Welche Ampere ist die richtige?

Geforce RTX 3090, 3080 oder 3070: Welche Grafikkarte kaufen?

Nvidia hat seine Geforce RTX 3090, 3080 und 3070 vorgestellt. Welche eignet sich für welchen Einsatzzweck? Eine erste Orientierung mit künftigen Überlegungen.

© Screenshot / Youtube, Nvidia

Die Geforce RTX 3090 kostet mindestens 1500 Euro. Zum Glück braucht die nicht jeder Spieler.

Sie wollen eine neue Grafikkarte kaufen und haben die neuen Geforce RTX 3090, 3080 oder 3070 im Blick? Nvidia hat klare Vorstellungen davon, für welchen Gamer- und Anwender-Typ welches GPU-Modell geeignet ist. Wir haben eine Zusammenfassung mit einer ersten Orientierung, welche Grafikkarte bei welchen Anforderungen nach unserer Einschätzung sinnvoll ist. Dazu geben wir Anschlusspunkte für Überlegungen, damit Sie nicht gleich beim nächsten Nvidia-Update (Super, Ti und Co.) schon wieder eine neue GPU kaufen müssen.

Zuerst: Geforce RTX 3090, 3080 oder 3070 bedienen den High-End-Markt. Das bedeutet 4K, VR, Triple Screen und mittlerweile sogar 8K. Wer bei Full-HD-Auflösung bleiben möchte, braucht wahrscheinlich nicht aufrüsten – vorausgesetzt der jetzige Rechner liefert zuverlässig spielbare Bildraten und Sie sind zufrieden: auch im Hinblick auf Ihre Monitoreigenschaften. Bei WQHD ohne Raytracing reichen oft die stärkeren High-End-Ausgaben der Vorgängergeneration. Natürlich erlaubt das passende Budget und der eigene Anspruch jederzeit einen Schritt weiter nach oben.

Wann brauche ich Ampere?

Wenn Sie performant mit Echtzeit-Raytracing spielen wollen, 4K oder Super-Ultrawide- und Triple-Screen-Auflösungen sowie aktuelle und kommende VR-Headsets mit deutlich mehr als 60 fps genießen wollen, führt derzeit wohl kaum ein Weg an Nvidias Ampere vorbei - mindestens die RTX 3080 sollten Sie dann anpeilen.

Wer 8K-Gaming im Blick hat, hat gar keine andere Wahl als zur RTX 3090 zu greifen. Diese Karte ist auch für anspruchsvolle bzw. professionelle Content-Erzeugung nötig, zumindest nach jetzigem Wissensstand - bzw. Nvidias Aussagen.

Die RTX 3090 wäre also optimal, Wenn Sie also laufend hochauflösende Youtube-Videos und Live-Streams produzieren oder im professionellen Rahmen von CUDA-Kernen und Technologien wie Nvenc-Kodierung Gebrauch machen wollen bzw. müssen.

Wir schätzen: Wer erste verfügbare und kommende High-FPS-Bildschirme in 4K und 5K befeuern möchte, wird für die nächsten Jahre mit der RTX 3080 zwar eine geeignete Karte finden, möglichst wenig Kompromisse wird es mittel- bis langfristig aber wohl nur mit der RTX 3090 geben – oder einem der Nachfolger.

Wann brauche ich mehr als eine Geforce RTX 3070?

Die Geforce RTX 3070 ist die richtige Karte für Sie, wenn Sie High-FPS mit hohen Details in 1080p und WQHD/1440p inklusive Raytracing nutzen wollen. Wir denken hier an Hz-Zahlen weit über 200, denen Sie im Idealfall auch mit passenden fps-Zahlen begegnen. Für 4K mit rund 60 fps ist die Karte unserer Einschätzung nach auch die geeignetere GPU – sie ist immerhin auf „RTX 2080 Ti“-Level bzw. etwas schneller – vor allem mit „RTX on“.

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Natürlich können Sie sie auch für Streaming, Rendern und (Live-)Encoding einsetzen, müssen aber mehr Rechenzeit einplanen und haben weniger Optionen für geeignete bzw. optimal passende CPUs. Für Gaming alleine reichen derzeit beispielsweise sechs Kerne, für parallele Aufgaben stocken Sie bei der CPU auf. Nvidia bezeichnet die RTX 3070 als den Sweet-Spot – also die Karte mit dem besten Preis-/-Leistungsverhältnis (für Spieler). Das gilt natürlich für den Einsatz im 4K- oder High-FPS-Bereich mit niedrigeren Auflösungen. Darunter (Auflösung; fps-Ziel rund um 60) müssen Sie keine 500 Euro für eine Grafikkarte ausgeben.

