Ada-Generation

RTX 4090, 4080 & Co.: Alle Infos zu den neuen Nvidia-GPUs

10.8.2022 von Jusuf Hatic

Gerüchten zufolge soll Nvidia den Release seiner neuen RTX-4000-Grafikkarten im Herbst 2022 planen. Was über RTX 4090, 4080 und mehr bekannt ist, zeigen wir in der folgenden Übersicht. +++ Update: Stromverbrauch für RTX 4080 / 4070 nach unten korrigiert +++

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Eine neue Generation von Geforce-Grafikkarten steht in den Startlöchern.
Eine neue Generation von Geforce-Grafikkarten steht in den Startlöchern.
© Nvidia

Knapp zwei Jahre nach Release der RTX-3000-Grafikkarten plant Nvidia den Launch der neuen GPU-Generation rund um RTX 4090, 4080 und 4070. Die "Ada Lovelace" getaufte Serie soll die bisherigen Ampere-Grafikkarten ablösen und eine deutlich höhere Performance bringen können, geht dabei aber auch zulasten der Energieaufnahme. Welche Gerüchte zu RTX-4000-Grafikkarten im Umlauf sind und welche Details dazu bereits bestätigt wurden, zeigen wir im folgenden Überblick.

RTX 4090, 4080 & Co.: Release im Herbst 2022?

Wenngleich auch in diesem Jahr noch GPU-Modelle zur 3000er-Reihe wie die RTX 3050 oder RTX 3090 Ti veröffentlicht wurden, so dürfte Nvidia am Zeitplan für die neuen Lovelace-Grafikkarten festhalten: Ursprünglichen Gerüchten zufolge, die vom zuverlässigen Leaker "Greymon55" auf Twitter stammen, war ein Veröffentlichungsdatum der RTX-4000-Grafikkarten im September 2022 angepeilt.

Im Hinblick auf die bisherigen Release-Zeiträume der Nvidia-GPUs schien diese Information stimmig zu bleiben, bis das Portal "wccftech" über eine von mehreren Quellen bestätigte Verzögerung der Lovelace-GPUs berichtete. So soll das neue Top-Modell RTX 4090 erst im Oktober 2022 das Licht der Welt erblicken, während die kleineren Varianten gestaffelt an den Markt gehen sollen. Konkret würde das für die RTX 4080 einen Release-Termin im November 2022 bedeuten, während die RTX 4070 wiederum pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im Dezember 2022 gezeigt werde. Weitere Modelle wie eine mögliche RTX 4060 hingegen seien frühestens zur CES 2023 vorgesehen.

Inwieweit es bei dieser Release-Verzögerung bleibt, ist noch unklar - schließlich haben die ersten Board-Partner und Händler bereits Alarm geschlagen, den übriggebliebenen Lagerbestand zur Vorgängergeneration nicht mehr verkaufen zu können, wie der Youtuber "Moore's Law is Dead" berichtet. Befürchtet wird, dass die jeweiligen Händler auf den "alten" Grafikkarten sitzen bleiben und somit unwillig sind, die Lovelace-GPUs in den Bestand aufzunehmen - eine weitere Posse nach der schlechten GPU-Verfügbarkeit der letzten zwei Jahre ist so nicht auszuschließen.

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Nvidia will demnach den Händlern unter die Arme greifen und hat diesen Hilfe beim Verkauf der Ampere-Bestände angeboten. Ein Szenario, das der Leaker "Greymon55" beschreibt, beinhaltet einen Release der RTX 4090 in diesem Jahr, während alle weiteren Lovelace-GPUs erst im nächsten Jahr erscheinen sollen. Dafür spricht auch der aktuelle Changelog zur Benchmark-Software "AIDA64", welche in ihrer neuen Beta-Version nur den AD102-Chip aufführt, der seinerseits für die Nvidia RTX 4090 steht - von allen weiteren neuen Modellen fehlt bisher jede Spur.

RTX 4090, 4080 & Co.: Neue Architektur, mehr Leistung

Bei der Lovelace-Generation rund um RTX 4090, 4080 & Co. soll es sich entgegen der ursprünglichen Annahme nicht um einen Refresh der Ampere-Grafikkarten handeln. Stattdessen soll eine komplett neue Architektur bei der RTX-4000-Serie zum Einsatz kommen, wie Leaker "kopite7kimi" auf Twitter berichtet. So soll beispielsweise der L2-Cache im Vergleich zu den Vorgängermodellen deutlich größer ausfallen, was wiederum eine größere Steigerung in Sachen Performance bedeuten würde.

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Konkret soll hierbei ein Äquivalent zu AMDs "Infinity Cache" entwickelt werden, was zu einer höheren Speicherbandbreite führt und es so erlaubt, einen größeren Cache-Speicher einzusetzen, ohne Rücksicht auf die Breite des Speicherinterfaces nehmen zu müssen. Wie Leaker "haukaze5719" aussagt, soll hierdurch der L2-Cache der RTX 4090 auf satte 96 Megabyte anwachsen - zum Vergleich: Das derzeitige Top-Modell der RTX 3090 Ti hat "nur" sechs Megabyte L2-Cache.

