spielen seit Herbst 2020 verrückt. Wann werden Grafikkarten wieder erschwinglich?

Der Markt für Grafikkartenspeicher verliert im dritten Quartal 2021 an Fahrt. Das beobachtete das Marktforschungsunternehmen TrendForce und sieht als Treiber vor allem gefallene Preise auf dem Markt für Kryptowährungen. Die Nachfrage der Hersteller nach Grafikspeicher nehme ab, während sich die seit Frühjahr gestiegenen Produktionskosten ebenso langsam erholen. Für diese Kosten werden bis zum vierten Quartal keine Steigerungen erwartet, solange Ethereum und Co. weiter schwächeln. Bleibt dies gegeben, sollen sich Preise und Verfügbarkeit von Grafikkarten bis Jahresende wieder entspannen.

Soweit die Beobachtungen und Prognosen der Marktforscher, auf deren Basis PC-Spielerinnen und Spieler sowie professionelle Anwendende auf bald bezahlbare Grafikkarten hoffen. Nachdem wir im Vormonat einen Blick auf aktuelle Preise für Geforce RTX 3080, AMD Radeon RX 6800 & Co. geworfen haben, wiederholen wir unseren Querschnitt durch Angebote etablierter Händler.

Im Juli fanden wir lieferbare Modelle einer Geforce RTX für 1.299 statt mind. 719 Euro (UVP). Für das AMD-Gegenstück waren ebenso teure 1.279 Euro fällig, bei einer ursprünglichen UVP bzw. einem MSRP-Betrag vor Steuern von 649 US-Dollar. Mit der Zotac Geforce RTX 3080 Trinity OC liegt die derzeit günstigste, lieferbare (2 Stück) Nvidia-Grafikkarte mit dem RTX-3080-Chip bei 1.200 Euro (ARLT). Der Preis geht also tatsächlich ein wenig nach unten, während Nvidia im Shop weiterhin UVP-Beträge listet, aber kein einziges entsprechendes Modell als verfügbar anzeigen kann.

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Auf AMD-Seite finden wir mit der Sapphire Radeon RX 6800 für 1.086,38 Euro ein aktuelles „Bestpreis“-Angebot mit sogar nur einer verfügbaren Karte (Jacob). Im AMD-Shop werden für GPUs zwar mittlerweile gute Preise gelistet, es gibt jedoch keinen verfügbaren Bestand. Zwar sind gut 200 Euro Preisnachlass gegenüber Vormonat zu konstatieren, wirklich attraktiv – gemessen an der Herstellerempfehlung – ist das aber noch nicht. Entsprechende Entwicklungen von gut 20 Prozent finden sich auch bei den aktuelleren Karten Geforce RTX 3070 Ti und Radeon RX 6700 XT. Immerhin kann man festhalten, dass Karten nicht mehr für das Doppelte und Dreifache den Besitzer oder die Besitzerin wechseln, wie im späten Frühjahr.

Dieser kurze Preis-Check lässt noch nichts Gutes für die bald kommende Radeon RX 6600 XT vermuten, die am 11. August bei unter 400 Euro starten soll. Die als Indikator für die GPU-Nachfrage geeignete Hashrate im gesamten Ethereum-Netzwerk fiel zwar abrupt seit Ende Juli, kletterte jedoch zielstrebig wieder herauf. Das spiegelt sich auch im Ethereum-Kurs wider, der nach einem Tief von rund 1.500 Euro am 20. Juli mittlerweile wieder bei rund 2.080 Euro weilt (Stand: 11:10 Uhr). Zu Monatsbeginn war sogar ein kurzes Hoch von über 2.300 Euro zu beobachten. Klassische GPU-Interessenten können nur hoffen, dass diese Kurven abflachen und sich die Trendforce-Prognose bis Jahresende bewahrheitet und die GPU-Preise sich wieder entspannen.

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