Unterschiede erklärt

Grafikkarten: Was bedeuten Retail, Bulk und OEM?

3.8.2022 von Philipp Briel

Wer eine neue Grafikkarte kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Hat man sich erst einmal für einen Hersteller wie Nvidia, AMD oder Intel entschieden, stellt sich oft auch schon die nächste Frage. Denn auch Grafikkarten werden oft mit Begriffen wie Retail, Bulk und OEM versehen. Wir verraten, was sie bedeuten und welche Unterschiede es gibt.

ca. 2:15 Min
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Geforce RTX 2080 Ti Release
© Philipp - Fotolia.com

Nicht nur innerhalb von Software-Produkten, sondern auch im Hardware-Segment sind Produkte mitunter als Retail-, Bulk- oder OEM-Versionen gekennzeichnet. Auf den ersten Blick ist dabei für Laien kaum ersichtlich, worin die Unterschiede bestehen. Wir klären die Bedeutung hinter den Begriffen und verraten, worauf man beim Grafikkartenkauf achten sollte.

Was bedeutet Retail bei Grafikkarten?

Der englische Begriff Retail heißt übersetzt so viel wie „Einzelhandel“. Retail-Versionen von Grafikkarten, Hardware oder Software bezeichnen also die Modelle, die für den Verkauf an Endverbraucher gedacht sind.

Retail-Produkte erkennt man meist an einer ansprechenden Verpackung, wie man sie auch in Elektro-Fachmärkten oder bei anderen Einzelhändlern in den Regalen findet. Im Lieferumfang findet sich meist auch weiteres Zubehör, beispielsweise in Form von Anleitungen, Kabeln oder ähnlichem.

Was ist der Unterschied zwischen Retail und Bundle?

Früher war es oft gang und gäbe, dass Grafikkartenhersteller ihren Retail-Produkten weitere Extras beilegten. Beispielsweise in Form von zusätzlicher Software oder aktuellen Spielen. Das ist heutzutage nur noch selten der Fall.

Manche Hersteller bieten hingegen weiterhin nette Dreingaben an, die man dann unter der Bezeichnung Bundle (zu Deutsch: Bündel oder Paket) findet. Dies verrät, dass im Lieferumfang noch ein oder gar mehrere Extras enthalten sind.

Mitunter bieten auch Grafikkartenhersteller selbst Gaming-Bundles an, bei denen man sich nach dem Kauf eines teilnahmeberechtigen Modells eines oder mehrere Spiele kostenlos sichern kann.

Eine kompakte Grafikkarte für den 1080p-Bildschirm: die Radeon RX 6600 XT.
© AMD

Was steckt hinter dem Begriff Bulk?

Der Begriff Bulk kommt einmal mehr aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Massenwaren. Bei Bulk-Grafikkarten muss oftmals auf die schöne Umverpackung und weitere Inhalte verzichtet werden. Meist wird die Hardware ausschließlich in einer anti-statischen Hülle geliefert. Manchmal liegt ihr aber auch eine Treiber-CD bei.

In den meisten Fällen gibt es zwischen Retail- und Bulk-Versionen aus technischer Sicht keinerlei Unterschiede. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn ab und zu können Bulk-Produkte eine geringere Leistung bieten als Retail-Varianten. Hier gilt es, die technischen Spezifikationen beider Modellvarianten miteinander zu vergleichen.

Was gilt es beim Kauf von Bulk-Ware zu beachten?

Neben den möglicherweise nicht identischen Spezifikationen fehlt bei Bulk-Ware oft der Support seitens des Herstellers, weshalb bei möglichen Problemen der Händler zuständig ist. Vertrauenswürdige Anbieter weisen in den Produktbeschreibungen oder per Nachfrage aber meist auf die Unterschiede zum Retail-Modell und die Garantiebestimmungen hin.

Der Vorteil bei Grafikkarten mit Bulk-Kennzeichnung liegt darin, dass diese günstiger angeboten werden als Retail-Modelle.

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Was sind OEM-Versionen von Grafikkarten?

OEM ist eine Abkürzung für Original Equipment Manufacturer. Dabei handelt es sich um Modelle, die eigentlich nicht für den Verkauf im Einzelhandel bestimmt sind. OEM-Versionen von Grafikkarten sind also vor allem für Einbau in Komplett-PCs angedacht. Auch hier gibt es keinen schicken Karten und nahezu kein Zubehör dazu.

Aus diesem Grund sind OEM-Grafikkarten im Einzelhandel auch kaum erhältlich. Man findet sie meist auf dem Gebrauchtmarkt, sowie auf Auktionsplattformen. Im Garantiefall gehen damit zusätzliche Schwierigkeiten einher, denn die Grafikkarte war eigentlich nicht für den freien Handel angedacht.

Sollte es zu Problemen kommen, kann man vom Hersteller keinen Support erhalten. Manchmal weisen die günstigeren OEM-Versionen im Vergleich zur Retail-Variante auch eine geringere Leistung auf.

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