Anonym surfen

Google-Spionage abschalten: So surfen Sie anonym im Web

Google weiß mehr über Sie, als Sie vielleicht denken – und speichert die Daten. Wir geben zehn Tipps, wie Sie die "Spionage" von Google abschalten können.

Spionage

© Gajus / shutterstock.com

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Google sammelt und speichert viele Daten über seine Nutzer. Wir geben in diesem Artikel zehn Tipps, mit denen Sie das Web anonymer nutzen können.

Tipp 1: Google-Aktivitäten löschen

Daten von Diensten, die Google über Sie speichert, löschen Sie auf der Seite Meine Aktivitäten auf einmal. Klicken Sie im Menü links auf Aktivitäten löschen nach. Wählen Sie auf der nächsten Seite den Zeitraum aus, am besten gesamt bisher und entscheiden unter Alle Produkte, für welche Dienste das gilt. Sie können auch Alle Produkte wählen. Bestätigen Sie mit Löschen. Klicken Sie auf der Übersichtsseite auf Andere Aktivitäten im Menü links. Sie finden dort weitere Verläufe beispielsweise zur Musiksuche bei Google Play. Klicken Sie jeweils auf den blauen Button Aufrufen und wählen links Alle löschen.

Tipp 2: DuckDuckGo statt Google-Suche

Alles, was Sie ins Google-Suchfeld eingeben und auf welche Seiten aus der Ergebnisliste Sie klicken, merkt sich die Suchmaschine. Passend zu Ihrer Eingabe bekommen Sie darüber hinaus Werbung eingeblendet. Wenn Sie mit Ihrem Google-Account eingeloggt sind, bekommen Sie außerdem andere, personalisierte Ergebnisse angezeigt. Wenn Sie nicht wollen,dass Google mitbekommt, was Sie suchen, verwenden Sie stattdessen DuckDuckGo. Die Suchmaschine ähnelt dem Platzhirsch, verspricht aber gezieltere Suchergebnisse ohne jede Werbung. Tracking Codes und Cookies benutzt der Dienst nicht – Ihre Anfragen werden somit weder gespeichert, noch wird Ihr Suchverhalten verfolgt. DuckDuckGo verwendet eine SSL-Verschlüsselung und speichert keine IP-Adressen. Sie suchen damit also anonym.

Tipp 3: Web- und App-Suche

Sie haben alle möglichen Daten bei Google gelöscht, wollen aber auch für die Zukunft verhindern, dass der Anbieter Sie ausspioniert? Das können Sie für jeden einzelnen Dienst verhindern. Öffnen Sie dazu die Seite zur Aktivitätenkontrolle​. Auf der folgenden Seite finden Sie eine Auflistung mehrerer Dienste, ganz oben stehen die Web- und App-Aktivitäten.

Google-Spionage ausschalten

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Hier schalten Sie die Verfolgung von Web- und App-Aktivitäten aus.

Google speichert dort Ihre Suchanfragen bei diversen Diensten des Anbieters, darunter Standort, Sprache, IP-Adresse, Verweis-URL und ob Sie einen Browser oder eine App verwenden sowie Anzeigen, auf die Sie klicken, oder Artikel, die Sie auf der Seite eines Werbetreibenden kaufen. Schieben Sie den Regler auf Aus, merkt sich Google das künftig nicht mehr. Vergessen Sie nicht das Häkchen vor dem Feld Einschließlich Chrome-Verlauf sowie Aktivitäten von Websites, Apps und Geräten, die Google-Dienste verwenden.​

Tipp 4: Standortverlauf pausieren

Wo waren Sie gestern morgen oder vor drei Jahren abends? Sind Sie mit dem Fahrrad oder der Bahn gefahren? Das protokolliert Google genau, wenn Sie den Standortverlauf nicht abschalten. Gehen Sie dazu zur Seite der Aktivitätenkontrolle​, und schieben Sie den Regler beim Standortverlauf auf Aus. Dann bekommen Sie allerdings auf dem Smartphone keine Empfehlungen mehr zu Orten in der Umgebung.​