Geforce RTX 3080 oder RTX 3090?

Wer spürbar mehr als 60 fps in 4K und noch mehr fps in 1080p/1440p nutzen oder bei einem der Anwendungsfälle noch Gameplay aufnehmen und streamen will, sollte neben einem starken Multikern-Prozessor auch in die stärkere Geforce RTX 3080 investieren. Die Mehrleistung wird zwar üblicherweise teurer erkauft – allerdings sind Sie mit mehr Ressourcen ausgestattet und werden sobald nicht ans Limit der Hardware kommen - so zumindest unsere Einschätzung.

Teurer heißt hier u.a.: Energieeffizienz uind Betriebstemperatur. Die Karten könnten höchstwahrscheinlich noch höherere Taktraten erreichen. Ab einem bestimmten Punkt steigt der Energiebedarf und somit Hitze und Stromkosten jedoch überproportional an

Wer bislang bei Titan-Karten zugegriffen hat und sich hin und wieder ob schlechter Leistungswerte bei anspruchsvollen Aufgaben ärgerte, für den ist die Geforce RTX 3090 das richtige - im Vergleich mit der Titan RTX ist sie sogar wesentlich günstiger. Anspruchsvolle Grafikkracher auf sehr hohen Auflösungen und Einstellungen sowie vor allem Ressourcen-fressende Simulationen, parallele professionelle Content-Erzeugung und akzeptables 8K-Gaming (mit bis zu 60 fps via DLSS 2.0) erlaubt nach Nvidias Aussage nur die Luxusvariante.

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Ampere kaufen: Was beachten?

Im besten Fall wollen Sie eine neue hochpreisige Grafikkarte mehrere Jahre nutzen. Überlegen Sie sich, welche Displays Sie mit wie viel fps befeuern wollen. Erste 8K-Fernseher sind etwas erschwinglicher geworden. In den nächsten wenigen Jahren könnten sie schon der Standard sein.

PS5 und Xbox Series X unterstützen die Auflösung, aber es kursieren Gerüchte, wonach das Spielen in 8k bei der kommenden Konsolengeneration keine Rolle spielen wird. Bei machen Spielen sei 30 fps mit 4K-Auflösung immer noch das Limit.

Wer sich sicher ist, auf 4K-Level zu bleiben, der trifft mit dem Flaggschiff RTX 3080 oder dem Sweet-Spot wohl die beste Wahl – zumindest nach jetziger Einschätzung.

Haben Sie sich einen Chip ausgesucht, überlegen Sie sich ob es die Nvidia-Karten der „Founders Edition“ sein sollen oder doch ein Custom-Modell mit Werksübertaktung und mutmaßlich (noch) aufwändigerer Kühlung. Verschiedene Hersteller haben bereits ihre Portfolios enthüllt, etwa:

Dort könnten über anhängende Shops auch bald Möglichkeiten zur Vorbestellung kommen. Bei Nvidia selbst warten interessierte Käufer derzeit auf eine Benachrichtigung. Ein Stolperstein könnten bei Custom-Designs 12-Pin-Anschlüsse für das Netzteil sein. Adapter sollten entweder GPU oder PSU mitbringen, ansonsten müssten Sie auf praktikable Lösungen der Hersteller hoffen oder Marktplätze durchsuchen.

Hinweise:

Unsere Tipps basieren auf optimistischen Einschätzungen, je nach Spiel kann die Mehrleistung durch Ampere gegenüber den Vorgängern auch kaum messbar sein - grobe Patzer und Ausreißer sind in unseren Augen aber nicht zu erwarten. Wir haben keinen schwerwiegenden Grund entdeckt, Nvidias Angaben zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu glauben.

Wirkliche Gewissheit werden dennoch nur unabhängige Tests bringen. Denken Sie daran, dass mit dem stärksten Intel Core-i9 gebencht wurde. Der Vorteil muss sich nicht 1:1 auf Ihre Harware anwenden lassen. Außerdem könnten Nutzer immer noch typische Early-Adoper-Probleme plagen. Natürlich haben wir in unserer Rechnung AMD nicht berücksichtigt. Der Konkurrent wird aber erst Ende des Jahres mit Big Navi kontern.

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