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Grafikkarte kaufen: Tipps ab 200 bis 500 Euro

18.5.2022 von The-Khoa Nguyen

Wer eine günstige Grafikkarte kaufen will, hat es immer noch schwer. Die Preise fallen zwar, sind aber weiterhin gesalzen. Wir helfen beim Budget-Management.

ca. 3:50 Min
Ratgeber
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Grafikkarten-Tuning-Aufmacher-Shutterstock
Welche Grafikkarten lohnen sich derzeit bis maximal 500 Euro?
© ©Shutterstock / Aleksandr Grechanyuk

Alte Einsteigerkarten für über 300, High-End bis weit über 3.000 Euro - egal, ob Gaming oder der professionelle Einsatz: Wer eine Grafikkarte kaufen wollte, hatte es in den vergangenen fast zwei Jahren nicht einfach. Pandemie, Lockdowns, Lieferprobleme und Crypto-Mining sorgten für Explosionen bei Nachfrage und Preisen. Die Folge: Bereits angeschlagene Lagerbestände wurden leergefegt. Mittlerweile haben sich die Preise beruhigt, wenngleich UVP-Beträge noch nicht erreicht sind. Hin und wieder lassen sich auch echte Schnäppchen für aktuelle oder Grafikkarten der Vorgängergeneration finden. Wir zeigen, welche Grafikkarten sie derzeit für ein bestimmtes Budget erhalten und für welchen Einsatzzweck sie geeignet sind.

In unserer bislang letzten Grafikkarten-Kaufberatung (Stand 2020) konnten wir noch mit einer GPU von 2017 bei 100 Euro anfangen. Das galt für eine AMD Radeon RX 550, die mittlerweile aber bei rund 150 Euro startet. Die Leistung des Grafikprozessors und der GPU-Speicher sind entsprechend begrenzt. Einsatzweck bleiben weiterhin anspruchslosere eSports-Titel wie Fortnite oder League of Legends bzw. aktuelle Spiele auf niedrigen oder gar niedrigsten Details. Viel besser als integrierte GPUs – zumindest bei einigen APUs von AMDs Ryzen-Serie - sind die günstigen Grafikkarten aber auch nicht. Durch den Preisanstieg sind sie auch für Office-PC-Upgrades vergleichsweise teuer.

Bei der Bildbearbeitung könnte immerhin die OpenGL-Schnittstelle den Workflow etwas beschleunigen, der begrenzte Speicher kann sie für fortgeschrittenere Einsatzwecke aber schnell disqualifizieren. Für Nvidias Gegenstück mit CUDA-Kernen gilt das gleiche. Die damals interessante Geforce GTX 1050 (Ti) lässt sich nun für knapp unter 200 statt knapp über 100 Euro finden. Das ist für die Leistung schlichtweg zu teuer. Schauen wir auf geeignete Nachfolger – sowohl bei AMD als auch Nvidia.

Angegebene Preise sind auf dem Stand von 14:24 Uhr.

Grafikkarten ab 200 Euro

Preislich konkurrieren in diesem Bereich die Geforce GTX 1650 und die modernere Radeon RX 6500 XT. Beide sind aber ebenso - wie gerade für die nächstkleineren bzw. älteren GPUs erwähnt – nur mit 4GB Grafikspeicher ausgestattet. Dafür sind die GPUs insgesamt ein wenig schneller und halten aktuellen Anforderungen stand. Das bedeutet Full-HD und in der Regel niedrige bis mittlere Details, wenn es grafisch anspruchsvollere Titel sein sollen. Im Vergleich schneidet Nvidia in Spielen etwas besser ab. Das spiegelt sich auch im Preisunterschied wider.

Grafikkarten ab 300 bis unter 400 Euro

Hier können wir immerhin auf Grafikkarten mit 6, 8 oder sogar 12 GB VRAM zugreifen. Zur Auswahl stehen Karten mit den Chips Geforce RTX 2060 oder AMD Radeon RX 6600. Verfügbar sind „RTX 2060“-Karten mit 12 GB und die Urversion mit 6 GB. Letztere sollten Sie nicht mehr kaufen. Die 12-GB-Variante entspricht in Sachen der Leistung der „Super“-Variante mit 8GB von 2019. Im Vergleich sind beide etwas schneller als die RX 6600, die 8GB auffährt. Nvidia kann abermals – wenn benötigt – mit der CUDA-Technik punkten. Raytracing können beide Chips, aber auf eher unbefriedigendem Niveau, wenn man KI-Bildverbesserungen außen vorlässt.

Grafikkarte optimal einstellen

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Wer beim Budget aufpassen muss und den zusätzlichen Speicher samt Nvidia-Technologie nicht braucht, kann mit einer AMD-Grafikkarte ein wenig sparen. Der Anwendungszweck bleibt Full-HD, Detailgrad und Bildraten vieler Titel werden aber freundlicher. Hardware-Beschleunigung wird deutlicher spürbar.

Immerhin: Vor rund zwei Jahren lag die 2060 noch im Bereich über 400 Euro. Die Preisentwicklung seitdem bleibt dennoch enttäuschend. Es gäbe knapp unter 400 Euro übrigens noch die Geforce RTX 3050 mit einer moderneren Ampere- statt Turing-Architektur. Die Leistung liegt aber hinter der 2060. Der Speicher ist mit 8GB auch knapper bemessen.

Grafikkarten über 400 und bis 500 Euro

In diesem Bereich werden je nach Spiel höhere fps-Zahlen über 60 realisierbar oder Sie machen Ausflüge Richtung WQHD-Auflösung. Bei AMD bietet sich die Radeon RX 6650 XT an – also der Refresh des nächstgrößeren Modells des zuvor genannten AMD-Chips. 8 GB RAM sind auch hier zu verzeichnen, ausreichend für 1080p.

Bei Nvidia finden sich Modelle mit „RTX 3060“-Chip und 12GB VRAM. In gewöhnlichen Spielen liegt zumeist AMD vorne. Kommt Raytracing (mit DLSS) dazu, spielt Nvidia seine Erfahrung aus.

Fazit:

Nach einer explosionsartigen Preisentwicklung nach oben mit langsamer Entspannung sind wir also im 500-Euro-Bereich nur noch auf Mittelklasse-GPU-Niveau. Vor zwei Jahren war es mit einer RX 5700 und einer RTX 2070 immerhin eine Stufe weiter in der damals aktuellen Generation. Diese Karten haben längst Nachfolger erhalten, die beim Preis aber sehr stark zulegen. 4K-fähige Einstiegsmodelle wie etwa die Radeon RX 6800 (XT) oder die Geforce RTX 3080, die noch einmal eine Stufe höher ansiedeln, gibt es kaum für unter 1.000 Euro. Und die Luxuskarten mit bezahlbaren Preisen nahe der UVP zu erhalten, bleibt schwer. Hilfestellung bietet unser Ratgeber zu Verfügbarkeits-Bots, die bei Grafikkarten, PS5 und Co. helfen.

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