Tipp 5: Personalisierte Werbung deaktivieren

Google legt eine Liste mit Interessensgebietenfür Werbeeinblendungen an. Die ergibt sich aus dem, was Sie in der Vergangenheit gesucht und auf welche Links Sie geklickt haben. Diese Daten speichert der Anbieter. In der Anzeigenpersonalisierung​ sehen Sie an, wie Google Sie einstuft. Über den Regler neben Personalisierte Werbung ist aktiviert schalten Sie die personalisierte Werbung und die Datensammlung ab.​

Google-Spionage ausschalten

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Sie wollen nicht, dass der Suchmaschinenriese jede "Ok, Google"-Anfrage speichert? Hier geben Sie der Funktion eine Pause.

Tipp 6: Sprach- und Audioaktivitäten nicht speichern

Die Sprachsuche auf dem Android-Smartphone ist bequem: Statt etwas einzutippen, sagen Sie einen Begriff und Google spuckt das Ergebnis aus. Wussten Sie, dass all Ihre Spracheingaben gespeichert werden? Sie können diese noch Monate oderJahre später anhören, inklusive Versprecher. Sie finden hier eine Auflistung. Klicken Sie beim Punkt Sprach- & Audioaktivitäten auf Aktivitäten verwalten. Wollen Sie die Aufzeichnung künftig verhindern, gehen Sie eine Seite zurück und schieben den Regler bei den Sprach-& Audioaktivitäten auf Aus.

Tipp 7: Youtube-Suche nicht speichern

Google vergisst nicht, was Sie bei YouTube suchen und anschauen. Ihre Such- und Sehlistenfinden Sie ebenso ind er schon oft verwendeten Aktivitätenkontrolle. Suchen Sie in der Auflistung die Punkte YouTube-Suchverlauf sowie YouTube-Wiedergabeverlauf. Klicken Sie jeweils auf Aktivitäten verwalten, um sich anzusehen, was Google im Gedächtnis geblieben ist. Zum Stoppen der Speicherung schieben Sie den Schalter jeweils auf Aus.

Tipp 8: Ohne Anmeldung surfen

Wenn Sie bei Ihrem Google-Konto angemeldet sind und surfen, kann der Anbieter Sie jederzeit zuordnen. Sie sollten sich nur einloggen, wenn es notwendig ist, etwa zum Lesen von E-Mails bei Gmail. Google wird trotzdem Daten erfassen, kann sie aber nicht so einfach verknüpfen. Allerdings müssen Sie dann auf personalisierte Suchergebnisse verzichten.

Tipp 9: Aktivitäten verteilen

Nutzen Sie Gmail, Google Kalender und Google Drive, kann der Anbieter viele Informationen über verschiedene Dienste hinweg sammeln. Versuchen Sie, Ihre Online-Aktivitäten auf unterschiedliche Anbieter zu verteilen. Verwenden Sie für E-Mail, Kalender und Cloud-Dienst Alternativen, kann Google schlechter ein umfassendes Gesamtbild über Sie erstellen.

Google-Spionage ausschalten

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Der Inkognitomodus hilft gegen das Ausspähen von Daten.

Tipp 10: Inkognito-Modus nutzen

Verwenden Sie beim Surfen in Chrome und anderen Browsern den Inkognito bzw. Privatmodus, dann werden Browserverlauf, Cookies und Webseitendaten nicht erfasst und gespeichert. Löschen Sie solche Browserdaten ansonsten regelmäßig. Ihre IP-Adresse verschleiern Sie zusätzlich, wenn Sie über den TOR-Browser ins Internet gehen. Vorhandene Browser wie Chrome lassen sich ebenso optimieren. Wie, das zeigt der nachfolgend verlinkte Ratgeber.

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