Spiele-Streaming

Google Stadia im Test: So wertet die Welt

© Google

Google Stadia ist gestartet. Käufer der Founder's oder Premiere Edition können loslegen. Ab 2020 starten Premium und der Gratisdienst.

Auf dieser Seite sammeln wir internationale wie nationale Pressetimmen und fassen kurz verschiedene, wesentliche Äußerungen zusammen. Weitere Urteile ergänzen wir ggf. zu einem späteren Zeitpunkt.

The Verge: "Bester Cloud-Gaming-Dienst ist noch eine Beta"

Das renommierte US-Technikportal The Verge betont mit einem Augenzwinkern, dass der Dienst tatsächlich funktioniert. Das Bild ist besser als bei frühen Kontrahenten wie Nvidias Geforce Now oder Sonys Playstation Now und der Wechsel zwischen den Geräten funktioniert einwandfrei. Die Qualität in 4K allerdings sei ausbaufähig. Die Nutzung am Laptop mit Chrome ist sehr umständlich. Kritik gibt es für fehlende Features und dafür, dass der Dienst noch nicht mobil mit LTE funktioniert.

Digital Foundry / Eurogamer.net: "Guter, aber unfertiger Eindruck"

Die Technikexperten von Digital Foundry haben Messungen zum Input-Lag zwischen Xbox One X und Stadia gemacht und festgestellt, dass die Verzögerung etwa um 50 Prozent zunimmt. Das ist für einen Streaming-Service fantastisch, für konventionelle Spieler aber spürbar langsamer. Stadias 4K-Signal liefert zwar ein vollwertiges Ultra-HD-Bild. Streaming-bedingt ist es aber weniger detailreich als sehr gut portierte PC-Versionen wie etwa Shadow of the Tomb Raider. Das Bild ist sonst erstaunlich gut, scheint im Vergleich aber etwas weichgezeichnet zu wirken. Hier sieht Digital Foundry Verbesserungspotenzial für die Zukunft.

Wired: "Google ist jetzt eine Spielefirma - mehr oder weniger"

Wired lobt, dass die finanzielle Hürde für Gaming mit Stadia sinkt. PC-Spiele auf [schwacher Hardware] zu nutzen, sei magisch. Der Controller ist komfortabel. Wired sieht eine Menge Potenzial für Wachstum. Stadia ist bestens geeignet für langsamere Spiele. Kritik gibt es nebem dem Funktionsumfang zum Start für Lags, also Verzögerungen. Diese seien spürbar und in Kampf- oder Ballerspielen ein großer Nachteil. Außerdem macht sich Wired Sorgen, da Google ambitionierte Projekte gerne mal ohne weiteres einstellen kann (Google Plus, Hangouts, Picasa, Nexus-Geräte und mehr).

Polygon: "... gelandet, aber weit vom Potenzial entfernt"

Der Polygon-Tester nutzte aktuelle Geräte wie das Pixel 3, ein MacBook Pro und natürlich den Chromecast Ultra aus dem Stadia-Paket. Laut Google-Speedtest wurden 120 Mbit/s und eine "hohe Performance" bescheinigt. Beobachtet hat er nach der Einrichtung und beim Spielen aber: Ruckeln und einen hängenden Stream bei hoher Aktivität von Gegnern oder Explosionen - zumindest bei Destiny 2. Auf dem MacBook, also im Chrome-Browser, schien die Bildqualität von Stadia Probleme mit Szenen zu haben, in denen farblich vor allem tiefes Schwarz vorherrscht. Das betraf den Horror-Titel Gylt. Wir sind gespannt, ob eine solche Beobachtung hierzulande Ausnahme oder Regel wird.

Venturebeat: "Funktioniert, aber interessiert keinen"

Laut Venturebeat kann Stadia keine Spielergruppe richtig abholen. Es gibt 22 Spiele zum Start, fast alle gibt es auch auf anderen Plattformen. Wer RDR2 oder Assassin's Creed: Odyssey wirklich spielen wollte, habe es womöglich auf PS4, Xbox One (oder PC) bereits getan. Und die sagenumwobenen Casual-Nutzer, die sonst auf Smartphone oder Tablets verweilen, müssten sich fragen, ob diese und die kommenden Stadia-Spiele wirklich für sie überzeugend sind. Google habe Recht, dass solche Spieler keine 500 US-Dollar für Hardware ausgeben. Venturebeat stellt die Frage, ob solche dann 60 US-Dollar für eine Spielelizenz ausgeben würden - wenn sie bislang Gratis-Apps gewohnt sind. 