Spannend ist auch die Frage nach den weiteren Specs zur RTX 4090, 4080 und 4070 - zu letzterer GPU scheint es nach zunächst enttäuschenden ersten Informationen zu einer deutlich performanteren Ausführung kommen, wie "kopite7kimi" berichtet. Ein anderer Leaker bringt zudem erstmals einen AD102-250-Chip mit 20 GB ins Gespräch, der einer RTX 4080 Ti entsprechen könnte. Eine Übersicht über alle gemutmaßten Spezifikationen der Lovelace-GPUs finden Sie in der folgenden Tabelle.

RTX 40: Vorläufige Specs

Vollbildansicht
Board-Modell RTX 4090 RTX 4080 RTX 4070
GPU-Chip AD102-300 AD103-300 AD104-300
Streamprozessoren 128 80/76 60/56
CUDA-Kerne 16.384 10.240/9.728 7.680/7.168
Basis-Takt 2.235 MHz tba 2.310 MHz
Boost-Takt 2.520 MHz tba 2.610 MHz
Videospeicher 24 GB G6X 16 GB G6X 12/10 GB G6
Speicherbus 384-bit 256-bit 192-/160-bit
Speicherbandbreite 1.008 GB/s 676 GB/s 504/360 GB/s
TDP ~450W ~420W/320W ~300W/285W

Mit diesen technischen Daten würde bereits die RTX 4070 die Performance der RTX 3090 Ti übersteigen. Das deutet auf einen massiven Leistungssprung hin. Zu den Taktraten gibt es ebenfalls verschiedene Leaks, bei denen manche sogar von bis zu drei Gigahertz Boost-Takt bzw. im Maximum bei der RTX 4090 sprechen - damit könnte die mythische Schallmauer von 100 Teraflops durchbrochen werden und selbst 4K-Gaming auf enorm hohen Frameraten möglich sein. Für die RTX 4070 folgten später angebliche Taktraten.

Zwar lässt sich der Anstieg in der Rechenleistung nicht tatsächlich analog auf die Frameraten übertragen, geben jedoch einen durchaus realistischen Ausblick auf den potenziellen Leistungsschub in punkto Spiele-Benchmarks an. Hier bietet sich ein Vergleich zur RTX 3090 Ti an: Diese kommt auf eine Rechenleistung von bis zu 40 TFlops, knackt aber in UHD-Auflösung nur in wenigen Games die 60-FPS-Marke bei voller Detailstufe - bei 100 Teraflops, wie sie in der RTX 4090 den Gerüchten zufolge erreichbar sind, könnten in etwa 50 Prozent mehr Bilder pro Sekunde möglich sein, was konstantes Spielen bei 4K@60FPS als realistisches Ziel erscheinen lässt.

RTX 4090, 4080 & Co.: Stromhungrig und teuer

Eine RTX 4090 Ti sollte diese Szenerie rund um ein Atomkraftwerk inkl. Raytracing, 4K, HDR (nicht im Bild) problemlos auf konstant über 60fps beschleunigen können.
Eine RTX 4090 Ti sollte diese Szenerie rund um ein Atomkraftwerk inkl. Raytracing, 4K, HDR (nicht im Bild) problemlos auf konstant über 60fps beschleunigen können.
© Siegfried - stock.adobe.com

Der enorme Leistungssprung der RTX-4000-Grafikkarten würde aber auch gerade energietechnisch einen hohen Preis nach sich ziehen. Wie "kopite7kimi" ausführt, soll die maximale Leistungsaufnahme des AD102-Chips, der bei der RTX 4090 und einem potenziellen Ti-Modell zum Einsatz kommen würde, bei wahnwitzigen 800 Watt liegen. Die TDP hingegen sei beim Spitzenmodell bei immer noch hohen 450 Watt. Die Founders Edition, die Nvidia zu jeder neuen Grafikkarte präsentiert, benötigt eine entsprechende Kühllösung - so soll die RTX 4090 als erstes Referenzmodell mit drei Lüftern ausgestattet werden.

Auch die weiteren Modelle scheinen sich stromhungrig zu geben, wie "kopite7kimi" in einem weiteren Tweet berichtet: So soll die RTX 4080 eine TDP von 420 Watt mit sich ziehen, während im Mittelklasse-Modell der RTX 4070 eine TDP von 300 Watt ausgeführt wird. Die Werte wurden kurze Zeit später ein wenig nach unten korrigiert.

Dazu sagte der Leaker, dass Kaufinteressierte mit mindestens mit den gleichen UVPs wie bei den Vorgängermodellen rechnen sollen. Konkrete Informationen zu den potenziellen Preisen der RTX-4000-Grafikkarten liegen bislang nicht vor, doch deutet nicht nur der angesprochene Leak auf einen erneuten Anstieg hin. Wie das Portal "wccftech" bereits Anfang des Jahres berichtete, sollen nicht nur AMD und Intel, sondern auch Nvidia in diesem Jahr die Preise für ihre High-End-Produkte um bis zu 20 Prozente erhöhen. Als Grund werden die gestiegenen Fertigungskosten für die neuen Architekturen angegeben, welche voraussichtlich an den Verbraucher weitergegeben werden.

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