Kotaku: "Nicht so ganz das Wahre"

Der Kotaku-Autor sieht sich technisch eigentlich genau in Googles Visier. 4K-TV: check; Gigabit-Internet: check; Pixel 3: check! Einige Titel funktionierten ohne merkliche Verzögerung. Doch - egal ob schneller Titel oder wackeliges Internet - wenn Input-Lag spürbar ist, dann richtig. Die 22 Spiele zum Launch seien zudem wenig attraktiv, um eine neue Plattform zu etablieren. Bis auf das Stadia-exklusive Gylt sind die anderen Titel auf anderen Plattformen schon länger verfügbar.

PC Games: "Technisch beeindruckende Ergänzung"

PC Games hat festgestellt, dass Googles Angaben zur Bandbreite je nach Qualität sehr präzise sind. So werden 10 Mbps für 720p angegeben, 20 Mbps für 1080p und 35 Mbps für 4K. für  Auch der Controller macht eine gute Figur. Erfreulich sind die Ladezeiten, die dank Googles Hardware-Farmen sehr gering sind. Trotz einzelner Aussetzer war das Spiele-Streaming meist ohne Probleme möglich.

Gamestar: "erstaunlich direkt, aber nicht perfekt"

Stadia sei der beste Spiele-Streaming-Dienst, aber weniger für jetzt denn eher für die Zukunft interessant. Gamestar fehlen neben Gesagtem noch Einstellmöglichkeiten für die Streaming-Qualität. Im Gegensatz zu anderen Testern war die Verzögerung bei schnellen Titeln wie Mortal Kombat 11 oder Destiny 2 sehr gering. Störanfälligkeit und Direktheit seien dennoch lokalem Spielen klar unterlegen.

Spiegel Online: "Bislang kein [Konsolen-]Killer"

Nutzer müssten sich fragen, ob ihnen Game-Streaming samt Lizenzkäufen für vergleichsweise teurer wirkende Titel zusagt. Die Abhängigkeit von schnellem Internet sowie (derzeit) Googles Ökosystem und das Fehlen von Crossplay müssten auch bedacht werden. Stadia sei für Nutzer mit 4K-TV und ohne Gaming-Hardware interessant. Für mehr Durchschlagskraft müsste der Zugang via Android und iOS erweitert werden. Dann tauge Stadia vielleicht als Konsolenalternative.

Google Stadia in der Testübersicht: Fazit

Wie bei anderen Online-Angeboten entscheidet die eigene Hardware und Leitung, wie viel Spaß man mit einem Produkt haben kann. Gibt es seitens Provider keine Hürden, funktioniert Stadia. Je nach Anspruch und Erfahrung lassen sich Verzögerungen bei der Eingabe bemerken. Bei langsamen Titeln macht dies aber wenig aus. Ärgerlich wird es bei vorübergehend wackeligen Leitungen, die bekommt der Nutzer zu spüren.

Dass einige angekündigte Features noch fehlen, ist ärgerlich. Dass Dinge wie Crossplay nicht immer vorhanden sind, kann Online-Spieler stören. Die Spieleliste ist noch ausbaufähig, an Ankündigungen mangelt es aber immerhin nicht.

Preise, Auflösung, Sound, Performance und Spiele

Game-Streaming ist auf dem Vormarsch. Nach PS Now und Stadia folgten Geforce Now und xCloud, später kommt noch Amazon Luna. Die wichtigsten Infos.

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links -

Neuerscheinungen in der Übersicht -

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights -

Mehr zum Thema

Guide zu Googles Cloud-Gaming-Dienst

Stadia ist der Cloud-Gaming-Dienst von Google. Unser Guide listet alle Spiele und informiert über Controller, Kosten, Stadia Pro und mehr.
Playstation-Spiele ohne Konsole nutzen

Mit der Gaming-Flatrate PS Now bietet Sony über 700 Titel zum Streamen über PS4, PS5 und PC an. Diese Titel sind im September 2021 neu bei PS Now!
Preise, Auflösung, Sound, Performance und Spiele

Game-Streaming ist auf dem Vormarsch. Nach PS Now und Stadia folgten Geforce Now und xCloud, später kommt noch Amazon Luna. Die wichtigsten Infos.
Storage Expansion Card

Auf Xbox Series X|S vergrößern Sie den SSD-Speicherplatz für Series-Spiele nur mit der offiziellen Seagate Speichererweiterungskarte. Was tut sich am…
„Markenhammer“-Aktion

Lidl hat dieses Wochenende gute Angebote. Reduziert sind die Nintendo Switch Lite, diverse Spiele für aktuelle Konsolen sowie TVs und Kopfhörer.